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Asphalt-Cowboy

Asphalt-CowboyAsphalt-Cowboyim Lager
Handlung:Der kleine Gauner Ratso, der auf seine Weise versucht, sich durchzuschlagen. Der kränkelnde, unter seinem kleinen Körperwuchs leidende Ratso hat nur einen Wunsch: Er möchte raus aus der Stadt und ein neues Leben beginnen. Eines Tages trifft er auf Joe Buck, den 'Mitternachts-Cowboy' , ein aus Texas stammender, gutaussehender und ziemlich ungebildeter Bursche. Er versucht, als smarter Callboy seine sexuellen Fähigkeiten in Ruhm und Reichtum umzusetzen. Gemeinsam hoffen sie, ihre Träume zu verwirklichen...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:noch keine
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4010232003300
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1999
Erscheinungsdatum: 27.01.1999
Anzahl Medien: 1
Regie:John Schlesinger
Darsteller:Dustin Hoffman
Jon Voight
Bob Balaban
Gary Owens
Barnard Hughes
Paul Jabara
Paul Benjamin
Richard Clarke
Sylvia Miles
Brenda Vaccaro
John McGiver
Viva
Anthony Holland
Jennifer Salt
Ruth White
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Drama
Hersteller:MGM Home Entertainment
Laufzeit:ca. 108 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 4.0
Französisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Italienisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Spanisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Untertitel:deutsch
deutsch für Hörgeschädigte
dänisch
englisch
englisch für Hörgeschädigte
finnisch
französisch
holländisch
italienisch
norwegisch
portugiesisch
schwedisch
spanisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:8-seitiges Booklet mit einem umfassenden Blick hinter die Kulissen
Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
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Asphalt-CowboyAuthor: Patrick Joseph
»Everybody’s Talkin’ At Me« John Schlesingers Midnight Cowboy gehört ohne Zweifel zu den amerikanischen Filmen, deren Originaltitel in der deutschen Kinoversion keinen Anlass zur Übersetzung bot. Zum einen bedarf es keiner überragenden Englischkenntnisse zur Einordnung des amerikanischen Originals, zum anderen verfehlt der deutsche Titel ebenjene Bedeutung, die er im Original anstrebt. Aus gutem Grund ist Joe Buck (Jon Voight) der „Midnight Cowboy“, ein naives Landei aus Texas, gekleidet in ein klischeebehaftetes Kostüm, auf der Suche nach dem amerikanischen Traum : in New York. Buck ist im wahrsten Sinne des Wortes verkleidet, sein Cowboy-Hut und die großspurigen Stiefel dienen dem Film zur Etablierung seiner Thematik ebenso wirkungsvoll, wie jene farbigen Hemden und sein einfaches Gemüt. In Schlesingers Film geht es um Ambitionen, Wünsche, Ziele, Träume und deren niederschmetternde Realität.Buck ist kein Cowboy im romantischen Sinne des Wilden Westen, er ist lediglich das dümmliche Abziehbild eines Träumers, dessen Wunsch es ist, aus der texanischen Einöde in die Glitzerwelt von New York zu fliehen. Er glaubt fest daran in der Großstadt als männliche Hure den Beruf und seine Berufung gefunden zu haben, die ihm Wohlstand und Sicherheit bringen. Natürlich geht alles schief. Zunächst wird ihm selbst für einen seiner Dienste von der zwielichtigen Cass (Sylvia Miles) Geld abgeknöpft, dann erleichtert ihn der gehbehinderte Betrüger Enrico „Ratso“ Rizzo (Dustin Hoffman) um einen weiteren Geldbetrag.Allzu schnell sitzt Buck auf der Straße, nicht in der Lage die Miete für sein Hotelzimmer aufzubringen, ohne Geld, ohne wertvollen Besitz. Anspruch und Wirklichkeit lagen von Beginn an Lichtjahre voneinander entfernt und wirken in diesen Momenten ebenso deplaziert wie der desillusionierte Cowboy Joe Buck in einer erbarmungslosen Stadt wie New York. Er ist weder Mann noch Kind, Buck ist gefangen zwischen kindlichen Träumereien und erwachsenen Sexualphantasien. Ein Niemand, der einerseits geprägt ist durch traumatische Augenblicke seiner Vergangenheit in Texas, andererseits auf der Suche nach sich selbst verloren geht. Die Erinnerungen des Cowboys an seine Vergangenheit baut Schlesinger in rasant geschnittenen Sequenzen in die Handlung ein, die sich in der Psyche der Hauptfigur ereignen, wobei Schlesinger weder ihren Bezug zur Realität noch ihren genauen Verlauf erklärt. Es gibt lediglich surreale Andeutungen, die auf sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und gestörte familiäre Verhältnisse hinweisen. Buck, der bei seiner Großmutter aufwuchs, die offenbar stetig wechselnde Partner bevorzugte, ist ein Opfer der ländlichen Unschuld, die ihm auf sexueller Basis schon früh genommen scheint. Sexualität wird zu einem Ersatz für Liebe und Zuneigung, die sich für den Texaner nur noch im Akt selbst darstellt.Es liegt an ebenjener Offenheit, die Midnight Cowboy 1969 ein x-rating