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Lucky Town

Lucky TownLucky Townim Lager
Handlung:Angeödet von deren verlogener Spießerexistenz zeigt Provinzblümchen Lidda Mutti und Pflegevati den Effenberg und braust mit Zufallsbekanntschaft Colonel geradewegs nach Las Vegas, wo sie ihren als professionellen Pokerspieler tätigen und seit ca. zehn Jahren abgängigen Vater aufzustöbern gedenkt. Vatis Clinch mit einem verfeindeten Strip-Club-Besitzer sowie eine Riege ungnädiger Gangster, die sich auf der Spur ihres Begleiters befinden, sorgen dafür, daß Liddy dabei nie langweilig wird.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 8712806026109
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2002
Erscheinungsdatum: 30.09.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Paul Nicholas
Darsteller:Kirsten Dunst
James Caan
Darsteller:Vincent Kartheiser
Regionalcode:2
Genre:Abenteuer
Hersteller:Best Entertainment
Laufzeit:ca. 97 min
Typ:DVD-5
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Kapitel- / Szenenanwahl

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Filmrezensionen
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Lucky TownAuthor: Günther Lietz
So viele talentierte und begabte Schauspieler in einem ziemlich nichtssagendem Streifen - das schmerzt!An ihrem achtzehnten Geburtstag beschließt Lidda (Kirsten Dunst) ihren Vater Charlie Doyles (James Caan) zu suchen, einen bekannten Pokerspieler. Unterwegs gabelt sie aus einer Laune heraus den Nachwuchsspieler Colonel (Vincent Kartheiser) auf, der hohe Schulden hat.Die beiden jungen Leute fahren nach Las Vegas, lernen sich kennen und lieben. Doch in Vegas erliegt Colonel der Spielsucht und verzockt Liddas Geld. Es kommt zwischen den beiden zum Streit, aber wenigstens findet Lidda ihren Vater. Der steckt selbst bis zum Hals in Schwierigkeiten, da er einen alten Bekannten bei einem Pokerspiel ausgenommen hat - und dieser hat seinen Killer (Luis Guzmán) losgeschickt, um Charlie zu erledigen ..."Lucky Town" zeigt zwei verschiedene Geschichten, die doch miteinander verflochten sind. Da wäre, zum Einen, die junge Beziehung zwischen Lidda und Colonel. Zum Anderen ist da Charlie, ein gealterter und im Leben gescheiterte Spieler, der den Ärger förmlich anzieht. Er verkörpert genau das, was Lidda und Colonel zukünftig erwartet, falls sie ihr Leben nicht ändern.Der Trip nach und durch Las Vegas, entpuppt sich dementsprechend als Selbstfindung der jungen Liebe, hat dabei aber weder Hand noch Fuß. Vom Stil her versucht Regisseur Paul Nicholas an Filme wie "Vegas" oder "Pulp Fiction" heranzureichen, aber sein krampfhaftes Bemühen ist zum Scheitern verurteilt.Anstatt einer strikten Linie zu folgen, kommt Nicholas vom Weg ab, verfängt sich in Belanglosigkeiten und lässt seinen Blick kreisen, anstatt ihn zu fokussieren. So wirkt das Zusammenkommen von Lidda und Colonel stark konstruiert und Liddas Suche in Las Vegas unglaubwürdig.Gleiches gilt für die Atmosphäre. Auf der einen Seite finden sich Gewalt, Drogen und Titten. Auf der anderen Seite steht Kirsten Dunst, eine süße Darstellerin, die ziemlich gut aussieht. Doch sobald sie ins Bild kommt schaltet Nicholas seinen Film sofort zurück und präsentiert dem Zuschauer eine fast züchtige Hauptdarstellerin, die kaum ins gewählte Milieu passt. Selbst ihr Auftritt als Stripperin gestaltet sich als lieblich und Kirsten Dunst im knappen Engelskostüm ist kaum erotisch, sondern - viel mehr - einfach nur nett anzusehen.Nicholas schafft Kontraste, die den Film zerstören. Hier eine heiße Zehn-Sekunden-Nummer auf dem Billardtisch, dort verschüchterte Küsschen und eine Abblende, bevor es Dunst richtig an die Wäsche geht.Es kommt schnell das Gefühl auf, einen halbgaren Streifen zu sehen, bei dem sich der Regisseur einfach nicht getraut hat Gas zu geben. Schade, denn Darsteller wie James Caan schreien förmlich nach Thrill, Action und scharfen Einlagen. Aber auch hier gibt es nur halbherziges Geballere und einen Killer mit Bierbauch, der kaum an Terentinos "Pulp Fiction"-Killerduo Jackson-Travolta herankommt, obwohl er dies wohl soll. Luis Guzmán als Jimmy der Killer ist nicht cool, sondern witzlos langweilig.Trotz allen Problemen die der Film hat, ist der Streifen ansehlich. Dunst ("Interview mit einem Vampir", "Spider-Man", "Girls United") und Kartheiser ("Angel - Jäger der Finsternis") sind ein kontrastreiches Pärchen, deren Zuneigung glaubhaft erscheint und berührt. Beiden jungen Darstellerin gelingt es den Film gerade noch zu retten. Sie besitzen den nötigen Biss, um Nicholas\' Unvermögen wieder herauszureißen. Gleiches gilt für Caan, der zwar schon in besseren Rollen zu sehen war ("Rollerblade" und die Trilogie "Der Pate" bleiben unvergessen), der aber auch in Lucky Town eine halbwegs gute Figur macht. Seine dramatische Sterbeszene ruiniert die Sache aber wieder - sie ist nämlich unfreiwillig komisch, da Nicholas mit dämlichen Bildern arbeitet, die vor allem den Kennern von guten Thrillern und Actionfilmen sauer aufstoßen.So kniet Dunst als gefallener Engel (und das ist wörtlich zu nehmen) über ihrem sterbenden Film-Daddy, der sie mit den letzten Atemzügen auffordert den Fernseher mitzunehmen. Zugegeben, da ist das Geld drin, aber es ist einfach platt. Glücklicherweise verzichtet das Drehbuch darauf, dass Lidda und Colonel das Geld finden, sondern lässt den beiden Zeit zur Selbstfindung und. So gibt es, zum Abschluss, noch eine kleine moralische Botschaft.Besonders ärgerlich am Film fällt die Synchronisation auf. Die Stimmen klingen einfach nach Studioatmosphäre und der Hintergrund ist sehr geräuscharm. Auch die Schüsse der Pistolen und Revolver wirken künstlich. Schade, da hätte das Synchronisationsstudio mehr machen können."Lucky Town" ist zwar kein erstklassiger Film, gehört aber zur Kategorie: "Kann man sich mal ansehen". Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.Die DVD aus dem Hause Cultmovies entpuppt sich übrigens als billige Plastikscheibe, bei der man froh ist, dass überhaupt ein Menü existiert. Neben dem Hauptfilm, einer öden Diashow und der Kapitelanwahl (es sind genau achtzehn Kapitel), gibt es einfach nichts mehr. Der DVD-Besitzer kann noch nicht mal eine Sprache, ein Bildformat oder gar ein Tonformat auswählen. Hier wurde nichts investiert, um den Streifen wenigstens auf der Silberscheibe aufzuwerten. Glücklicherweise ist der Ton ordentlich und das Bild passabel. Für die DVD gilt auf jeden Fall: Das Klassenziel fast verfehlt!
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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