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Aardman Collection

Aardman CollectionAardman Collectionnicht verfügbar
Handlung:Genießt die genialen Tricks der Macher von 'Wallace & Gromit' und 'Chicken Run - Hennen Rennen' ! Die Aardman-Studios gehören zu den besten Animations-Studios der Welt, deren Kurzfilme wie 'Wallace & Gromit' oder 'Creature Comforts' regelmäßig den Oscar ® als bester Trickfilm gewannen. Mit 'Chicken Run - Hennen Rennen' schufen die Trickfilm-Genies Nick Park und Peter Lord, unterstützt von den renommierten DreamWorks-Studios einen Traum in Plastilin - erstmals in Spielfilmlänge. Ein fabelhaftes Sammelsurium der besten Kurzfilme...

Early Bird (1981) ca. 5 Min. (Regie: P.Lord & D.Sproxton)
Babylon (1986) ca, 14 Min. (Regie: P.Lord & D.Sproxton)
Creature Comforts (1989) ca. 6 Min. (Regie: N.Park)
War Story (1989) ca. 5 Min. (Regie: P.Lord)
Next ca. 6 Min. (Regie: B.Purves)
Ident ca. 5 Min. (Regie: R.Goleszowski)
Adam ca. 7 Min. (Regie: P.Lord)
Loves me...Loves me not ca. 8 Min. (Regie: J.Newitt)
Heat Electric Commercials ca. 4 Min. (Regie: P.Lord & N.Park)
Never say Pink Furry die ca. 11 Min. (Regie: L.Spraggon)
Not without my handbag ca. 13 Min. (Regie: B.Kossmehl)
Pib & Pog ca. 7 Min. (Regie: P.Peake)
Wat ' s Pig ca. 11 Min. (Regie: P.Lord)
Pop ca. 3 Min. (Regie: S.Fell)
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 7432189891934
FSK: 6
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1996
Erscheinungsdatum: 02.04.2002
Anzahl Medien: 1
Land:England
Regionalcode:2
Genre:Zeichentrick
Hersteller:Universum Film
Laufzeit:ca. 115 min
Typ:DVD-9
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat:Englisch: Dolby Digital 2.0 (Stereo)
Untertitel:deutsch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Biographien Crew
Kapitel- / Szenenanwahl
Regiekommentare

