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Cast Away - Verschollen Special Edition 2-Disc Set

Cast Away - Verschollen Special Edition 2-Disc SetCast Away - Verschollen Special Edition 2-Disc Setim Lager
Handlung:Chuck Noland ist ein Workaholic. Als Controller einer Transportfirma reist er durch die ganze Welt und ist deshalb selten zu Hause anzutreffen. Mit seiner Freundin Kelly hat er großes Glück - sie hält trotz der knappen gemeinsamen Zeit fest zu ihm. Auf einer Geschäftsreise, die ihn an das andere Ende der Welt führt, passiert es: Sein Flugzeug stürzt mitten über den Ozean ab. Chuck hat schon mit dem Leben abgeschlossen, doch er erreicht den rettenden Strand einer Insel. Er ist der einzig Überlebende dieses Absturzes, doch das einsame Inselparadies bedeutet für einen zivilisierten Menschen wie ihn die Hölle. Er muss sich um die Beschaffung von Trinkwasser, Nahrung und einen Unterschlupf kümmern. Und daraus wird für ihn ein täglicher Überlebenskampf. Sein einziger Ansprechpartner auf dieser Insel wird "Wilson" , ein Volleyball, zu dem er eine ungewöhnliche Beziehung aufnimmt. So vergeht Tag um Tag und Jahr um Jahr. Nach vier Jahren kehrt er zurück in die Zivilisation, zurück zu den Menschen, die ihm die Hoffnung und die Willenskraft gaben, zu überleben. Doch nichts ist mehr so wie es einmal war...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 0667068821925
FSK: 12
Hülle: Amaray Case mit Einleger
Jahr: 2000
Erscheinungsdatum: 20.09.2001
Anzahl Medien: 2
Regie:Robert Zemeckis
Darsteller:Tom Hanks
Helen Hunt
Nick Searcy
Michael Forest
Viveka Davis
Lari White
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Abenteuer
Hersteller:DreamWorks Pictures
Laufzeit:ca. 138 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:deutsch
englisch
englisch für Hörgeschädigte
holländisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:"Die technischen Effekte im Film"
"The Island"
2 x Behind The Scenes
Am Drehort
Animiertes DVD-Menü
Audiokommentar von Robert Zemeckis & Crew
Featurette
Gelstaltungs-Entwürfe
Interviews
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer
Making Of
Untertitel für Hörgeschädigte
Vergleich: Vom Storyboard zur filmischen Umsetzung

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Filmrezensionen
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Cast Away - VerschollenAuthor: Michael Matzer
Robinsons Freitag heißt nun Wilson und ist ein VolleyballWas passiert mit der Seele eines Menschen, wenn er als von der Zeit getriebener Manager plötzlich irgendwo in der Südsee abstürzt und einsam ums nackte Überleben kämpfen muss? Was würde er alles erlernen müssen? Was würde er über sich selbst als menschliches Wesen herausfinden, wenn er auf einmal Zeit im Überfluss hätte, aber niemanden, mit dem er sie teilen könnte? Und was wäre ihm nach seiner Rettung wichtig? Wie sich in "Cast Away" zeigt, kann das wichtigste im Leben eines solchen bedauernswerten Menschen aus einem einfachen Volleyball bestehen.Sechzehn Monate lang drehte Robert Zemeckis an seinem Film "Cast Away". Aber nicht ununterbrochen. Er legte ein Jahr Pause ein, in dem Hauptdarsteller Tom Hanks 55 Pfund leichter werden musste, um den "Robinson" bei Überlebenskampf auf der einsamen Insel glaubwürdig darstellen zu können. Zemeckis nutzte die Unterbrechung, um mit Abstand auf das gedrehte Material blicken zu können und um einen völlig anderen Film zu machen. So entstand der brillante Thriller "Schatten der Wahrheit" (What lies beneath - ein doppeldeutiger Titel!) mit Michelle Pfeiffer und Harrison Ford in den Hauptrollen. "Cast Away" drehte Zemeckis auf der Fidschi-Insel Monu-riki. Die Crew arbeitete mit einem Umweltspezialisten zusammen, der darauf achtete, dass die Natur nicht beschädigt wurde. Für jeden Baum, der während des Drehs entfernt werden musste, pflanzte man drei neue Bäume. Greenpeace-Mitglieder können aufatmen!Das Leben von Chuck Noland (Tom Hanks), Ingenieur und Manager beim Expresspaketdienst FedEx, wird von der Uhr bestimmt. Als Controller reist er ständig durch die ganze Welt und ist kaum einmal daheim anzutreffen. Dadurch wird das Leben