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Hurricane

HurricaneHurricaneim Lager
Handlung:Er war ein Kämpfer. Ein Champion. Er hätte der Beste sein können. Doch man nahm ihm seine Ehre und seine Zukunft. Der junge Profi-Boxer Rubin "Hurricane" Carter (Denzel Washington) wird des dreifachen Mordes angeklagt und unschuldig zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch sein Stolz bleibt ungebrochen: Im Gefängnis kämpft er um ein Revisionsverfahren - vergeblich. Trotz seiner Aufsehen erregenden Autobiografie und des Engagements von prominenten Zeitgenossen wie Bob Dylan und Muhammed Ali bleibt er hinter Gittern und zieht sich resigniert in sich selbst zurück. Jahre später, als Carter der Außenwelt längst den Rücken gekehrt hat, gibt ihm ein Mensch, den er nie zuvor gesehen hatte, neue Hoffnung: Der junge Lesra Martin (Vicellous Reon Shannon) ist von der tragischen Lebensgeschichte des "Hurricane" so bewegt, dass er sein Leben dem Kampf um Gerechtigkeit für Carter verschreibt. Zusammen mit seinen Freunden Lisa, Terry und Sam (Deborah Kara Unger, John Hannah, Liev Schreiber) arbeitet er fieberhaft und leidenschaftlich daran, die Unschuld von Rubin "Hurricane" Carter zu beweisen...
Preis:* 4,05 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4011846002369
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1999
Erscheinungsdatum: 26.04.2001
Anzahl Medien: 1
Regie:Norman Jewison
Darsteller:Denzel Washington
Liev Schreiber
John Hannah
Deborah Unger
Vicellous Shannon
Land:USA
Originaltitel:Hurricane
Regionalcode:2
Genre:Drama
Hersteller:Buena Vista Home Entertainment
Laufzeit:ca. 139 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:deutsch
englisch
kroatisch
slowenisch
spanisch
tschechisch
ungarisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Deleted Scenes presented by director Norman Jewison (20:18 Minuten)
Kapitel- / Szenenanwahl
Spotlight on location - The Making of The Hurricane (20:05 Minuten)

