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Hollywood Boulevard

Hollywood BoulevardHollywood Boulevardnicht verfügbar
Handlung:Die aufstrebende Schauspielerin Candy Rialson kommt in die Großstadt, wo sie gleich auf Talent-Scout Walter Paisley trifft. Der bringt sie bei den Mircle Studios unter, wo man solche Oskar-verdächtigen Werke wie BAD GIRLS IN BOYS TOWN und ATOMIC WAR BRIDES abliefert und wo Regiesseur Paul Bartel schon mal zu Haupdarsteller Godzilla sagt: 'In dieser Szene ist deine Absicht, so viele Leute wie möglich zu zertrampeln' . Noch während Candy versucht, bei ihren Blockbuster Action Filmen den umherfliegenden Autotrümmern auszuweichen, geht ein Killer in den Miracle Studios um. Schon müssen einige der Starlets nicht nur im Film, sondern auch im realen Leben ins Gras beißen. Doch wer tut so etwas? Könnte Candy das nächste Opfer sein???
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4020974147989
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1976
Erscheinungsdatum: 14.11.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Joe Dante
Allan Arkush
Darsteller:Dick Miller
Jeffrey Kramer
Mary Woronov
Paul Bartel
John Kramer
Tara Strohmeier
Billy C. Farlow
Candice Rialson
David Boyle
George Frayne
Darsteller:George Wagner
Jonathan Kaplan
Richard Doran
Rita George
W.L. Luckey
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Komödie
Hersteller:Anolis Entertainment
Laufzeit:ca. 83 min
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Untertitel:deutsch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Audiokommentare mit den Regisseuren Joe Dante und Allan Arkush sowie Jon Davison (Produzent)
Einführung durch Regisseur Joe Dante
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
Hollywood BoulevardAuthor: Michael Matzer
Geklauter Trash mit Kultstatus: Hollywood Boulevard.Candy ist neu beim Film, doch als sie bei Miracle Movies anheuert, durchläuft sie sämtliche Genres des B-Films: eine wahre Filmschule. Diese Schule würde sie auf das künftige Leben als Filmstar gut vorbereiten, wenn es nicht im Filmteam einen mysteriös meuchelnden Mörder gäbe, der einer Darstellerin nach der anderen das Lebenslicht ausbläst. Wird Candy überleben? Wir bangen und zittern mit ihr!Zur Handlung:Hat dieser wilde Streifen wirklich eine Handlung? Mal sehn. Denn die Handlung ist im Grunde Nebensache.Dies sind die Abenteuer des künftigen Starlets Candice Wednesday (gespielt von Filmnackedei Candice Rialson) an einem Ort, der unter dem Label "Hollywood" bekannt geworden ist. In ihrer ersten "Rolle" hat das groß gewachsene Blondchen aus dem fernen Indiana noch Probleme, Film und Wirklichkeit auseinanderzuhalten: Ein Bankräuber spannt sie als Fahrerin bei einem Überfall ein. Die anschließende Verfolgungsjagd ist natürlich aufregend, aber auch ein wenig tödlich, zumindest für die beiden Räuber.Nach diesem Tiefschlag vertraut sich Candice einem Profi an, einem Agenten namens Walter Paisley (Altstar Dick Miller in einer tollen Rolle). Candice landet diesmal bei der Filmtruppe, die sie durch den Rest des Films begleiten wird: Miracle Movies. Motto: "If it\'s a good movie, it\'s a miracle", wo man solche OSCAR-verdächtigen Werke wie "Bad Girl in Boys Town" und "Atomic War Brides" abgeliefert hat.Da ist einmal der durchgeistigte Regisseur (wundervoll abgehoben: Paul