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Grateful Dawg

Grateful DawgGrateful Dawgim Lager
Handlung:Erstmals im Film zu sehen: Jerry Garcia, Oberhaupt der legendären Kultband Grateful Dead, und Mandolinen-Zauberer David Grisman, Begründer der Bluegrass-Variation "Dawg"-Musik, präsentieren und zelebrieren ihre in drei Jahrzehnten gereifte und perfektionierte Version originär amerikanischer Folk Music. In nie zuvor veröffentlichten Studioaufnahmen, Konzertclips, Home Videos, Backstage-Momenten und Jam Sessions entfaltet sich ein komplexes, musikalisches Universum ebenso wie ein Stück moderner Kulturgeschichte, das von frühen Hippie-Sessions in den 60ern über die "Old &In the Way"-Reunion in den 70ern bis zu den erfolgreichen Garcia/Grisman-Alben in den späten Tagen des Grateful Dead-Masterminds reicht.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4030521329454
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2000
Erscheinungsdatum: 11.02.2003
Anzahl Medien: 1
Regie:Mark Malone
Darsteller:Kiefer Sutherland
Anthony LaPaglia
Radha Mitchell
Daniel Benzali
Lothaire Bluteau
Kay Panabaker
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Musikdokumentation
Hersteller:Columbia Tristar Home Entertainment
Laufzeit:ca. 94 min
Typ:DVD-9
Bildformat:4:3 Vollbild (1.66:1)
Tonformat:Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:deutsch
dänisch
englisch
finnisch
hindi
holländisch
italienisch
norwegisch
polnisch
portugiesisch
schwedisch
spanisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Entfallene Szenen: 7 Interviews, Konzertausschnitte
Filmkommentare: Gillian Grisman, David Grisman
Filmografien: Jerry Garcia, David Grisman
Kapitel- / Szenenanwahl
Musik-Video

