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Last Exit Reno

Last Exit RenoLast Exit Renonicht beschaffbar
Handlung:Der alternde Profispieler Sydney nimmt sich des heruntergekommenen Joes an. Der braucht 6000 Dollar für die Beerdigung seiner Mutter. Die kann Sidney ihm zwar nicht bieten, aber 50 Dollar und eine Fahrt nach Las Vegas. Dort weiht er Joe in die Finessen des professionellen Spiels ein. Aus der "Zufalls" -Bekanntschaft wird ein Vater-Sohn-ähnliches Team, das erst durch die Casinoangestellte und Hobbynutte Clementine auseinandergerissen wird. Die Geiselnahme eines nicht zahlenenden Freiers ist der Anfang vom Ende...
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4030521246669
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1996
Erscheinungsdatum: 07.11.2000
Anzahl Medien: 1
Regie:Paul Thomas Anderson
Darsteller:Samuel L. Jackson
John C. Reilly
Gwyneth Paltrow
Philip Baker Hall
Philip Seymour Hoffman
Regionalcode:2
Genre:Thriller
Hersteller:Columbia Tristar Home Entertainment
Laufzeit:ca. 98 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Surround
Englisch: Dolby Surround
Französisch: Dolby Surround
Spanisch: Dolby Surround
Untertitel:deutsch
englisch
französisch
spanisch
tschechisch
türkisch
ungarisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Biographien Crew
Entfallene Szenen
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
Last Exit RenoAuthor: Björn Becher
Casinos, rollende Würfel auf dem Spieltisch oder Kugeln im Roulette, Karten, die auf den Tisch fallen, Automaten, in die ununterbrochen Münzen geworfen werden und die zwischendurch dann einmal auch welche ausspucken, viel verlieren, hin und wieder etwas gewinnen, diese Welt hat das amerikanische Kino schon immer fasziniert. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass es viele Genrebeiträge gibt. Sei es in Martin Scorseses „Casino“ (1995), der den Auf- und Abstieg eines Casinobetreibers schildert, oder in Wayne Kramers „The Cooler“ (2003), in dem der vom Pech verfolgte Spieler im Mittelpunkt steht, immer wieder bekommt der Zuschauer die Bilder dieser Glitzerwelt geboten, in der Freud und Leid so nah beieinander liegen, wie vielleicht nirgends sonst auf der Welt.Auch Paul Thomas Anderson, von seinen Fans und mittlerweile auch von der Kritik fast nur noch PTA genannt, hat diese Welt wohl fasziniert. In seinem ersten großen Filmprojekt, das der mittlerweile zweimal für den Oscar nominierte Drehbuchautor und Regisseur 1996 vollendete, liefert diese Welt das Setting für die Geschichte. Doch PTAs Werk unterscheidet sich von vielen Genrebeiträgen. Man kann es zwar durchaus als Spielerdrama bezeichnen, aber damit wird man dem Film nicht ganz gerecht. „Last Exit Reno“ ist ein Blick auf das Leben, kein typischer Film, der eine Story erzählt. Es gibt zwar etwas, was man als „Anfang“ bezeichnen kann und auch etwas, was man durchaus noch ein „Ende“ nennen kann, doch beide haben nicht viel mit dem typischen Anfang und Ende eines Films gemein. Es ist viel vor dem „Anfang“ passiert und es wird noch viel nach dem „Ende“ passieren, denn es ist nur ein Ausschnitt aus dem Leben, vielleicht sogar ein willkürlich gewählter.Am „Anfang“ folgen wir als Zuschauer den Beinen eines alten Mannes. Er heißt Sidney (Philip Baker Hall), ist ein alter Spieler, wohl schon sein ganzes Leben lang. Vor dem Café, auf das er zuschreitet, sitzt ein jüngerer Mann. John (John C. Reilly) hat auch gespielt und alles verloren. 