mit seiner festen Freundin Kelly Frears (Helen Hunter) nicht gerade einfach. Sie haben eine Art Fernbeziehung, die auf häufigen Telefongesprächen per Handy basiert. Aber anderen Leuten geht\'s genauso: Wir sehen die Schmiedin im Irgendwo von Texas, die ihrem in Moskau lebenden Ehemann ein Geschenk per FedEx schickt. Er öffnet es zusammen mit seiner russischen Geliebten. Die Schmiedekünstlerin taucht am Schluss noch mal auf.Auf einer Geschäftsreise quer über den Pazifik passiert es dann: In einem üblen Gewitter stürzt Chucks Fedex-Maschine ab. Dabei hatte er beim Abschied seiner lieben Kelly noch ein besonderes Abschiedsgeschenk gemacht, höchstwahrscheinlich ein paar Verlobungsringe. Sie hatte ihm eine goldene Uhr geschenkt, ein Familienerbstück mit ihrem Foto darin.Chuck überlebt als einziger der Flugzeugbesatzung. Doch die kleine bergige Insel, auf der er strandet, liegt weitab von den üblichen Fluglinien und dem Gebiet, das die Rettungsflugzeuge absuchen. Es wird eine lange Zeit, die er auf der Insel verbringt: 1500 Tage. Völlig verlassen und auf sich allein gestellt, muss der verwöhnte Geschäftsmann um die Beschaffung von Trinkwasser, Nahrung und einen Unterschlupf kümmern. Wasser gibt es zwar in Kokosnüssen, doch es ist nicht einfach, die harten Dinger aufzubekommen. Und Fische können sehr schnell sein. Und die häufigen Stürme fegen jeden schlecht befestigten Schlafplatz hinweg. Bald haust Chuck in einer Felsenhöhle, die von der Brandung ausgewaschen wurde. Ein Fluchtversuch per Floß scheitert kläglich an den hohen Brandungswellen, die sich am Riff brechen, das die Insel komplett umgibt.In der Höhle macht es sich Chuck halbwegs gemütlich, er malt das Bild seiner Freundin aus der Taschenuhr ab und erfindet so die Höhlenmalerei neu. Sein Entwicklungsstand ist nun wahrhaftig nicht höher als der eines Steinzeitmenschen. Er ist so verzweifelt, dass er sich erhängen möchte. In einer kleinen beiläufigen Szene erfahren wir davon. Auf dem Gipfel des Inselberges hängt ein Holzmännchen von einer Galgenschlinge herab...Die Ladung des Fedex-Fliegers wird an den Strand gespült. Chuck kann alles verwenden, sogar die künstliche Toilette. Die Schlittschuhe allerdings sind am nützlichsten: als Schneidewerkzeuge und Äxte sind die Kufen unersetzlich. Am wichtigsten stellt sich jedoch ein unscheinbarer Volleyball heraus, der von einer US-Firma namens Wilson hergestellt wurde. Die Szene, in der "Wilson" zu einem Wesen wird, ist so urtümlich und poetisch (\'poiesis\' bedeutet Erschaffung!), dass sie tief bewegt. Zunächst ist Wilson nur ein weißer Ball wie jeder andere auch. Doch dann schneidet sich Chuck und drückt Wilson die blutende Hand auf. Voilà, ein Gesicht! Chuck steckt Wilson in einen Baumstumpf und beginnt, mit dem stummen, geduldigen Beobachter zu reden. Ein paar Zweige als Haare machen den zerknautschten Ball noch menschlicher. Chuck erzählt Wilson Geschichten, meist von Kelly. Er ist nun ein kreativer Mensch, der aus sich selbst schöpft; er beutet nicht mehr andere Menschen und stiehlt diesen ihre Zeit, wie er es in Moskaus Fedex-zentrale vorführte.Chuck als Robinson ist keineswegs glücklicher, wie Leser des Defoe-Romans annehmen würden. Ganz im Gegenteil: Chuck ist abgemagert, sein Gesicht von Leiden zerfurcht. Er ist zwar ein hervorragender Jäger und Sammler geworden, sein Boot zimmert er eigenhändig zusammen, doch die Trennung von den Menschen zehrt an ihm. Deshalb sticht er zusammen mit Wilson in See, sobald die Winde in die richtige Richtung drehen. Diesmal gelingt ihm auch die Überwindung der Brandungswellen, und ein Segel aus einer halben mobilen Toilette bringt ihn rasch 500 Seemeilen voran. Wale besprühen sein auseinanderfallendes Floß. Sturmwellen spülen Wilson über Bord, und Chuck sieht sich vor einer herzzerreißenden Wahl: entweder muss er am Floß festgebunden bleiben oder von Wilson Abschied nehmen. Diese wichtige Szene erklärt sein späteres Verhalten gegenüber der verheirateten Kelly. Hier lernt er nämlich loszulassen, was er liebt, selbst wenn es nur ein Volleyball ist. Er bittet Wilson um Verzeihung. Nach seiner Rettung durch einen Containerfrachter