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Filmrezensionen
Grateful DawgAuthor: Michael Matzer
Musikdoku nicht nur für Musikologen und Totenköpfe!Die preisgekrönte Musikdokumentation von Gillian Grisman beleuchtet ein wenig bekanntes Kapitel der Musikgeschichte: Der Chef von "Grateful Dead", Jerry garcia, machte immer mal wieder Ausflüge in die traditionelle Folk Music seines Heimatlandes, und zwar des öfteren mit dem Vater der Filmregisseurin, David Grisman.Der Film besteht aus Ausschnitten eines Live-Auftritts der beiden Hauptmusiker plus Band, aus diversen Interviews, Studioaufnahmen und Heimvideos.Der Ablauf ist in Kapitel eingeteilt, so dass eine Art Chronik entsteht, die aber nicht immer der chronologischen Reihenfolge gehorcht, sondern thematisch sortiert ist. Die Chronik beginnt bereits im Jahr 1964, im Kapitel "Early Pickin\'", als sich Garcia und Grisman in West Grove, West Virginia, auf einem Musikerfestival kennenlernten und zusammentaten. Mit Grisman Banjo und Garcias akustischer Gitarre ging\'s zurück zu den Wurzeln der Country Music und des Bluegrass. Wenig später gründeten sie die Band "Old and in the way" (alt und [den Jungen] im Weg).Als "Sweetwater Reunion" trat Grismans Band in den letzten Jahren Garcias auf, mit einem bekannten Konzert. Mit dem Song "Off to Sea once more" wird eine Kapitel über Walfänger- und Seemannslieder eingeleitet, das ein noch unbekannteres Kapitel der Musikgeschichte aufgreift: authentische Sea Shanties, wie sie etwa Ewan MCColl sang.Unter dem Titel "Not for kids only" nahmen grisman & Garcia eine LP auf, die zwar Kinderlieder enthält, diese aber sind nicht nur für Kids geeignet. Dies ist kein Disney-Trallala, sondern wirklich ernstzunehmende Musik, die von Kinderschicksalen erzählt, aber auch Lieder für Kids umfasst. Die Ballade "Jenny Jenkins" etwa handelt von einem Zug.Aus Anlass des Golfkriegs, quasi um die "andere Seite" zu Wort kommen zu lassen, nahmen Grisman & Garcia das Stück "Arabia" auf. Aus einem kubanischen Revolutionslied entwickeln sie eine orientalische Fantasie, die doch einer strengen Grundstruktur gehorcht, um vielen Instrumenten und unterschiedlichsten Melodien eine stabile Plattform zu liefern.Eines der letzten kapitel besteht aus dem Musikvideo "The thrill is gone", in dem Grisman & Garcia im Fifties-Look in einem Nachtclub auftreten: dem "Dawg Club". Das Video ist mit modernster Technik in Schwarzweiß (!) gedreht worden, und der Regisseur weiß einiges dazu zu sagen. "Dawg" ist Grismans Spitzname, und davon leitet sich der Filmtitel ab: "Grateful Dawg" - im Gegensatz zu Gracias "Grateful Dead".Der Schluss kehrt wieder ganz in den Familienkreis der Grismans zurück. Sie erzählen, wie sie Garcia in seinen letzten Jahren erlebten. Dies gerät zu einem Nachruf auf den Meister. Der Konzert-Song dazu: "Friend of the Devil"..."Grateful Dawg" ist sicher nicht die größte Musik-Doku, die je angefertigt wurde. Denkt man an Filme über Bob Dylan ("Don\'t look back") oder die Stones ("Gimme Shelter"), so kann sich "Grateful Dawg" mit ihnen kaum an Relevanz messen. Vielmehr scheint es so, als ob eine kleine eingeschworene Gemeinde von amerikanischen Garcia- und Bluegrass-Freunden diese Doku ermöglicht habe. Es ist ein Werk der Liebe, nicht der Kritik. Hier wird bewahrt, nicht bewertet. Das ist zwar auch wichtig in einer Zeit, die ihr Gedächtnis unter einer anschwellenden Flut von irrelevanten Daten verliert, aber es ist nicht gerade umwerfend, wenn der Zuschauer sich bemüht, Jerry Garcias Werk neue Aspekte abzugewinnen und sie zu bewerten. Die meisten diesbezüglichen Informationen stecken im Regiekommentar statt in den beigefügten Texten.So bleibt neben dem informativen Aspekt vor allem der unterhaltende, der vor allem für die Zufriedenheit mit den Inhalten des Silberlings sorgt. Obwohl kein Konzertfilm, ist ein bestimmter Konzertauftritt von Grisman, Garcia & Band der Rote Faden und das Gerüst, das den Inhalt stützt und vorwärtsbringt. Die Musik von Bluegrass, Shanty, Folk und Arabia-Fantasie sind wohl nicht jedermanns Geschmack, doch wer daran Gefallen findet, dürfte hier gut bedient werden.Der Silberling bietet nicht immer die beste Bildqualität, vor allem dann, wenn dies Bilder aus einem Heimvideo sind. Aber auch die Konzertaufnahmen sind ob der Düsternis, in die die Bühne häufig getaucht ist, nicht ganz optimal dargestellt werden. Positive Ausnahme: natürlich das Musikvideo. In seiner Bildschärfe wirkt es schon geradezu steril gegenüber dem Rest des Materials.Der Ton, wenn er nicht gerade vom Heimvideo stammt, ist hingegen eine andere Sache. Hier hat sich die Regisseurin hörbar bemüht, optimalen Sound zu erzeugen. Dabei stellt ihr das Format DD 5.1 doch etliche Möglichkeiten zur Gestaltung bereit, die sie in mancher Hinsicht zu nutzen weiß. Das heißt aber nicht, dass die Ohren immer von Surround-Sound verwöhnt werden.Fazit:"Grateful Dawg" ist eine Musik-Doku, die sich an bereits Eingeweihte richtet und solche, die den seligen Jerry Garcia zur Genüge kennen, ja, ihn nach Möglichkeit sogar verehren: als Kopf der Gruppe "Grateful Dead", ein einigendes Sprachrohr der Hippie-Generation. Es gab sogar einen Begriff für deren Anhänger: "Deadheads", wörtlich: Totenköpfe (aber wie Spielbergs Film "Catch me if you can" zeigte, ist "Deadhead" auch die Bezeichnung für einen Ersatzpiloten bei der PanAm gewesen). Leider enthält die DVD keine Hinweise auf die "Dead", denn dieses Wissen wird als bekannt vorausgesetzt.So dürften vor allem Fachleute, die quasi musikologisch Bescheid wissen, von dieser DVD profitieren. Laien, also quasi Ahnungslose, dürften dennoch einen gewissen Unterhaltungswert genießen können, denn Musik ist bekanntlich eine universelle Sprache, und hier gibt es noch einiges Neues davon zu hören. Drei von fünf Sternen!
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Grateful Dawg finden Sie hier.

 

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