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Der Mann, der Liberty Valance erschoss

Der Mann, der Liberty Valance erschossDer Mann, der Liberty Valance erschossnicht verfügbar
Handlung:Der Anwalt Ransom Stoddard ist ein typischer Stadtmensch. Doch seine Vorgesetzten schicken ihn in das rauhe Nest Shinbone, wo der brutale Gangster Liberty Valance die Bevölkerung mit der Macht seines Revolvers terrorisiert. Bald muss Stoddard einsehen, dass Kriminelle dieses Kalibers sich von Vorladungen und Haftbefehlen nicht beeindrucken lassen. Auch von den Einwohnern des Städtchens kann er bei seinem Kampf keine Hilfe erwarten. Einzig der Farmer Tom Doniphon stellt sich auf die Seite des Anwalts. Problematisch wird die Situation, als beide Männer sich in die bezaubernde Hallie verlieben. Am Ende wird der eine mit dem Schurken abrechnen und der andere die Frau erobern...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4010884523157
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1962
Erscheinungsdatum: 10.01.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:John Ford
Darsteller:John Wayne
John Carradine
Lee Marvin
Vera Miles
Jeanette Nolan
Ken Murray
Land:USA
Originaltitel:The Man who shot Liberty Valance (USA 1962)
Regionalcode:2
Genre:Western
Hersteller:Paramount Home Entertainment
Laufzeit:ca. 118 min
Verpackung:Amaray Case
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Tonformat:Englisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Italienisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Untertitel:arabisch
bulgarisch
deutsch
dänisch
englisch
englisch für Hörgeschädigte
finnisch
französisch
griechisch
hebräisch
holländisch
isländisch
italienisch
kroatisch
norwegisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
Der Mann, der Liberty Valance erschossAuthor: Markus Römmele
Leute, die Western als simple Kostümfilmchen ohne Anspruch ansehen, dürften schon seit den fünfziger Jahren ausgestorben sein. Dem Genre geht es wie jedem anderen auch: Es gibt Vertreter mit viel, etwas und gar keinem Grips. Das Dilemma steckt jedoch im Detail: Großartige Zeitkritik, Aussagen von immanentem Realitätsbezug lassen sich nur mit viel Mühe und großen Einschränkungen unter die staubige Krempe eines Cowboyhutes zwängen, weswegen sich viele Western trotz großer Ambitionen auf ein „Seid nett zu Indianern“ oder „Wer zuerst schießt, lacht am besten“ beschränkten. 1961 dann meinte ein Mann namens John Ford etwas zum Thema „Mythos und Wahrheit“ zu sagen zu haben – und drehte „The Man Who Shot Liberty Valance“……der noch heute zu den glorreichen Prunkstücken des US-Western an sich zählt und mit John Wayne und James Stewart zwei der damals angesagtesten Genreschauspieler gegeneinander antreten ließ, Wayne als gewohnt knorrigen Gunman, Stewart als pazifistischen Rechtsanwalt. Der Herr aus dem Titel, Liberty Valance, ist indes ein übler Kerl, der mit zwei Handlangern das Städtchen Shinbone terrorisiert und passenderweise von (einem noch nicht völlig ergrauten) Lee Marvin gespielt wird. Auf der anderen Seite stehen nun Wayne als Pferdezüchter Tom Doniphon und Stewarts Anwalt der Rechte Ransom Stoddard. Ersterer vertritt die Ansicht, dass Valance nur mit einer gehörigen Portion Blei beizukommen sei, während Stoddard – frisch in Shinbone angekommen und auf der Fahrt dorthin übel von Valance misshandelt – die Sache auf „zivilisierte“ Art und Weise regeln will. So entspinnt sich eine Art Freundfeindschaft zwischen den zwei ungleichen Charakteren (die quasi ein Spiegelbild ihrer beiden Darsteller sind, wie sie sich auch im wirklichen Leben gaben) – beide kämpfen auf der gleichen Seite, doch mag der eine die Methoden des anderen nicht recht billigen.Mit kaltblütiger Präzision treibt Regievirtuose John Ford die Story auf den unausweichlichen Showdown zu, allen retardierenden Elementen wie etwa einer durchaus humorig angehauchten Schulstunde, in der Stoddard den analphabetischen Bürgern des Örtchens Unterricht erteilt, oder den