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Filmrezensionen
Aardman CollectionAuthor: Michael Matzer
Diese DVD sammelt eine Reihe von 14 animierten Kurzfilmen, die die Macher von "Wallace & Gromit" sowie "Chicken Run" seit 1989 produzierten. Manche Episoden sind sehr schön, manche witzig gemacht und bei manchen muss der Geschmack entscheiden.Die Episoden:1) Early Bird: Ein Radiomoderator macht 19 Stunden am Tag Heimdienst. Da kann es schon passieren, dass er sein Frühstück auf dem Plattenteller zubereitet und allen möglichen Unsinn ins Mikrofon plappert. Nach einer Weile übernimmt sein sprechender Papagei. - Die Episode zeigt mehrere Geräte des Haushalts sowie Nahrungsmittel und Technik. Die Parodie nimmt den britischen Radiobetrieb auf die Schippe.2) "Sweet Disaster, Babylon" ist eine Allegorie des Krieges: Bei einem Kongress der Waffenfabrikanten, die sich selbst als Garanten des Friedens auf die Schulter klopfen, wächst ein seltsamer Gigant heran, bis er platzt. Vor dem Kongresshotel herrscht übrigens Verdunkelung, und Geier kreisen. - Die Analogie zum Krieg dürfte offensichtlich sein. Der Episode haftet ein Beigeschmack von Agitprop an.3) Creature Comforts 1: Anscheinend wurden mehrere Zootiere interviewt und nach ihrer Meinung über ihre Lebensbedingungen befragt. Sie sprechen meist wie normale Engländer. Und in der tat war es umgekehrt: Die Nachbarn wurden interviewt und die Aufnahmen den Tieren in den Mund geschoben. Das beste Interview liefert der fleckenlose Jaguar auf seinem Felsen: Er sehnt sich zurück nach Brasilien, wo es viel PLATZ gibt, Regen und WÄRME.4) In "War Story" (1989)findet ebenfalls ein Radio-Interview statt, diesmal mit einem alten Menschen, der von seiner Kriegszeit berichtet, die auch sogleich illustriert wird. Sein Verhalten bei einem Bombenangriff endet damit, dass er im Kohlenkeller mit seiner Schwiegermutter, seiner schwangeren Frau und dem Hund Zuflucht sucht. - Das Englisch ist sehr schwer zu verstehen, daher ist man auf die Untertitel angewiesen. Eine sehr ironische Episode über die schwere Zeit der Kriegsjahre.5) "Next: The Infinite Variety Show" (1989): Eine unglaublich aufwändige und rasante Episode, in der sämtliche Stücke von William Shakespeare von einem einzigen Schauspieler, der auch aussieht wie der Barde aus Stratford, vorgeführt werden, nur unterstützt von einer gelegentlichen Puppe und Accessoires. Das Ganze ist ein Vorspielen vor einem Theatersaal, in dem nur ein einziger Mann sitzt, der möglicherweise Gott ist und sich nun über das Gebotene ein Urteil erlauben soll. Sein lachendes Fazit: "What fools these mortals be!"6) "Ident": Möglicherweise inspiriert von frz. Existenzialisten inszenierte Aardman einen Tag im Leben eines Stangenwesens, das in einem Labyrinth lebt: Morgens aus dem Haus, Maske aufgesetzt, Kuschen vor dem Chef, danach Besäufnis mit den Kumpels, Traumsequenz, schließlich Ausbruch aus diesem Labyrinth ins nächste nebenan, wo sich schon wieder ein Gegner findet. - Diese Episode ist weder witzig noch schön.7) "Adam" (1991, OSCAR-verdächtig!): Die Hand des Schöpfers hat aus dem Lehm der blauen Erdkugel eine Figur geschaffen. Der nackte Adam schaut zunächst recht belämmert drein und fällt ständig um, dann aber macht er Bekanntschaft mit der Erdkugel, mehreren selbst geworfenen Geschossen und freut sich auf eine Gefährtin. Diese entpuppt sich als blauer Pinguin.8) "Loves me - Loves me not" (1992): Ein als Gigolo herausgeputzter Macho mit kantigem Kinn, aber keiner Nase, pflückt eine gelbe Blume und treibt mit ihr das alte Spiel "Sie liebt mich, liebt mich nicht", indem er ihr die Blüterblätter ausreißt. Seine folgenden Aktionen beruhen auf den beiden resultierenden polaren Zustände: "Sie liebt mich!" - Jauchzen etc. "Sie liebt mich nicht!" - Regenwolken, Weltuntergang usw. Am Ende tut sich die Hölle unter ihm auf und verschlingt den Narren.9) Creature Comfort 2: Weitere Interviews mit urbritischen Einwohnern (z.B. aus Derbyshire), die diversen Tieren in den Mund geschoben wurden: Schildkröten, Papageien, Katze & Hund, Riesenpandas, Pinguinfamilie und schließlich zwei Schweine, Mutter und Sohn. Alle machen offenbar Werbung für Haushaltsgeräte und liefern ihre Erfahrungswerte dazu ab. Eine schöne Parodie mit netten sprachlich-gestisch-mimischen Effekten, für die Nick Parks verantwortlich zeichnet.10) "Never say die": Nach einer durchzechten Liebesnacht steht eine Frau mit einem mordsmäßigen Kater auf und versucht sich für die bevorstehende Hochzeit frischzumachen. Wen sie heiratet? Ihren Kater, der aussieht wie der in "Tom und Jerry". Auf dem Weg zur Kirche bleibt ihr Wagen ohne Sprit liegen und sie machen die Bekanntschaft eines höchst seltsamen Kirchenmannes, der gepunktete Unterhosen und Kopfhörer trägt. - Eine äußerst seltsame Episode, die mit stark verfremdeten Musikinstrumentklängen mehr irritiert als erheitert. Dürfte als misslungen angesehen werden.11) "Not without my handbag": Eine wundervoll stringent erzählte Horrorstory, die zu den Highlights der Sammlung gehört. - Weil sie die letzte Rate für ihre Waschmaschine nicht rechtzeitig überwiesen hat, wird Tantchen dazu