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Druids - Ein Land kämpft um seine Freiheit

Druids - Ein Land kämpft um seine FreiheitDruids - Ein Land kämpft um seine Freiheitim Lager
Handlung:Im Jahre 60 v. Christus ist Gallien von den Römern besetzt. Lediglich der Stamm der Arverner unter Führung des Häuptlings Vercingetorix verweigert die Anpassung an moderne Verhältnisse. Als Romas Statthalter Julius Caesar damit beginnt, gallische Truppen für den Feldzug gegen die Briten zu pressen, gelingt es Vercingetorix, die zerstrittenen Stämme zum Aufstand zu einen. Verräter in den eigenen Reihen sowie die Überlegenheit der römischen Militärmaschine setzen der Rebellion ein tragisches Ende.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4013549870313
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2000
Erscheinungsdatum: 29.04.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Jacques Dorfmann
Darsteller:Max von Sydow
Christopher Lambert
Klaus Maria Brandauer
Bernard-Pierre Donnadieu
Denis Charvet
Ines Sastre
Maria Kavardjikova
Darsteller:Yannis Baraban
Land:Frankreich
Originaltitel:Vercingétorix
Regionalcode:2
Genre:Drama
Hersteller:Splendid Entertainment
Laufzeit:ca. 119 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Filmographien
Kapitel- / Szenenanwahl
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Filmrezensionen
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DruidsAuthor: Hagen Voss
Bad Hair Day in Gallien!Eines der größten Mankos gleich vorne weg: Der look des Films verrät jederzeit seine Entstehungsumstände als TV-Produktion, weil die nett um Akkuratesse bemühten Kostüme und Ausstattungen immer einen Tick zu sauber, bunt und neu wirken, weil es den Schlachten an wirklicher Härte fehlt und weil sie zudem noch so aussehen als ob sie von mehr oder weniger trainierten re-enactors gespielt werden (also Gruppen von Historienfreunden, die in ihrer Freizeit in Uniformen vergangener Zeiten herumlaufen und gewisse Epochen wieder aufleben lassen) und vor allem weil die Bildqualität selbst beständig nach Fernsehen und nach Video aussieht, keine wirkliche Tiefe vermittelt. Das alles wiegt um so schwerer, als dass es sich bei der Lebensgeschichte des Vercingetorix (und um die geht es in Druids) ja nicht um irgendeine beliebige Story handelt, sondern um eine der großen Geschichten aus den Zeiten des römischen Imperiums. Caesar, noch nicht zu den Höhen aufgestiegen, die auf ihn warteten, focht seinen Weg durch Gallien und musste dabei unter anderem den Widerstand der unter Vercingetorix vereinten Stämme brechen. Eine große, blutige Geschichte, von Caesar selbst in prägnanter Schlichtheit, aber sicher auch mit Verzerrungen zu seinen Gunsten ausgeschmückt in De bello gallico dargelegt – eine schriftliche Überlieferung aus Sicht der Gallier gibt es nicht. So muss der Film also die Geschichte eines Mannes erzählen, von dem man nur das weiß, was seine Feinde über ihn hinterlassen haben. Diese möglichen Lücken oder durch die Unterstellungen historischer Quellen hervorgerufenen Einseitigkeiten in der Darstellung des Vercingetorix werden im Film mit den üblichen Mitteln übertüncht: Wir beginnen mit der Kindheit des Helden, in welcher er schon zarte Bande zu einem Mägdelein knüpft, aber auch Verrat in den Reihen seines Stammes erleben muss, der schließlich zur Hinrichtung seines Vaters führt. Unnötig zu erwähnen, dass das Mädchen in späteren Jahren zur holden Schönheit herangewachsen wieder des Helden Wege kreuzen wird und auch unnötig zu erwähnen, dass die mächtige Besatzungsmacht ihre Finger in den mörderischen Intrigen hatte. Das riecht alles schon am Anfang nach Braveheart und das wird sich auch im Laufe des Films nicht ändern. Kann Druids etwas dafür, dass die Geschichten beider Nationalhelden sich ähneln? Nein – aber das heißt nicht, dass den Zuschauer nicht dennoch das Gefühl einer übermächtigen Vorhersehbarkeit ergreift. Die Geschichte eines Mannes, die man als historisch interessierter Mensch bereits kennt, verfilmt zu sehen, ist eine Sache, aber diese Geschichte so verfilmt zu sehen wie ein anderer Film, den