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Lautlos im Weltraum

Lautlos im WeltraumLautlos im Weltraumim Lager
Handlung:Lovell (Bruce Dern) gehört zu der Besatzung einer Kette von durch das Sonnensystem reisenden Raumschiff-Treibhäusern, die die letzten Bäume und Pflanzen der Erde beinhalten. Er geht seiner Arbeit mit Hingabe nach, doch als aus Kostengründen die Treibhäuser zerstört werden sollen, dreht er durch. Er sprengt die übrige Besatzung ab und führt die Gärten mit Hilfe von Robotern allein weiter. Doch es gibt noch andere Probleme...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 3259190360990
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2002
Erscheinungsdatum: 17.01.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Douglas Trumbull
Darsteller:Bruce Dern
Ron Rifkin
Jesse Vint
Cliff Potts
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Science Fiction
Hersteller:Universal Pictures Germany
Laufzeit:ca. 85 min
Typ:DVD-5
Bildformat:4:3 Letterbox
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Untertitel:deutsch
dänisch
englisch
finnisch
holländisch
norwegisch
schwedisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl

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Filmrezensionen
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Lautlos im WeltraumAuthor: Michael Matzer
Verlogener Öko-SF-Film, karge DVD-Ausstattung.Der Science Fiction-Film bezeichnet eine Wende in der Thematik der Kulturkritik des Genres: Stand zuvor der nukleare Holocaust als Schreckgespenst im Mittelpunkt vieler Filme, so kommt nun der "ökologische Kahlschlag, die Zerstörung der Umwelt" (G. Seeßlen) als neue "Katastrophenangst" hinzu. Die Songs von Joan Baez fordern die Menschen zur Umkehr auf, insbesondere die Jugend zu Beginn der siebziger Jahre. Leider vergebens: am Ende des Jahrzehnts folgte bekanntlich die endgültige Entpolitisierung des Genres - mit "Krieg der Sterne" von George Lucas.Im 21. Jahrhundert hat die Luft- und Umweltverschmutzung, nach anderen Deutungen ein nuklearer Holocaust, den Vegetationsbestand der Erde vollständig vernichtet. Seit acht Jahren umkreist das Raumschiff "Valley Forge" mit seinen Schwesterschiffen unsere Welt. An Bord befinden sich neben dem Botaniker Lowell (dem Helden) drei junge Astronauten - Techniker, die gerne Autorennen fahren. Diese Besatzung soll die in speziellen Glaskuppeln wachsenden Vegetationsbestände sowie Tiere für die Menschheit bewahren, um die Erde eines fernen Tages wieder bepflanzen zu können. Roboter helfen bei den Wartungsarbeiten. Doch während sich Lowell sorgsam als Gärtner betätigt, gehen seine drei Kollegen Großstädtervergnügungen nach, vernachlässigen ihre Pflichten und bringen Lowell ganz allgemein zur Verzweiflung. Als man auf der verseuchten, totalitär regierten Erde den Beschluss fasst, das teure Erhaltungsprojekt aus Kostengründen abzubrechen und die Schiffsbesatzung den Befehl erhält, die Vegetationskuppeln abzusprengen, rastet Lowell komplett aus. Die anderen Schiffe befolgen jedoch den Befehl und kehren zu einer Operationsbasis zurück.Nachdem Lowell vergeblich versucht hat, seine Kollegen von den schrecklichen Folgen dieses Befehls zu überzeugen, gerät er mit dem Astronauten Wolf aneinander, tötet ihn und wird dabei selbst verletzt. Verbittert und wütend sabotiert er den militärischen Befehl und sorgt dafür, dass die anderen beiden Techniker mitsamt den Gartenkuppeln, in denen sie die Sprengladungen gerade aktivieren, vom Raumschiff abgesprengt werden.Da ihn ständig Funksprüche erreichen, die ihm auch das Absprengen der letzten Kuppel befehlen, erfindet er Ausreden und täuscht Schwierigkeiten vor. Sein Schiff ändert den Kurs und nähert sich der Bahn des Riesenplaneten Saturn (das scheint erstaunlich schnell zu gehen). Von einigen Wartungsrobotern (in einem steckt ein