verdammt, in die Hölle zu fahren. Alles Nötige sei bereits veranlasst, versichert der Kundendienstberater des Herstellers Dante. Die kleine Nichte schaut hilflos zu, wie Tantchen von einem roten Teufel abgeholt wird. Nur ihr entseelter Körper bleibt zurück und wird bestattet. - Sechs Monate später kehrt Tantchen als Zombie zurück: Sie habe ihre Handtasche vergessen! Doch sie soll ihrem Teufelchen nicht entkommen: Dieses fährt in besagte Handtasche und frisst sich mit deren Öffnung durch den gesamten Inhalt des Kühlschranks. Da kommt der kleinen Nichte die rettende Idee..! - Wunderschön in verzerrten Perspektiven gezeichnet und mit Geräuschen untermalt, erzählt "Not without my handbag" eine schmunzelnde Parodie auf den Bestseller & Film "Nicht ohne meine Tochter" von Betty Mahmoody.12) "Pib and Pog": Pib und Pog sind zwei Figuren, die in einer Kindersendung für Dreijährige auftreten. Die weibliche Lehrerinnenstimme aus dem Off stellt die üblichen dämliche Fragen, wie man sie von Kindersendungen kennt: "Ei, wen haben wir denn da?" usw. Leider will die hirnlose Harmlosigkeit dieser Stimme nach wenigen Minuten gar nicht mehr zu dem brutaler werdenden Vernichtungskampf zwischen den beiden Hauptfiguren passen. Es zeigt sich schließlich, dass es sich um eine Studioaufnahme für eine Kindersendung gehandelt hat. Die beiden "Schauspieler", die Pib und Pog spielten, sind sich auch "im wirklichen Leben" keineswegs grün: Einer nimmt wohl seine Rolle etwas zu ernst. - In dieser Episode bieten die Animateure alle möglichen Waffen und Deformationseffekte auf, die den Zuschauer zum Lachen bringen könnten, wenn, ja wenn nicht alles so schrecklich brutal wäre. 13) "Wat\'s Pig": Sicherlich die schönste und trickreichste Episode der Sammlung überhaupt! Hier wird erstmals der Splitscreen eingesetzt, jedoch auch um den Zuschauer hinters Licht zu führen! In etwa einer Viertelstunde (!) erzählt "Wat\'s Pig" das Märchen "The Prince and the Pauper" (Der Bettler und der Prinz) nach. Zwillinge werden kurz nach der Geburt von einem Schurken geraubt, der eine verbleibt im Schloss und wird Earl (Graf), der Entführte, Wat, jedoch geht vor einer Bauernkate verloren und wird von einem Mutterschwein aufgezogen. Wat ist ehrlich und arbeitsam, muss aber an den raffgierigen, fetten Earl, seinen Bruder unbekannterweise, Steuern zahlen. Als eines Tages der Baron des Nachbarlandes dem Earl den Krieg erklärt, um ihn zu erobern, wird Wat in die Armee eingezogen und kämpft in der Schlacht. Weil der Earl zu feige ist, die Bauern anzuführen, geht die Schlacht verloren und die feindliche Armee nähert sich dem Schloss des Earl. Den ergreift allmählich Panik. Als Wat ins Schloss mit der zerfetzten Fahne zurückkehrt, bemerkt er seine Ziehmutter im Kerker. Beim Bemühen, sie zu befreien, verirrt er sich in das Gemach des Earls, wird von seiner wahren Mutter erkannt und darf mit dem Earl die Rollen tauschen (nicht ohne Hintergedanken). Während sein feiger Bruder in eine gewisse Bauernkate verduftet, stellt sich Wat, bis an die Zähne bewaffnet, dem anrückenden Heer des Feindes entgegen: eine wahre Artusgestalt. (Der Schluss soll hier nicht verraten werden.)14) "Pop" (1996): Einen Jungen übermannt die Langeweile. Während ihm sein Goldfisch wohlgemut zusieht, öffnet der Junge eine Limodose - es macht "pop!" Die Treibgase in dieser Dose veranlassen die Dose, quer durchs Zimmer zu schießen und den Kopf des Jungen vom Rest des Körpers zu trennen. Schlussbild: Ein kopfloser Junge spielt die Gitarre, doch die Stelle des Kopfes hat das Goldfischglas eingenommen. - Eine wirklich voll daneben gegangene Episode, für die sich die Kommentatoren auch artig entschuldigen.Unterm Strich:Die meisten dieser 14 Kurzfilme zeichnen sich durch recht britischen Humor aus, und mit dem muss man zurechtkommen. Dazu gehört beispielsweise eine gewisse Skurrilität der Figuren, eine offene bis bissige Ironie und stets eine gewisse Verletzung von Konventionen und Tabus. Daher nehmen Parodien einen großen Raum in diesem Repertoire ein, angefangen von Radiomoderator bis hin zur Kinder- und Werbesendung.Die meisten Episoden sind sehr schön und einfallsreich gemacht, andere wieder wirken recht angestrengt. Dazu wurde in den Inhaltsangaben schon einiges gesagt.Für wen eignet sich diese DVD?:Auf jeden Fall ist die Sammlung eine wahre Lehrstunde für angehende Animateure, schon allein wegen der informativen Kommentare der Macher. Auch Liebhaber der Plastilinanimationen, die Nick Parks & Co. weltbekannt gemacht haben, dürfte dies eine Fundgrube sein. Wer diese Filmform bislang nur von "Chicken Run" kennt, dürfte wohl seine Mühe damit haben - nicht nur wegen der erforderlichen Englischkenntnisse, um den Kommentar zu verstehen. Die deutschen Untertitel versteht natürlich jeder, und etliche der Episoden sind quasi Stummfilme. Wer aber eine Spielfilmhandlung wie "Chicken Run" erwartet, wird wohl nur bei "Wat\'s Pig" und "Not without my handbag" auf seine Kosten kommen.Fazit: vier von fünf Sternen.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Aardman Collection finden Sie hier.

 

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