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Alexander der Große

Alexander der GroßeAlexander der Großeim Lager
Handlung:Nach der Ermordung seines Vaters wurde Alexander mit 20 Jahren König von Mazedonien und oberster Feldherr von Griechenland, mit 26 Eroberer der ganzen damals bekannten Welt. Ihm schwebte als großes Ziel die Vereinigung der westlichen und östlichen Völker vor. Robert Rossen hat in seinem Film nicht mit imponierenden Massenszenen, gewaltigen Schlachtenbildern und grandiosen Landschaftsaufnahmen gespart. Den Mittelpunkt bilden jedoch die dramatischen Beziehungen Alexanders zu seiner Umgebung - zu seiner in Liebe und Hass leidenschaftlichen Mutter, zu seinem mächtigen und willensstarken Vater, zu Barsine, der einzigen Frau, die ihm etwas bedeutete, und zu der Gruppe junger Gefährten, die sein kurzes Leben hindurch Freud und Leid mit ihm teilten.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4010232017864
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1956
Erscheinungsdatum: 27.03.2003
Anzahl Medien: 1
Regie:Robert Rossen
Darsteller:Richard Burton
Harry Andrews
Claire Bloom
Fredric March
Barry Jones
Land:USA/England
Regionalcode:2
Genre:Historienfilm
Hersteller:MGM Home Entertainment
Laufzeit:ca. 130 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 2.0 Mono
Untertitel:deutsch
deutsch für Hörgeschädigte
englisch
englisch für Hörgeschädigte
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer
Tatsächliche Laufzeit 107min.