Bartel), der gerne Alfred Hitchcock und Roger Corman (den Produzenten dieses Films) zitiert: geniale Parodien. Seine beste Szene findet sich jedoch im Abspann: Er führt ein ernsthaftes, aber absurdes Gespräch darüber, wie die Godzilla-Dame Godzina ihre tiefsinnige Rolle zu gestalten habe. Ein andermal sagt er zu ihr: "In dieser Szene ist deine Absicht, so viele Leute wie möglich zu zertrampeln." Immerhin: Im Abspann wird Godzina geküsst.Und noch während Candy versucht, bei ihren Blockbuster-Action-Filmen umherfliegenden Autotrümmern auszuweichen und nicht über den Haufen geschossen zu werden, geht ein mysteriöser Mörder in den Miracle Studios um. Gleich in der ersten Miracle-Szene sehen wir ein menschenförmiges Loch im Boden. Es ist ein Stuntman, dessen Fallschirm sich nicht geöffnet hat. Mary McQueen (Woronov), die Hauptdarstellerin der Miracle-Truppe, zeigt sich ein klein wenig nervös. Dennoch lässt sie sich mit den drei anderen Darstellerinnen der Miracle-Truppe auf die Philippinen schicken, wo sie in "Machete Maidens" spielt. Am letzten Abend muss wieder eine Schauspielerin dran glauben. In "echt". Der Killer muss ein Mitglied der Truppe sein.Die Sabotage-Aktionen reißen nicht ab. Bei den Dreharbeiten zu "Todesrennen" versagen irgendwelche Motorteile und der futuristische Rennwagen entgeht um Haaresbreite einem Crash. Auch Candy kommt ins Schwitzen und tobt, sie werde die Brocken hinschmeißen. Kurz danach ereilt ihr Kollegin ein finsterer Tod durch einen latexgewandeten Messerstecher. Zum Glück findet Candy den Unterschlupf des Killers im Poolhäuschen. Wird sie sein nächstes Opfer?Na also: Hat sich doch noch so etwas wie eine Handlung gefunden. War aber nicht einfach.Gesamteindruck:"Hollywood Boulevard" gehört wahrscheinlich zu den schlechtesten Filmen, die je entstanden, aber er macht wenigstens Spaß. Außerdem stellt er eine feine Parodie auf Hollywood dar mit einer ganzen Reihe von treffsicheren Seitenhieben.Wie Joe Dante und Allan Arkush in ihrem amüsanten Audiokommentar verraten, drehten sie den Streifen in nur zehn Tagen für schlappe 50.000 Mäuse. Sie wollten ihrem Mentor, dem König der B-Filmer Roger Corman, nämlich beweisen, dass man mit so wenig Geld einen abendfüllenden Spielfilm drehen könne. In diesen zehn Tagen rackerten sie und ihre Crew im Schichtbetrieb von früh (4:30) bis spät (19:00 oder gar nachts - dann wurde der Stromstecker gezogen!).Resteverwertung!Allerdings besorgten sie sich "aus Rogers Garage" Reste von Filmmaterial, das dieser gesammelt hatte: Klassiker des B- und C-Films, die Trashfreunde noch heute in Ekstase versetzen: "Death Race 2000" ist noch das am besten gemachte B-Movie davon. Der Name des Horrorfilmers Mario Bava dürfte auch noch für gespitzte Ohren sorgen. An der Pinnwand von Candys Agent sind Dokumente solcher "Meisterwerke" zu sehen, so etwa auch die Spinnenattrappe aus Jack Arnolds "Tarantula" aus den Fünfzigern. Etwas schockierend kommt folgendes Geständnis: "Wir hatten dieses Material und schrieben die restlichen Szenen darum herum." Was erklärt, warum Candy mit einem 50er-jahre-Amischlitten herumkurvt - das Auto passt zum geklauten bzw. geborgten Material, nicht etwa umgekehrt!Wie den Erfolg sichern?Wie dreht man einen Spielfilm, der auch noch erfolgreich sein könnte? Ganz einfach: Man braucht Gewalt, Autoverfolgungsjagden, mehrere