6.000 Dollar wollte er verdienen um das Begräbnis seiner Mutter zahlen können, keinen Cent hat er nunmehr. Sidney lädt John auf einen Kaffee ein und nimmt ihn unter seine Fittiche, gibt ihm 50 Dollar und zeigt ihm die Tricks, mit denen er im Casino mehr daraus macht.Zwei Jahre später sind die beiden ein unzertrennliches Duo. John folgt Sidney überall hin, kleidet sich wie er, verhält sich wie er. Sidney ist sein Vorbild, Sidney ist wie sein Vater. Im Spielerparadies Reno treffen die beiden auf Jimmy (Samuel L. Jackson), einen alten Freund von John, den Sidney sofort nicht leiden kann. Jimmy ist für die Sicherheit in einem Casino zuständig. In Reno treffen sie auch auf die Kellnerin Clementine (Gwyneth Paltrow), die das nötige Geld zum Überleben mit Sex dazu verdient.Das Treffen mit diesen beiden Menschen führt zum Einschnitt in der Beziehung zwischen Sidney und John. Sidney will der hübschen Clementine helfen, John verliebt sich in sie. Eines Abends ruft er Sidney an, bittet ihn zu einem Motel zu kommen, wo er seine Hilfe braucht. Ein Freier von Clementine wollte weniger als ausgemacht bezahlen, sie hat ihn niedergeschlagen und John um Hilfe gebeten. Nun haben sie den Mann als Geisel genommen und wollen das Geld von seiner Frau erpressen. Sidney ist enttäuscht von den Beiden, hilft ihnen aber trotzdem, unerkannt aus der Sache herauszukommen.Doch Jimmy wurde von John über alles informiert. Damit nicht genug, denn Jimmy weiß noch mehr. Er weiß warum Sidney an jenem Tag vor zwei Jahren nicht einfach weiter gegangen ist, als er John gesehen hat, sondern sich seiner angenommen hat. Er kennt ein Ereignis aus der Vergangenheit, wo sich die Wege von John und Sidney schon einmal gekreuzt haben und sein Wissen will er nun zu Geld machen.Das sind die Geschehnisse, die sich in „Last Exit Reno“ abspielen, doch diese „Story“ ist nur ein kleiner Teil des Films. Wer nun einen spannenden Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Große Spannung kommt so gut wie nie auf, wie im wirklichen Leben. PTA zeigt Männer, die rauchen und sich über Banalitäten unterhalten, wie im richtigen Leben. Das ist es, worum der Film sich dreht.Doch auch damit würde man dem Film nicht gerecht werden. Man würde ignorieren, dass hier mit gerade einmal 26 Jahren eins der größten Regietalente seine Visitenkarte abgegeben hat. „Last Exit Reno“ weist stilistisch alles auf, was Andersons spätere Filme, wie sein wohl größter Erfolg „Magnolia“, auszeichnen sollte. Langsame Kamerafahren, die die Personen begleiten, Großaufnahmen der Gesichter, der Rauch der Zigaretten, die sich selbst außerhalb des Bildes befinden, der vor der Kamera hochsteigt. Man hat manchmal den Eindruck einer Übung oder eine Bewerbung von Anderson beizuwohnen, die Produzenten und Studios zeigen soll, was er kann.Zudem ist „Last Exit Reno“ ein klassischer Fall von Schauspielerkino. Vor allem Philip Baker Hall liefert eine grandiose Leistung ab. Die Rolle ist ihm eindeutig auf den Leib geschrieben und der oftmals unterschätzte Schauspieler kann zeigen, was er drauf hat. Mit John C. Reilly darf ein weiterer zu selten beachteter Darsteller, den Anderson auch in späteren Filmen öfter besetzte, brillieren. Dazu Samuel L. Jackson und Gwyneth Paltrow, die in vergleichsweise recht kleinen Rollen überzeugen können. Erwähnenswert ist noch ein kurzer Auftritt von Philip Seymour Hoffman, der in bisher jedem Projekt von Anderson mitwirkte und den Film mit einer schrägen Darbietung bereichert.Bei „Last Exit Reno“ ist es schwer ein Fazit zu ziehen. Wie inzwischen deutlich wurde, ist dies kein gewöhnlicher Film. Eine Story ist zwar vorhanden, aber sie ist nicht der Mittelpunkt des Films. Das Ende kommt urplötzlich, ist auf den ersten Blick unbefriedigend, aber doch nur konsequent. Ein Film, auf den man sich einlassen muss, was vielleicht zu Beginn gar nicht so einfach ist. Wenn man sich die dafür nötige Zeit und Konzentration nimmt, bekommt man einen eindrucksvollen Talentbeweis von Regisseur und Schauspielern geboten, der nicht nur für Fans sehenswert ist.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Last Exit Reno finden Sie hier.

 

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