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Filmrezensionen
AlexanderAuthor: Sebastian Schober
Alexander der Große gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte: Bereits mit 20 Jahren wurde er nach der Ermordung seines Vaters König und schuf in nur wenigen Jahren ein gigantisches Reich, das fast die gesamte damals bekannte Welt umfasste. So ein Mann war schon immer von Interesse für die Hollywood-Studios und mit dem Widererstarken des Monumentalkinos waren alle Türen offen, so dass mit Martin Scorsese, Baz Luhrman und Oliver Stone gleich drei Regisseure ihr neues „Alexander“-Projekt bekannt gaben. Doch es kann bekanntlich ja nur einen geben und so machte Stone das Rennen und lieferte mit „Alexander“ den teuersten Film seiner bisherigen Karriere ab. Der Film erzählt das Leben Alexanders (Colin Farrell) von seiner Geburt an bis zu seinem frühen Tod mit nur 33 Jahren: Als Kind (und auch später noch als Erwachsener) zwischen seiner Mutter Olympias (Angelina Jolie) und seinem Vater Philipp (Val Kilmer) hin und her gerissen, die ihn beide zur Verwirklichung ihrer Träume instrumentalisieren wollen, wird er nach der überraschenden Ermordung seines Vaters mit nur 20 Jahren König und beginnt sogleich seine Welteroberungspläne in die Tat um zusetzten. Nachdem der Perserkönig Dareios (Raz Degan) in der Schlacht von Gaugamela bezwungen wurde, herrscht Alexander nun auch über ganz Persien. Zur Ruhe kommt der rastlose Geist allerdings nicht. Er jagt erst dem flüchtigen Dareios nach, später seinen Mördern. Die Hatz führt ihn und seine Männer an den Rand der ihnen bekannten Welt und darüber hinaus. Unverständnis erntet er bei all seinen Männern als er mit Roxane (Rosario Dawson) eine Asiatin zur Frau nimmt und keine Makedonin, wie alle verlangen. Auch sonst macht sich Unmut breit: Die Krieger sind allesamt satt, wollen lieber ihren Reichtum zu Hause bei ihren Familien genießen, doch Alexander zieht weiter bis nach Indien. Erst als er in einer Schlacht schwer verwundet wird, gibt er den lang ersehnten Befehl zum Rückzug. Er lässt sich in Babylon nieder, wo er schließlich stirbt, ohne einen Nachfolger zu benennen, was sein Reich in den Untergang stürzt...Wer war Alexander? Mit dieser Frage beschäftigt sich Oliver Stone hauptsächlich in seinem Film. Das Ganze ist ambitioniert angegangen – zu ambitioniert: Stone, der schon lange davon träumte Alexanders Taten auf Zelluloid zu bannen, kennt sich in der Materie bestens aus, steigert sich allerdings zu sehr in einen Wahn von kultischer Heldenverehrung. Er identifiziert sich total mit Alexander. Im Film wird der legendäre Streitherr quasi zu Stones alter ego und der von Anthony Hopkins verkörperte Erzähler berichtet dem Zuschauer weniger über Alexanders Vita als viel mehr Oliver Stones Ansichten über seinen Helden. Das Ganze gerät dann überaus pathetisch, in seinen gestelzten Dialogen häufig äußerst peinlich.Die Psychologie des Films ist dann auch allzu lehrbuchartig geraten: In der umständlich langen Einführung, die allein schon eine halbe Stunde verschlingt, etabliert Stone die zwei wichtigsten Säulen, die Alexanders weiteres Handeln bei nahezu jeder Entscheidung im Film begleiten. Zum einen sind das seine Eltern, die sich gegenseitig nicht ausstehen können und die Alexander benutzen um ihren Traum zu leben, wenn sie einmal nicht mehr sind. Beide vergöttert Alexander, allerdings macht ihr Hass aufeinander ihn krank. Die andere Säule besteht aus den Mythen der Antike: Alexander ist schon als Kind tief beeindruckt von den Taten des Herakles und aller anderer Helden. Sein Streben nach Ruhm wird durch diese Erzählungen vorangetrieben. Auch projiziert Stone die Mythen auf die Person Alexander selbst. Wenn der kleine Alexander mit seinem Vater sich Wandzeichnungen der ganzen Heldentaten ansieht und sein Vater ihm erzählt, dass jeder einzelne dieser Volkshelden für seine Taten einen immens hohen Preis bezahlen musste, sein Leben von Leid bestimmt wurde und er langsam in der Isolation landete, dann ist schon klar, worauf der Film hinausläuft. Die im Vorfeld für eine Menge Wirbel sorgende Homosexuellen-Komponente ist im Film zwar immer wieder Thema, in der zweiten Hälfte von „Alexander“ sogar mit einer ziemlichen Penetranz, die den Film fast zum Homosexuellen-Drama macht, wird allerdings nie wirklich offenbart. Stone beließ es hier bei mehr als eindeutigen Anspielungen, anscheinend um seiner strahlenden Heldenbeschwörung wenigstens ein paar Kratzer zu verleihen. Collin Farrell ist als Hauptdarsteller einfach gnadenlos fehlbesetzt: Das einzig wirklich Bemerkenswerte an seiner Performance ist die Tatsache, dass er mehr Mascara trägt als Angelina Jolie. Darstellerisch ist seine Leistung allerhöchstens mittelmäßig, auch wenn er es, wie alle anderen auch schwer hat gegen die blöden Dialoge anzukommen, die das Drehbuch ihm in den Mund legt. Seine entweder ekelhaft selbstmitleidigen oder übermäßig heroischen Monologe wirken nicht selten unfreiwillig komisch und erinnern häufiger an eine antike Soap Opera. Zwar gibt er sich Mühe Alexander als feinsinnigen, visionären, latent Homosexuellen darzustellen, doch vermag er sich seines Images als Suffkopf und Raubein niemals ganz zu entledigen, was der Figur eine eigenartig schizophrene Note verleiht. Die völlig unpassenden blonden Haare, sowie der übermäßige Einsatz von Eyeliner geben dem Gesamtbild den Rest. Anthony Hopkins wird als Erzähler völlig verschwendet, ist nur kurz am Anfang und am Ende zu sehen, fungiert zwischendurch als Off-Erzähler und darf nichts anderes tun als Alexander pausenlos in den Himmel zu Loben und Stones Meinung zu vertreten. Die dankbarsten Parts haben sicherlich Jared Leto als Alexanders Homo-Freund Hephaistion, Val Kilmer als ständig besoffener König Philipp und Rosario Dawson als Roxane. Angelina Jolie beschränkt ihr Auftreten im Grunde auf verruchtes in die Kamera schauen und darf sich ständig mit Schlangen umgeben, damit auch der letzte Trottel merkt, dass sie eine Intrigantin ist. Überhaupt nervt Stone mit seiner platten Tiersymbolik, die er im Film bis zum Erbrechen überreizt. Die Ausstattung ist wirklich bombastisch. Besonders die Rekonstruktion Babylons ist einfach atemberaubend, aber das alles ist nun mal nicht mehr als ein nettes Eyecandy und vermag nicht über knappe drei Stunden bei der Stange zu halten.Der wahre Oliver Stone, wie wir ihn kennen und lieben, zeigt sich nur selten. Seine stärksten Momente hat er in seinen beiden Schlachtszenen, wobei besonders der Kampf bei Gaugamela wirklich großartig ist. Unter der sengenden persischen Sonne in der staubigen Wüste entfacht Stone einen irren Bildersturm, dessen entfesselte Dynamik einen einfach in seinen Bann zieht. Die staubig-schmutzige Optik ist brillant, Stone wechselt zwischen großartig gewählten Nahaufnahmen und opulenten Massenszenen; Schnitt und Kamera sind an dieser Stelle eine Meisterleistung. Doch leider blitzen diese Bilder, die noch von Stones alter Brillanz zeugen, viel zu selten hervor. „Alexander“ ist prätentiöse Heldenbeweihräucherung, die zu allem Überfluss auch noch von der Hollywoodtypischen Geschichtsklitterung gebrauch macht. Auch fehlen dem Film ein wenig feste Kernaussagen, die Story plätschert vor sich hin und zum Ende sieht man schon fast öfter auf die Uhr als auf die Leinwand in Erwartung eines baldigen Endes, das Stone verwehrt indem er seinen Film unnötig in die Länge zieht. Wahrscheinlich der schlechteste Film, den der einstige Hollywood-Rebell bisher gedreht hat, aber selbst Stone scheitern zu sehen ist noch interessanter als vieles andere aus der Traumfabrik.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Alexander der Große finden Sie hier.

 

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