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Der Brief des Kosmonauten

Der Brief des KosmonautenDer Brief des Kosmonautennicht beschaffbar
Handlung:Die deutschstämmige Familie Wormsbecher zieht aus Sibirien in eine deutsche Großstadt. Nach einem Familienstreit erfährt Sohn Heinrich, dass er in Wahrheit ein Adoptivkind ist. Er nimmt Reißaus. Auf seiner Flucht fällt er vier illegal in Deutschland lebenden Russen in die Hände. Er begleitet sie auf ihren Streifzügen. In Ruslan, einem der Vier, findet er einen wahren Freund und eine neue Vaterfigur, der sein Leben verändert.
Bewertung:noch keine
zzgl. Versandgebühr 2,50 EUR und Versandkosten. 14 Tage Widerrufsrecht!
Art: DVD Video
EAN:
FSK: 6
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2000
Erscheinungsdatum: 01.06.2003
Anzahl Medien: 1
Regie:Vladimir Torbica
Darsteller:Oliver Bäßler
Luk Piyes
Vsevolod Tsurilo
Darsteller:Eduard Kuular
Ekaterina Medvedeva
Frederik Lau
Walera Kanischtscheff
Land:Deutschland
Regionalcode:2
Genre:Drama
Hersteller:Eurovideo Bildprogramm GmbH
Laufzeit:ca. 93 min
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Kapitel- / Szenenanwahl