einbrachte, das den Film auf eine Stufe mit Erotikfilmen setzte, obwohl sein Inhalt sich keineswegs auf die sexuelle Darstellung, sondern auf die charakterliche Studie seiner Hauptfiguren konzentriert. Homosexualität, ungezügelter Drogenkonsum und das Leben abseits jeglicher gesellschaftlicher Normen bilden Eckpfeiler von Midnight Cowboy, der keinen Hehl daraus macht ein schwieriger und zuweilen deprimierender Film zu sein. Ein Blick auf die zwei Hauptdarsteller genügt, um das Wesen des Films zu begreifen. Es geht um Existenzen am Rande der Gesellschaft, im Abseits, fehlgeleitete Verlierer mit unerfüllbaren Illusionen.Während Bucks Abstieg schneller einsetzt als erwartet, begegnet er auf seinem steilen Weg nach unten jenem Ratso, der ihn um einen Teil seines Geldes gebracht hatte. Doch anstatt sich gegenseitig zu bekriegen, schließen sie sich zusammen. Ratso bietet ihm in seiner heruntergekommenen Behausung, die lediglich niedrigsten Ansprüchen genügt, einen Platz zum Schlafen. Sie sind beide Verlierer, ohne Zukunft. Eine Tatsache, die zusammenschweißt. Von diesem Zeitpunkt an, durchleben sie ihren perspektivlosen Alltag gemeinsam, Buck weiterhin auf der Suche einer Karriere als Gigolo. Ratso fungiert derweil als sein Manager. Zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, deren Ursprung sicherlich in ihren Lebenssituationen begründet ist. Die augenscheinliche Gehbehinderung von Ratso dient derweil zur plastischen Veranschaulichung eines verkrüppelten Inneren. Nicht nur die Tatsache, dass er andauernd krank ist – womöglich an Tuberkulose leidet – sondern auch die Feststellung das er im Gegensatz zu Joe Buck die Unerfüllbarkeit seiner Träume bereits akzeptiert hat. „I’m walkin’ here. I’m walkin’ here!” ist eine der Szenen von Dustin Hoffmans Porträt des Ratso Rizzo, die überdauert hat und in der Fähigkeit zu Laufen den Lebenswillen jener Figur beschreibt. Mit der Ankunft von Buck und seinem naiven Enthusiasmus keimt auch für Rizzo Hoffnung auf, die jedoch von Niederschlägen und dem Fortlauf seiner Krankheit aufgehalten wird. Wenn Ratso nicht mehr läuft, hat er aufgehört zu existieren.Midnight Cowboy ist ein durch und durch düsterer Film. Verstörend in seiner Inszenierung, fesselnd in seiner schauspielerischen Darstellung, aufwühlend in der charakterlichen Studie. John Schlesinger porträtiert eine Welt der Verlierer, die nicht viel mit der uns bekannten Welt gemein zu haben scheint. Doch worum geht es in Schlesingers Film? Er handelt von fehlgeleiteten Ambitionen, beschreibt den harten Realismus und schreckt vor keiner Problematik zurück. 1969 muss Midnight Cowboy für viele wie ein Schlag ins Gesicht gewirkt haben. Anders ist seine höchstmögliche Altersbeschränkung nicht zu erklären, aber auch die ungewöhnlich zahlreichen künstlerischen Preise geben Auskunft über die Wirkung, die er hinterließ.Ohne Zweifel einer verstörendsten Filme, denen je der Oscar für den Besten Film verliehen wurde, eine Ehrung, die vollends überrascht. Aus heutiger Sicht hat Midnight Cowboy selbstredend von seiner schockierenden Wirkung verloren. Doch nicht nur in diesem Punkt, sondern auch in der Inszenierung einiger Passagen kann man gewissermaßen unpassende Elemente finden. Allen voran Bucks reflektierende Erinnerungen an eine ungewisse Kindheit in Texas bedürften entweder einer Erklärung oder zumindest einer konkreten Auswirkung auf Buck selbst. Vieles kann man nur erahnen, durch die Rekapitulation der charakterlichen Eigenschaften der Hauptfigur erschließen. Vielleicht ein Manko des Films. Vor allem die schauspielerische Darstellung von Hoffman und Voight ist beeindruckend. Ein seltsames Duo, dessen zwischenmenschliche Beziehung freundschaftlicher Natur ist, oder doch mehr? Insbesondere Hoffman hat einige unvergessliche Szenen, welche Ratso Rizzo zu einer legendären Verlierer-Figur machen, Doch auch Voight überzeugt als Anti-Held. So sehr wie ihre Darstellung ein zentrales Element des Films ausmacht, so sehr trägt der hervorragend ausgewählte musikalische Hintergrund zum Gelingen des Films bei. Mal komisch, mal tragisch präsentiert sich der Score in der gleichen Wirkung wie der Film selbst.Midnight Cowboy gehört zu einer Epoche des amerikanischen Films in der scheinbar alles möglich war. Selbst eine so eingehende psychologische Studie, die weder Aussichten auf kommerziellen Erfolg noch Kritikerpreise zu haben scheint. Eine Zeit, in der filmische Experimente noch möglich waren und die Geschichte eines texanischen Jungen, der nur Mitternachts zum männlichen Cowboy wird, ein Millionenpublikum erreichte.(4 von 5 Punkten)
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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Weitere Informationen zu Asphalt-Cowboy finden Sie hier.

 

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