grässliche Monster, Morde am laufenden Band und viel, viel, ich meine: viel erotische Weiblichkeit. Diese Zutaten kombiniere man auf beliebige Art und Weise und übergieße das Ergebnis mit einer Musik, die man aus der Audiothek zusammengeklaut hat. Auf diese Weise entstehen Szenen von schauriger Schönheit, weil Soldatinnen im T-Shirt ganze Heerscharen von Söldnern niedermähen - allen voran die Dominatrix Mary Woronov (sie spielte später die herrische Schuldirektorin in "Rock \'n\' Roll High Scholl"). Außerdem kommt es zu einem Wet-T-Shirt Contest und zu zweieinhalb Vergewaltigungen, wobei das nicht so wörtlich zu nehmen ist: Was da inszeniert wird, ist derart pseudo, dass es einfach lächerlich ist - genau wie der Rest des Films.Ein Film in Schwierigkeiten…Eine Filmkritikzeitung brachte diesen Film auf den Punkt: "Ein Film, in dem fünf Minuten lang Autobahnen und Hinweisschilder zu sehen sind, steckt in ernsthaften Schwierigkeiten." - Das kann man voll unterstreichen. Die Regisseure zählen die parodierte Filmgenres/-szenen/-figuren/-klischees auf: Autoverfolgungsjagden, Horrorfilm à la Bava, Gaunerfilm à la "Bonnie and Clyde", Science Fiction-Film á la "Death Race 2000" (wow: ein Matte-painting!), Söldnerfilme und natürlich jede Menge Sexploitation. Das einzige Genre, das auffallend fehlt, ist der Softporno. Allerdings könnte man auch die Dreharbeiten und das, was der Produzent mit den hübschen Darstellerinnen anstellt, dafür halten.Das erste Rockmusikvideo der Geschichte!Ach ja, das hätte der Rezensent fast vergessen: In diesem Film sieht man das wahrscheinlich erste Rockmusikvideo der Geschichte! Es hat zwar mit dem restlichen Film rein gar nichts zu tun, aber es ist trashig gut. Commander Cody and his Lost Planet Airmen (eine Anspielung auf Science Fiction-Trash) singen "Truckin\', Fuckin\'" (oder umgekehrt) und greifen kräftig in die Tasten und Saiten. Diesen Clip erhielten die Filmmacher gratis dazu, weil die Band hoffte, so ins Kino zu kommen. Der Erfolg war begrenzt: Der Streifen lief laut Kommentar gerade mal zwei Tage im Kino.Unterm Strich:Wer keinen Trash mag, soll diese DVD weiträumig umfahren. Trash-Liebhaber und Filmhistoriker können jedoch ihren Spaß haben, und das nicht zu wenig. Die Macher haben ja so viele Zitate wie möglich in den Streifen gepackt, so etwa Hitchcocks Zitat von "Schauspielern als Vieh", dass sich Filmfreunde häufig an ihre Lieblinge erinnert fühlen werden. Dass ein Monster wie Godzilla aus rechtlichen Gründen (ernsthaft?) in die süße "Godzina" umbenannt wurde, ist nur ein winziger Nebenaspekt.Filmkennern zeigt der Streifen, wie man durch die richtige Schnitttechnik völlig verschiedene Filme, Orte und Themen miteinander verknüpft. Eine wahre Fundgrube für solche Detailinfos ist der Audiokommentar, der zum Glück deutsch untertitelt ist. Hier werden Symbole, Szenen, Klischees und sogar Pannen aufgedeckt: Die Augenklappe des einäugigen (!) Kameramanns sitzt mal auf dem linken, mal auf dem rechten Auge. Solche Pannen sind in Großproduktionen wie etwa "Star Trek"-Filmen auch nicht viel anders.Kurzum: Trash as trash can (huch: ein Kalauer!), aber mit einem parodistischen Ansatz, dass kein Auge trocken bleibt.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Hollywood Boulevard finden Sie hier.

 

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