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Filmrezensionen
Der Brief des KosmonautenAuthor: Ulrich Behrens
Der „Filmdienst“ sieht in dem Erstlingswerk Torbicas eine „mit zahlreichen Klischees überfrachtete Geschichte, die an ihrem unfertigen Drehbuch krankt und pädagogische Langeweile verbreitet“. Auch die „Welt“ ist enttäuscht, da immer wieder der Kitsch über die Realität siege und „bemühte Stilisierung“ statt Authentizität vorherrsche. „Blickpunkt: Film“ dagegen schwärmt: „Mit wunderschönen Bildern von Kameramann Andreas Höfer wird ein letzter Blick auf Heinrichs Freiheit in der Taiga gewährt, bevor Torbica uns mitnimmt in das düster-enge München. Selten wurde die Isarmetropole so trostlos und bedrohlich gezeigt wie hier – manchmal wähnt man sich gar in den berühmt-berüchtigten ostdeutschen Plattenbau-Wüsten. Und auch die Darsteller verströmen, ganz dem Stoff verpflichtet, nur düsteren Pessimismus.“Gottfried Wormsbecher (Oliver Bäßler) hat es endlich geschafft: Er darf mit seiner Familie, Frau Olga (Katja Medvedeva) und Sohn Heinrich (Frederick Lau) nach Deutschland einreisen. Die Familie ist deutschstämmig und findet in München ein neues Zuhause. Heinrich hat nur eines im Sinn: Er ist begeistert von der Raumfahrt und will Kosmonaut werden. Einem seiner Schulkameraden kauft er eine Astronautenfigur ab. Sein Vater ist von der seiner Meinung nach unrealistischen Träumerei Heinrichs überhaupt nicht begeistert. Als er davon erfährt, dass Heinrich sein Taschengeld für eine Figur ausgegeben hat, wird er wütend, reißt in Heinrichs Zimmer sämtliche Bilder und Zeitungsartikel über Raumfahrt von der Wand. Heinrich ist entsetzt, enttäuscht. Als seine Mutter versucht, ihren Mann zu beschwichtigen, erfährt Heinrich, der das Gespräch der Eltern heimlich belauscht, dass er von beiden adoptiert wurde. Er entschließt sich, sein neues Zuhause, seine Eltern zu verlassen, um seinen Traum, Raumfahrer zu werden, zu verwirklichen.Zur gleichen Zeit fliehen vier junge Russen illegal über die polnisch-deutsche Grenze und landen ebenfalls in München. Ruslan (Luk Piyes) will Musiker werden und in die USA weiterreisen. Sergej (Vsevolod Tsurilo) will ebenfalls nach Amerika und Schauspieler werden. Jurij (Walera Kanischtscheff) träumt von der Fremdenlegion und Dschengis (Eduard Kuular), der Taschendieb, träumt einfach von einem besseren Leben. In einer leerstehenden Hütte in einer Schrebergartensiedlung finden Sie vorerst heimlich Unterschlupf.Nachdem Heinrich seine Eltern verlassen hat, streift er nachts durch das regnerische München, sucht einen Unterschlupf und stößt auf die vier Russen. Die sind gar nicht begeistert von einem 10jährigen Zeugen und setzen Heinrich gefangen. Der erzählt ihnen nicht, dass er aus Russland kommt und ihre Sprache versteht. Ruslan findet den Jungen sympathisch und hält die anderen drei davon ab, ihm etwas anzutun. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Heinrich und Ruslan, der dem Jungen auf seiner Mundharmonika vorspielt. Sie erzählen sich ihre Träume. Als Heinrich merkt, dass die vier Flüchtlinge stehlen, um sich das Geld für Pässe zu besorgen, wird für alle die Situation brenzlig ...Vladimir Torbica erzählt nicht eine Geschichte; er schichtet in seinem Film Thema auf Thema auf Thema: die Problematik von Aussiedlerfamilien, die Schwierigkeiten junger Russen, in ihrer Heimat eine Existenz aufzubauen, ihre Träume zu realisieren, die Probleme Illegaler in einer deutschen Großstadt, die Kindheitsphantasien und Träume eines zehnjährigen Jungen, die ungleiche Freundschaft zwischen jungen Männern und einem Zehnjährigen, die Reaktion von Einheimischen auf Aussiedler, die Denkweise deutschstämmiger Aussiedler, familiäre Probleme zwischen einem strengen, sich für realistisch haltenden Vater, einer gutmütigen, aber hilflosen Mutter und einem Sohn, der adoptiert wurde, davon aber nichts wusste – und und und.„Der Brief des Kosmonauten“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie man ein Drama verhunzen kann. Es gibt keine einheitliche Geschichte, sondern mehrere, die allzu bemüht miteinander verwoben werden. Dass Heinrich von den vier Russen, die zum Teil wegen Desertion mit Gefängnis oder sogar Todesstrafe bedroht sind, falls sie erwischt und ausgewiesen werden, aufgenommen wird, ist zum Beispiel mehr als unglaubwürdig. Die vier haben nichts zu verlieren. Ein Kind hat ihnen als Zeuge gerade noch gefehlt. Wie dann „plötzlich“ Freundschaft zwischen Heinrich und Ruslan entsteht, bleibt unerfindlich.Torbica versucht, durch Versatzstücke undurchdachter bzw. nicht zu Ende gedachter Handlungsabläufe Verbindung zwischen seinen Figuren herzustellen, um dann durch eingeblendete Traumsequenzen obendrein das Poetische mit der Realität verknüpfen zu wollen. Das alles wirkt allzu gewollt, gezwungen, und Frederick Lau, der sicherlich talentiert ist, muss sich durch „seine“ Geschichte mit einiger Mühe hindurch kämpfen. Wenn dann auch noch die Borniertheit und Enge des Vorstands eines Schrebergartenvereins in den Film hinein gequetscht wird, ist das Chaos perfekt.Fazit:Qualvoll und zähflüssig läuft die Geschichte an einem schnurstracks vorbei. Irgendeine Art von Nähe zu den Figuren, Mitgefühl kann dabei kaum aufkommen; es fehlen Möglichkeiten der Identifizierung. Die Figuren bleiben kühl wie die Umgebung, in der sie sich befinden. Ein Film, der schnell wieder vergessen sein wird.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Der Brief des Kosmonauten finden Sie hier.

 

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