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Lost Souls - Verlorene Seelen

Lost Souls - Verlorene SeelenLost Souls - Verlorene Seelenim Lager
Handlung:Seit sie sich selbst einer Teufelsaustreibung unterziehen musste, hat sich Maya Larkin (Winona Ryder) dem katholischen Glauben zugewandt. So unerschütterlich ist ihre Überzeugung, dass sie von Pater Lareaux (John Hurt) sogar für einen Exorzismus an einem verurteilten Frauenmörder ausgewählt wird. Doch die Prozedur schlägt fehl - und Maya erkennt, was sie schon lange vermutet hat: Der Teufel will auf die Erde zurückkehren. Er hat sich den Körper eines Ungläubigen als Hülle ausgesucht, den des charismatischen Schriftstellers Peter Kelson (Ben Chaplin). Dieser hat allerdings für Mayas Verschwörungstheorie nur ein abschätziges Lächeln übrig. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge, und Peter beginnt mehr und mehr zu zweifeln, bis er sich der grausamen Wahrheit nicht mehr verschließen kann. Er sieht nur noch einen Ausweg: Um an seinem 33. Geburtstag nicht vom Antichristen besessen zu werden, muss er sich Maya anvertrauen...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4006680024356
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1999
Erscheinungsdatum: 20.11.2001
Anzahl Medien: 1
Regie:Janusz Kaminski
Darsteller:Winona Ryder
Philip Baker Hall
Elias Koteas
Ben Chaplin
Ashley Edner
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Horror
Hersteller:Kinowelt Home Entertainment
Laufzeit:ca. 94 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS 5.1
Englisch: Dolby Digital 6.1
Untertitel:deutsch
englisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
Lost Souls - Verlorene SeelenAuthor: Michael Matzer
Hallo, du bist der Antichrist!Die Wiederkunft Satans auf der Erde ist nahe, und einer muss der Antichrist sein, der auserwählt ist, seine Ankunft zu ermöglichen. Doch dieser Mann ahnt noch nichts davon. Genauso wenig wie er ahnt, dass sein ganzes Leben eine Lüge ist. Roman Polanski hat es in "Rosemarys Baby" vorgemacht – sein Landsmann Kaminski eifert ihm mit gutem Erfolg nach. "Lost Souls" ist beklemmend und intelligent gemachter Psychohorror.Zur Handlung:Pater Lareaux (John Hurt) nimmt in einer Nervenheilanstalt erfolgreich einen Exorzismus vor, assistiert von Maya Larkin (W. Ryder), die er selbst einmal exorziert hatte. Der Besessene ist ein früherer Arzt namens Henry Birdson, er hat ein paar Morde begangen: an seiner eigenen Familie. Wie gesagt, ist die Teufelsaustreibung ein Erfolg, leider hat der Teufel dabei nur die Behausung gewechselt: Nun ist Lareaux der Besessene. Dumm gelaufen.Um hinter Birdson Geheimnis zu kommen, hat Maya dessen Aufzeichnungen mitgehen lassen. Doch der Zahlencode ist recht einfach zu durchschauen: Der Name "Peter Kelson" lässt sich entziffern. Maya fragt sich: Ist Kelson der nächste Besessene oder der prophezeite Antichrist, der die Herrschaft Satans auf Erden vorbereitet?Peter Kelson (Ben Chaplin) ist der erfolgreiche Autor des Buches "Teuflische Absicht", in dem er über Mörder schreibt und die Schuldfrage erkundet. Er selbst ist Atheist, seit im Kindesalter seine Eltern ermordet wurden. Was er noch nicht ahnt: Er ist das männliche Gegenstück zu Polanskis Rosemary. Er interessiert sich nicht nur für einen neuen Mörder namens Viznik, sondern umgekehrt interesiert sich der Killer auch für ihn. Peters Freundin, die blonde Lektorin Claire, beruhigt seine Nerven.Bei