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Filmrezensionen
HurricaneAuthor: Patrick Joseph
Regisseur Norman Jewinson kann respektvoll und verdientermaßen zur Riege der „alten“ Filmemacher Hollywoods gezählt werden, begann der 1926 in Toronto geborene Kanadier doch bereits in den 60er Jahren erste Arbeiten für die Kinoleinwand zu produzieren. „In The Heat Of The Night“ (1967) und „The Thomas Crown Affair“ (1968) markierten erste Höhepunkte, auf die in den glorreichen Siebzigern des amerikanischen Hollywood-Kinos Filme wie „Rollerball“ (1975) oder „And Justice For All...“ (1979) folgten. In The Hurricane bedient sich Jewinson der wahren Geschichte des Profi-Boxers Rubin Carter, ein Schicksal, das ihn Zeit seines Lebens begleitete, um letztlich im Jahre 1999 ein jüngeres Publikum zu bewegen.Basierend auf Carters Auto-Biographie „The Sixteenth Round“ zeichnet der Film ein intensives, realitätsnahes Abbild des rauen Lebens eines Unbeugsamen, dem durch Selbstgerechtigkeit und Rassenhass, unbeschreibliches Unrecht widerfährt. Rubin „Hurricane“ Carter (Denzel Washington) ist in den 60ern ein gefürchteter Weltergewichtsboxer, der sich im wahrsten und härtesten Sinne des Wortes nach oben gekämpft hat. Aufgewachsen in einer ungestümen Zeit, in einem Land, das sich seiner eigenen Identität nicht bewusst war, keimt eine Rassenproblematik heran, welche den Farbigen Carter für den Rest seines Lebens vorverurteilt. Bereits mehrmals wegen kleinerer Delikte verwarnt oder verurteilt, gelangt Carter über eine Erziehungsanstalt zum Militär und lernt seinen Hass gegen die Welt im Boxring zu entladen, seinen eigenen Körper als Waffe zu missbrauchen, durch Gewalt zu kommunizieren.Jewinson vermischt seine Geschichte, die in erster Linie ein Einzelschicksal beschreibt, geschickt mit zeitgeschichtlichen Aspekten, die zum einen Ausdruck der gesellschaftlich brisanten Situation und zum anderen Beweise als auch Hintergründe für Carters Leidensweg liefern. An dieser Stelle stört keineswegs die Tatsache über das filmisch aktuelle hinaus Zeitsprünge vorzunehmen, die einzelnen Elementen der Charakterzeichnung Carters, sowie anderer Personen, dienen und auch den erzählten Stil der Handlung prägen. Es ist eine Mixtur aus klassischer Erzählkunst mit ihren langsam aufgeschlüsselten Ebenen und der Dynamik jener aus variierenden Perspektiven geschilderten Handlung, zu denen auch die stark an Scorseses „Raging Bull“ (1980) erinnernden, vollständig in schwarz-weiß gefilmten, Boxszenen gehören.Es scheint als könne der ehemals stehlende Kleinganove seinem Schicksal entfliehen und aus der Spirale des Verbrechens rechtzeitig ausbrechen, es ist jedoch die korrupte Polizei selbst, angeführt von Sergeant Della Pesca Paterson (Dan Hedaya), die Carter nicht aus den Augen lässt und ihn nachträglich ins Gefängnis sperrt. Carter schwört sich von nun für immer seine Freiheit zu behalten und nie wieder hinter Gittern zu sitzen, ein Schwur, der im weiteren eher dem Beginn eines Fluchs gleicht. Die Vergangenheit lässt sich nicht ohne weiteres abschütteln, obwohl Carter zu einer bekannten sportlichen Persönlichkeit erblüht und die Weltmeisterschaft im Weltergewicht gewinnt. Aufgrund fadenscheiniger Zeugenaussagen, erpresster Schuldzuweisungen, gefälschter Berichte und mangelhafter Spurensuche wird Carter des Mordes beschuldigt und letztlich zu unschuldig zu lebenslanger Haft verurteilt. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit. Es scheint niemanden zu interessieren.Bis zu Carters endgültiger Inhaftierung, welche das Gefängnis für die nächsten Jahrzehnte zu seiner Heimat macht, gelingt es der Verfilmung in höchstem Maße authentisch und dramatisch brillant für den Aufbau der Handlung zu sorgen, wobei insbesondere die physisch anspruchsvolle Rolle des Boxers in atemberaubender Manier von Darsteller Denzel Washington umgesetzt wird. Eine kraftvolle Interpretation und mimische Leistung, die zurecht eine Oscarnominierung nach sich zog und Washingtons Klasse unterstreicht. Zu diesem Punkt sind die Sympathien im Grunde klar verteilt, so dass selbst ein streitbarer, aggressiver, provozierender, überheblicher Charakter wie der des Rubin Carter, dessen emotionale Eigenschaften nicht verschwiegen werden, durch sein tragisches Schicksal die Zuschauer auf seine Seite zieht.Carter denkt jedoch keineswegs daran sich in sein Schicksal zu fügen oder auch nur annähernd hinzunehmen, dass ihm ungerechte staatliche Instanzen sein Leben aus den Händen reißen. Seine Gefängniszelle verwandelt sich in einen Boxring, in dem Fäuste keine Macht besitzen, nur Worte einen Schimmer Hoffnung bringen, um einen Sieg zu erringen, der bedeutender ist als jeder Titel. Freiheit. Gleichheit. Gerechtigkeit.Norman Jewinsons Film ist großes Erzählkino, das sich zum Ende hin zwar einiger Langatmigkeit hingibt und die faszinierende Intensität der Gezeigten Bilder aus der ersten Hälfte nicht mehr ganz zu erreichen versteht. Ein weiteres Glanzlicht erfährt die Handlung als die Figur des Lesra Martin (Vicellous Reon Shannon) mit seinen kanadischen Freunden Lisa Peters (Deborah Unger), Sam Chaiton (Liev Schreiber) und Terry Swinton (John Hannah) erstmals auftaucht und letztendlich großen Anteil daran hat den Fall von Carter erneut aufzurollen. Es bleibt zwar bis zuletzt völlig unklar aus welchem Grund drei weiße Kanadier einen intelligenten Farbigen bei sich aufnehmen und als eine Art alternative Lebensgemeinschaft zusammenwohnen, für den Verlauf der Handlung ist dies allerdings nicht entscheidend, obwohl ein verwirrter Eindruck zurückbleibt.Geschickt platziert Jewinson den Charakter des Lesra Martin als parallele Figur zu Carter, die im Grunde ähnliche Erfahrung in ihrem Leben gemacht haben und die sich gegenseitig als inspirierende Gleichgesinnte fühlen. Spiegelbilder, durch die zwei verschiedene Personen unterschiedlichen Alters eine Vertrauensbasis schaffen, die letztlich einer Vater-Sohn-Beziehung ähnelt. Die Geschichte von Rubin Carter ist die Geschichte eines scheinbar ewigen Kampfes für Gerechtigkeit und gegen eine Vorverurteilung, welche selbst den unbeugsam scheinenden Kern des Boxers zu brechen in der Lage ist. Carters Schicksal war zur realen Zeit seiner Inhaftierung bereits ein riesiger Skandal und sorgte für unzählige Protestwellen, die jedoch alle mit der Zeit verebbten, da keiner die Ausdauer hatte über den schleichenden Fortschritt des amerikanischen Gerichtswesens hinaus bis zum Ende durchzuhalten. Bob Dylan schrieb ein legendäres Lied über das Schicksal von „Hurricane“, das Jewinson ebenso wie andere historische Fragmente seien es Fernsehaufzeichnungen oder Originalbilder in die Handlung des Films einbaut. Dylan’s gleichnamiger Titelsong ist es auch welcher der gesamten musikalischen Untermalung ihren Stempel aufdrückt, die über den Klassiker hinaus einiges an emotional bewegenden Melodien zu bieten hat. Allen voran jedoch ist es Denzel Washington, dem es eindrucksvoll gelingt die Seele eines Menschen zu porträtieren, der häufig am Boden lag, jedoch nie vergaß wieder aufzustehen.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Hurricane finden Sie hier.

 

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