Szenen, in der er sich sein Brot als Tellerwäscher verdient, zum Trotz. Und der Showdown kommt – allerdings ganz anders, als es sich der Zuschauer je hätte träumen lassen. Wessen Philosophie nun zum Tragen kommt, als Valance den Colt blank zieht – die von Doniphon oder die von Stoddard – soll hier nicht verraten werden, ebensowenig wer denn nun „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ ist… Und selbst, wenn man glaubt, alles zu wissen, hält Ford immer noch ein As in der Hinterhand, das an unerwarteter Stelle ausgespielt wird und den Zuschauer im Grübeln darüber zurücklässt, wie das weitere Schicksal der beiden Protagonisten ausgesehen hätte, wäre es anders gekommen, als dies nun der Fall war.Für weiteres Konfliktpotential sorgt Vera Miles als liebreizende Jungfer Hallie, auf die Tom Doniphon eigentlich ein Auge geworfen hat und die sich nun doch mehr zu Stewarts zivilisiertem Gentleman-Juristen hingezogen fühlt. Überhaupt ist dies ein Western mit starken, scharf umrissenen Charakteren, die mehr als einmal aneinander geraten: Neben Waynes kantigem Doniphon und Stewart als redlichem Anwalt stechen besonders Lee Marvins abgefeimter Bandit, Edmund O’Brien als versoffener Anwalt und Woody Strode als Doniphons schwarzer Farmgehilfe Pompey hervor. Insgesamt ist das aber doch mehr ein John-Wayne-Vehikel als alles andere: Seine Darstellung des Tom Doniphon gehört zweifellos zu den besten Leistungen des „Duke“ in einem Jahrzehnt, in dem er etliche Karrierehöhe- („True Grit“, „Hatari“, „El Dorado“, „North to Alaska“) wie auch –tiefpunkte („The Green Berets“, „The Greatest Story Ever Told“) zu verzeichnen hatte: das Porträt eines stillen Verlierers, der seine Seelenlage nach außen hin mit kernigen Sprüchen übertüncht. Die Sequenz, in der erkennt, dass er Hallie an Stoddard verloren hat, ist an Eindringlichkeit nicht zu überbieten – einer kurzen Kneipentour folgt ein Höllenritt nach Hause, wo Doniphon seiner Verzweiflung nicht mehr anders Ausdruck zu verleihen weiß als dadurch, dass er die Farm, auf der Hallie nie leben wird, eigenhändig niederbrennt. Gegen Waynes monumentale Darstellung kann sich Stewart, obgleich nicht minder ausgezeichnet, nicht vollends behaupten; das mag aber auch am Drehbuch liegen, das seiner grundsätzlich zu honorierenden Gewaltverweigerung nie wirklich die Bindung zur Realität zu verleihen weiß – wie er den üblen Liberty Valance nun tatsächlich mit Hilfe seines Gesetzbuches unschädlich machen will, erfährt man eigentlich nie.Dafür entschädigt jedoch das in allen Bereichen spielfreudige Ensemble, geführt mit Ford von einem Altmeister des Genres und gebettet in eine sorgsame und bis ins Detail durchkalkulierte Inszenierung (der Showdown Valance-Stoddard ist ein Meisterstück in Sachen Kamera/Schnitt). Die technische Seite des Films verrät Könner in sämtlichen Bereichen am Werk. „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ ist aufgrund seines Mangels an publikumstauglicher Action und seiner Dialoglastigkeit kein Futter für die Massen, die sind mit Wayne-Filmen wie „North to Alaska“ und „The War Wagon“ besser bedient; Cineasten jedoch erwartet ein echter Leckerbissen, der noch dazu mit Intelligenz gesegnet ist und zu regen Gedankenspielen anregt – das ist mehr, als neun von zehn aller US-Pferdeopern von sich sagen können.Zur DVD:Erschienen bei Paramount in sehr guter Bild- und Tonqualität und dazu in restaurierter Fassung (länger als die damalige deutsche Kinoversion und lobenswerterweise komplett in deutsch). Anamorphes Widescreen-Format und die Originaltonspur sind mittlerweile Standard. Als Extra gibt es, wie bei Scheiben dieser Preisklasse üblich, nur den Kinotrailer, was bei einem 40 Jahre alten Film zu verschmerzen ist.Wertung Film: 9 von 10 Punkten.Wertung DVD: 5 von 10 Punkten.Diese Kritik erschien auch bei www.ofdb.de
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Der Mann, der Liberty Valance erschoss finden Sie hier.

 

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