ganz sicher jeder Kinofreund kennt, das ist etwas anderes. Man kann dem Film immerhin anrechnen, dass er das Ende Vercingetorix nicht auch noch gezeigt hat, denn auch dieses ähnelte dem von William Wallace frappant: Nach verlorener Schlacht gefangen genommen, eingekerkert (immerhin sechs Jahre!), in Rom hingerichtet. Geschichte wiederholt sich. Als Schwäche des Films wurden bisher der Look und die sicher schwer vermeidbare, aber dennoch störende Nähe zur Geschichte, wie auch zur Umsetzung von Braveheart genannt. Es lassen sich aber noch genügend andere finden: Beginnend bei den Schauspielern – von denen Christopher Lambert eine mäßige Vorstellung mit Aussetzern nach unten gibt (nahezu eklatant schlecht immer dann, wenn er zum versammelten Volk spricht), Klaus Maria Brandauer eine optische Fehlbesetzung für Caesar ist und Max von Sydow sympathisch, aber unauffällig wirkt –, weiter über das Drehbuch – welches unpointierte und wenig originelle Dialoge bietet und seltsame Figuren einführt für die es dann doch keine Verwendung findet (wie Vercingetorix Schwertkampflehrerin/Verbündete/teilweise Geliebte, die mit einem ans asiatische Kino erinnernden Schwertkampf eingeführt wird, dann zur besseren Statistin verkommt und schließlich einen plötzlichen, unmotivierten Tod infolge dümmlichen Herumstehens im Kampfgetümmel findet) –, bis hin zu dem auffälligsten Menetekel des Films, seinen scheußlichen Frisuren. Kommen wir noch mal kurz auf das Drehbuch zurück. Zwischen den späteren Kontrahenten und anfänglichen Verbündeten Caesar und Vercingetorix gibt es einen wirklich gelungenen Dialog. Caesar sagt: „Als Alexander der Große zehn Jahre jünger war als ich es jetzt bin, hatte er die halbe Welt erobert.“ Darauf Vercingetorix schelmisch: „Als er so alt war wie ihr jetzt, war Alexander tot.“ Caesar nimmt’s gelassen: „Ein Grund mehr mich zu beeilen.“ Ein kleiner Schlagabtausch unter Männern, der auf Seiten des Galliers Bildung durchscheinen und auf Seiten Caesars dessen Machtwillen erkennen lässt. Etwas so Präzises findet sich im Film nicht noch ein zweites Mal. Stattdessen sehen wir eine Schlacht, in deren Verlauf Caesar trotz sich abzeichnender Niederlage passiv in der Gegend herumsteht bevor er schließlich doch ganz schnöde flieht (der Mann mag nicht der größte Feldherr aller Zeiten gewesen sein, aber doch zu sehr erfahrener Schlachtenlenker, als dass diese Darstellung zu rechtfertigen wäre), während in der letzten (übrigens per Zeitlupe und „Gladiator“-Trauergesang völlig zerdehnten) Schlacht Vercingetorix scheinbar nichts weiter tut als düsteren Blickes zwischen seinen Mannen umherzuwandeln während diese niedergemacht werden. Die Gründe für die Passivität der Männer in diesen Szenen mögen verschieden sein: Bei Caesar vielleicht mangelndes Interesse der Filmemacher an seinem Verhalten, schließlich ist er nur der Bösewicht, bei Vercingetorix die falsche Einschätzung, dass ein Held auch dann interessant sei, wenn er seine finale Schlacht nicht etwa einmal kurz für einen sorgenvollen Blick durch die Reihen unterbricht, sondern seinen Schlachtbeitrag vollständig in Form eben dieses Blickes ableistet. Das Resultat ist in beiden Fällen gleich: Es wirkt unglaubwürdig und macht die Figuren uninteressant. Wie also bleibt dieser Film über den von den Franzosen vereinnahmten Helden Vercingetorix in Erinnerung? Als sichtbar niedrig budgetierte, kaum originelle, nie fesselnde, unmutige, auf jeden Fall unterdurchschnittliche und in dieser Form unnötige Geschichtsaufarbeitung: Eine Art französisches Braveheart, mit weniger emotionaler Zugkraft, dafür aber mehr grotesk wuchernden Haarprachten. Bleibt nur noch die Frage warum der Film hierzulande eigentlich als Druids verkauft wird. Schon klar, Vercingetorix ist nicht eben der einfachste und verkaufsförderndste Titel, aber muss ein Film, in dem Druiden meistens nur im Singular auftreten (Max von Sydows Rolle) und effektiv nichts zum eigentlichen Kampf beitragen, unbedingt unter diesem Titel verkauft werden?
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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