und seiner äußerlichen Wiederherstellung, besucht er Kelly, als deren Familie bereits schläft. Und oh Wunder: Sie wäre sogar bereit, mit ihm zu gehen: Sie bekennt, dass er die große Liebe ihres Lebens ist. Und man erinnert sich: Er hat ihr Verlobungsringe geschenkt, so was (ver-)bindet. Doch er bringt sie zurück zu ihrem Haus. Denn er kann sie nun ebenso loslassen wie einst "Wilson". Er kennt die Kräfte, die Kelly an ihre Familie binden und umgekehrt, und er achtet dies.Später sehen wir ihn an jener symbolträchtigen Straßenkreuzung in der Mitte von Nirgendwo, Texas, stehen, die wir am Anfang sahen, und seinen künftigen Weg suchen. Da kommt lächelnd die Schmiedekünstlerin des Wegs. Wer weiß: Nun da Chuck seine kreative innere Welt entdeckt hat, kann er mit einer Künstlerin durchaus etwas anfangen. Zeit spielt für ihn keine Rolle mehr, und er hätte jemanden, mit dem er sie teilen könnte."Cast Away" ist ganz bewusst als zwei Wörter geschrieben. Ein "castaway" ist ein Schiffbrüchiger oder Ausgesetzter, wie jene zwei Zivilisationsflüchtlinge in dem Film "Eva und Mr. Robinson" mit Oliver Reed. Doch "cast away" bedeutet, dass etwas oder jemand "weggeworfen" wurde. Die Macht, die so was macht, könnte die Natur, das Schicksal oder ein höheres Wesen sein. Und das Opfer ist zum einen sicherlich Chuck und sein früheres Leben, später aber auch die Zwänge, denen er als Controller gehorchte und die er anderen Menschen aufzwang: Zeit, Termine, Leistung, Geschwindigkeit, kurzum: eine Scheinexistenz mit einer Fernbeziehung (Kelly). Diese Zwänge wirft Chuck ab, als er zurückkehrt. Wie schon in "Forrest Gump" steht und fällt der ganze Film mit der Glaubwürdigkeit, mit der Tom Hanks die Hauptfigur verkörpert. Ich kann nur sagen, dass er in seiner Rolle aufgeht und ich sehr beeindruckt war. Man sah nicht ihn, sondern Chuck, den einsamen Robinson. Ist das "method acting"? Falls ja, dann ist das eine geniale Methode.Helen Hunt kommt ein wenig zu kurz als Geliebte der Hauptfigur. Ihre besten Szenen hat sie gegen Ende, als sie wirklich bewegende Entscheidungen fällt. Sie hat mir gut gefallen, aber sie war unterfordert. Ihre beste Rolle hatte sie bislang in "As good as it gets" neben Jack Nicholson zu spielen. Ihre Figur in "Was Frauen wollen" war einfach verlogen und ihr nicht angemessen (natürlich war diese Rolle sehr lukrativ, aber was hat das mit Können zu tun?).Zemeckis setzt hier weniger auf visuelle Effekte wie etwa Postkartenbilder, wie sie eine Südseeinsel en masse zu bieten hätte, sondern auf die Kraft der Story und die Präsenz seines Hauptdarstellers. Die Story wird von Erzählrhythmus und Schnitt wesentlich vorangebracht. Beides ist gut, stellenweise sogar hervorragend gelungen. Die Rondo-Struktur der Erzählung schließt die Story in einem kreis oder in einer Spirale zusammen, in dessen/deren Zentrum jeweils eine Frau steht: zunächst Kelly, später die Künstlerin in Texas. Zwischen diesen beiden Lebenszentren verändert sich Chuck und bewegt sich von Kreis A zu Kreis B weiter - eine Spirale.Ich habe die Leih-DVD angesehen, die das oben aufgeführte Bonusmaterial leider nicht enthält.Ein bewegender, fesselnder Film! Er fesselt nicht nur durch eine gute Story und exzellente Schauspieler, sondern vor allem auch durch die emotionale Intelligenz, sprich: Weisheit, die in der Entwicklung der Figur des Chucks zum Ausdruck kommt. Hier hat offenbar jemand viel von dem verstanden, was die menschlichen Existenzbedingungen ausmacht und geschafft, dies angemessen auszudrücken. Ich kam mir am Schluss nicht belehrt oder verarscht vor, sondern bereichert. Man sollte diesem Film mindestens zweimal sehen, um alles mitzubekommen.Natürlich könnte man sagen: Ach, das ist bloß so\'ne Bekehrungsgeschichte, vom Saulus zum Paulus und so. Die Entdeckung der wahren Werte. Herrje, was soll\'s? Schon tausendmal gesehen. Aber ich glaube, mit dieser (durchaus berechtigten, wenn auch zynischen) Haltung würde man sich diesen Filmgenuss gründlich vermiesen und diesem Film absolut unrecht tun.
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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