Schauspieler, s.o.) verarztet, kehrt Lowell wieder zu seiner Arbeit zurück: dem Gärtnern in der letzten Kuppel.Die Verbindung zur Erde bricht ab. Lowell vertreibt sich die Zeit mit Arbeit, spielt mit den Robotern Karten, hört Musik. Doch die Einsamkeit nagt an ihm, und schließlich merkt er, dass sein Garten zu verkümmern beginnt. Er gerät in Panik und versucht, die Ursache herauszufinden - zunächst ohne Erfolg. Er scheint kein besonders tüchtiger Gärtner zu sein.Erst als das Raumschiff "Berkshire" auftaucht, erfährt er, dass die Pflanzen wegen des fehlenden Sonnenlichts eingehen (!). Er bringt gewaltige Solarlampen in die Gartenkuppel, bemannt sie mit dem letzten intakten Roboter und sprengt sie ab. Er hofft, dass die Menschen sie einst wiederfinden werden. Am Ende jagt er sich mit der zurückbleibenden "Valley Forge" in die Luft. Der Name dieses Schiffs ist kein Zufall: Valley Forge war ein im amerikanischen Sezessionskrieg bedeutsamer Ort. Freeman ("der freie Mann") Lowell kämpft den guten amerikanischen Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit und Überleben noch einmal.Das Beste an diesem Film sind Trumbulls Spezialeffekte. Sie sehen wirklich gut aus. Schließlich war ja Trumbull der SFX-Spezialist für Kubricks Weltraumepos "2001 - Odyssee im Weltraum" (1968). Und John Dykstra entwickelte wenig später die erstaunlichen Effekte für "Krieg der Sterne", der das Science Fiction-Genre revolutionierte und zu einem von Effekten dominierten Genre machte. Dennoch kostete der Film gerade mal 1,3 Mio. Dollar.Doch während sich aktuelle Lexika lobend über diesen Film auslassen, erscheint er dem Rezensenten nicht nur von einer völlig überholten Sentimentalität und Naivität (die Songs von Joan Baez!), sondern in seiner Handlung und deren Begründung unlogisch und verantwortungslos zu sein. Natürlich spiegelt Trumbulls positiv aufgenommenes Werk das Lebensgefühl der Späthippie-Jugend wieder, die nach den Warnungen des Club of Rome und des Buches "Silent (!) Spring" ein ökologisches Bewusstsein entwickelte.Die offensichtlichsten Fehler des Films:- Es wäre billiger, die Raumschiffe im Weltraum zu lassen statt sie sprengen oder wieder in Militärdienst zu stellen. - Der Film nimmt stillschweigend Lowells Morde an seinen drei Kollegen billigend in Kauf. Die Moral ist also fragwürdig.- Lowell versagt als Gärtner, weil er nicht weiß, dass Pflanzen Sonnenlicht benötigen. Das ist unlogisch, da er doch als der letzte Naturschützer eigentlich über das, was er beschützt, Bescheid wissen muss - und über die Gründe für sein Tun.- Wie kann aus einem totalitären Regime ein ökologisch orientierter Astronaut hervorgehen, der Pflanzen- über Menschenleben stellt? Wir erfahren nichts darüber, warum Lowell ein Rebell ist, seine Kollegen aber linientreu. Er ist lediglich die Projektionsfläche für die Wünsche eines bestimmten Publikums. Die Soziologie ist ebenso wenig plausibel wie die Psychologie.- Die wissenschaftlichen Grundlagen der Handlung sind in ihrer Gesamtheit unhaltbar: Woher rührt die Schwerkraft, die die Pflanzen, Menschen und Roboter zum Gedeihen und Funktionieren brauchen? Woher kommt die Energie im allgemeinen und in der strahlenden, abgesprengten Vegetationskuppel im besonderen?- Strahlenschutz? Was für ein Strahlenschutz?Während der Film also im Grunde ein clever gemachtes Märchen ist, das auf die sentimentalen Sehnsüchte eines jungen Publikums spekuliert (und damit Erfolg hat), trägt die DVD selbst nichts dazu bei, den schlechten Eindruck des Films aufzuwiegen: Sie enthält lediglich den Kinotrailer als Bonus. Sonst nichts.Diesen Film können sich Science Fiction-Fans aus historischen Gründen (Thema, Effekte, Musik) antun. Alle anderen Filmfreunde können damit wahrscheinlich nichts anfangen.
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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