einem Familienessen bekennt er, dass er seit neuestem von der Zahlenkombination "X-E-S" träumt. Das tut auch Maya in einer Horrorvision von Henry Birdson. Sie kontaktiert Peter und nimmt ihn zu Birdson mit, der den Antichrist ankündigte. Sie verrät ihm noch nicht, dass Peter derjenige ist. Als sie ihrem Freund John im Priesterseminar ihren Verdacht gegen Peter mitteilt, fackelt John (Elias Koteas) nicht lange: Er versucht, Peter auf einer mondänen Party vor allen Leuten zu erschießen. Leider zögert er eine Sekunde zu lange und wird überwältigt, wobei ihm Peters Freund das Genick bricht. Ganz dumm gelaufen. Offenbar kann niemand den Antichristen aufhalten.Als Peter herausbekommt, woher Pater John kam, stößt er auf Maya und stellt die Französischlehrerin zur Rede. Sie kann nicht mehr anders: Sie enthüllt ihm, dass die griechischen Buchstaben X-E-S für die arabischen Zahlen 6-6-6 stehen und dies offensichtlich die "Zahl der Tiers" sei, das Symbol Satans. Und er, Peter, sei der von Satan Auserwählte. "Sie" würden ihn "übernehmen", ob er wolle oder nicht. In Pater Johns Wohnung findet sie den letzten Hinweis: Die "Wandlung" werde an Peters 33. Geburtstag erfolgen (Jesus starb in seinem 33. Lebensjahr), in seiner Geburtsstunde."Mein Gott: Das ist bereits morgen!"Es bleibt nur wenig Zeit, das Wie, Wann und Wo der Wandlung herauszufinden und sie zu verhindern. Es gilt, noch einige Geheimnisse zu lüften und dann schnell zu handeln. Wird es Maya und Peter gelingen?Gesamteindruck:"Lost souls" ist ein sehr stimmungsvoller und spannender Mystery-Thriller. Die Bilder, die Kaminski mit seinem Kameramann gefunden und dann behandelt hat, ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Es ist eine andere Dimension der Wirklichkeit, eine Hyperrealität, in die einen der Film entführt. Der Hauptgrund dafür ist die spezielle Farbbehandlung, die laut Regiekommentar dazu führte, dass alle Farben gebleicht und ihnen das Rot entzogen wurde. Dies ist also meist eine kalte oder kühle Welt, zumindest außerhalb von Gebäuden. Innenräume hingegen sind dezent in warmes Sepiabraun getaucht, das jedoch seinerseits leicht künstlich wirkt.Die Figuren bewegen sich in dieser Hyperrealität, als würden sie sich etwas Unheilvollem, lediglich Geahntem nähern. Dies ist natürlich der D-Day von Peters 33. Geburtstag. Als Omen werden daher die Vorzeichen wichtiger als das Ereignis selbst: Pentagramme, Exorzismen, Codes, Bücher – man glaubt sich in die Welt von "Der Name der Rose" versetzt. Auch der Mysterythriller "Revelation" bedient sich dieses Plot-Elements. Die Zahl 666 spielte bereits in dem Klassiker "Das Omen" eine wichtige Rolle, nachdem "Der Exorzist" eine erste Horrorwelle ausgelöst hatte. Insofern greift "Lost souls" auf bewährte Rezepte zurück. Es sieht nur alles viel besser aus als je zuvor.So gut die Schauspieler auch agieren, so schwer fällt es ihnen dennoch, das wahre Grauen zu vermitteln, das die Ankunft Satans auf Erden bedeuten könnte. Selbst als Peter seine wahre Herkunft erfahren hat und allmählich beginnt, die Vorzeichen mit seiner Herkunft in Zusammenhang zu bringen, so fragt er sich doch an keiner Stelle, ob er a) an Satans Existenz glaubt und b) ob Satans wirklich so schlimm ist, wie alle behaupten. Dies ist die grundlegende dramaturgische Schwäche des Films: Wir ahnen, dass da was Böses kommt – die exorzierten Verbrecher, allen voran Birdson, belegen das anschaulich. Das bedeutet aber noch nicht, dass uns das irgendwie beeindruckt. Schließlich glauben wir weder an Gott noch an Satan, sondern an die Wissenschaft und die Macht der Publicity, nicht wahr? Satan hat leider eine ganz schlechte Publicity und sollte dringend etwas wegen seines Images unternehmen. Demgegenüber könnte man jedoch behaupten, er sei gerade deshalb so erfolgreich, weil keiner glaube, dass es ihn gibt.Jedenfalls war Polanski in "Rosemarys Baby", auf das Kaminski mehrmals verweist, schlauer als dieser Streifen: Er zeigte den Teufel leibhaftig, zwar nur ultrakurz, aber immerhin. In "Lost souls" jedoch kommt es dazu gar nicht, sondern die Paranoia gewinnt bereits im Film selbst. Die gewünschte paranoide Reaktion des Zuschauers wird somit vorweggenommen und stellvertretend ausgeführt. Was hat der Zuschauer davon? Ein erleichtertes Gemüt vermutlich, aber den Horror des Films nimmt man nicht nach Hause, sondern lässt ihn im Kino zurück. Klappe zu, Affe tot. In den Testvorstellungen haben die Zuschauer laut Kaminski geklatscht.Die DVD bietet nicht nur exzellente Bildqualität, sondern auch sechskanaligen DTS-Sound. Der ist auch willkommen, denn es gilt, die Qualität eines sehr schönen Soundtracks zusammen mit ausgetüftelten Geräuschen und Klängen (der Soundscape) wiederzugeben. Wer\'s richtig gruselig haben will, muss nur die Lautstärke ordentlich aufdrehen.Die geschnittenen Szenen, die Kaminski optional kommentiert, bringen ein paar zusätzliche Informationen, bremsen aber den Fortgang der Handlung in der Tat aus – das wurde korrekt erkannt. Eine alternatives Ende gibt es nicht. Die Filmografien sind genau das und nicht mehr: Kurzbiografien und Listen. Ein Making-of fehlt ebenso wie ein Behind-the-scenes.Am wichtigsten und wertvollsten ist mit Abstand der Audiokommentar des Regisseurs und seines Kameramanns. Die beiden Profis erzählen von der Entstehung und Herstellung zahlreicher Filmaspekte, etwa der Drehorte und der Farbbehandlung. Leider gehen sie an den wenigsten Stellen auf das Filmgeschehen ein, so dass dessen Interpretation stets dem Zuschauer überlassen bleibt.Fazit:Entweder glaubt man an Satans Existenz oder nicht. Diese Frage entscheidet darüber, ob man diesen gediegen inszenierten Mysterythriller mag oder nicht. Ist Satans Wiederkehr möglich, so ist die Hauptfigur des Films, Peter Kelson, der Antichrist, ohne es zu ahnen. So soll der Film funktionieren und tut es auch. Lehnt man diese Prämisse jedoch ab, dann wird man sich schon nach einer halben Stunde tödlich langweilen. Es gibt weder viel Action (von einem Attentat, mehreren Toten und einer Verfolgung abgesehen) noch irgendwelchen Sex. Die FSK-16-Freigabe gründet sich demnach entweder auf den Gewaltgehalt des Films oder auf die religiöse Problematik – schließlich soll Satan nicht auf jeden 12-jährigen losgelassen werden, oder?Die DVD zu "Lost souls" ist insgesamt gesehen ihr Geld wert, denn selten gab es so einen gut produzierten Mysterythriller mit so hochkarätigen Schauspielern. Dennoch lässt der Film den Eindruck zurück, als fehle noch der rechte Pfiff – siehe oben. An "Rosemarys Baby" reicht er jedenfalls nicht heran.PRO: stimmungsvoll & gut fotografiert, etliche Überraschungen & Tote, Regiekommentar.Kontra: mittelmäßige Darsteller, zu wenig Spannung, kein gelungener Schluss, kein Making-of.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Lost Souls finden Sie hier.

 

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