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Magnolia

MagnoliaMagnoliaim Lager
Handlung:Magnolia - das ist der Name eines großen Boulevards, der mitten durch das San Fernando Valley führt. An einem ereignisreichen Tag kreuzen sich hier die Wege von neun empfindlich verletzten Seelen. So liegt Familienpatriarch und Fernsehmagnat Big Earl Partridge (JASON ROBARDS) im Sterben. Und während seine Frau Linda (JULIANNE MOORE) an dem bevorstehenden Verlust zu zerbrechen droht, möchte Partridges Pfleger Phil (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) den letzten Wunsch des alten Mannes erfüllen: Er will dessen verlorenen Sohn Frank ausfindig machen. Aber Frank T.J. Mackey (TOM CRUISE), ein berühmter und egozentrischer Sex-Guru, hat ein für alle Mal mit dem Vater gebrochen. Auch Jimmy Gator (PHILIP BAKER HALL), Moderator von Partridges erfolgreichster Game-Show, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat - und seine entfremdete Tochter Claudia (MELORA WALTERS) will ebenfalls nichts von einer Aussöhnung wissen. Dafür merkt die junge kokainabhängige Frau, dass sie ihr Herz an den unsicheren L.A.-Cop Jim Kurring (JOHN C. REILLY) verliert. Währenddessen hadert auch das Gameshow-Wunderkind Stanley Spector (JEREMY BLACKMAN) mit seinem ehrgeizigen Vater. Und Donnie Smith (WILLIAM H. MACY), einst wie Stanley als Kindergenie gefeiert, findet sich vor den Trümmern eines verkorksten Lebens wieder. Dann beginnt es zu regnen...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4006680021225
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1999
Erscheinungsdatum: 26.01.2001
Anzahl Medien: 2
Regie:Paul Thomas Anderson
Darsteller:Tom Cruise
William H. Macy
Julianne Moore
Philip Baker Hall
Jason Robards
Jeremy Blackman
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Drama
Hersteller:Kinowelt Home Entertainment
Laufzeit:ca. 180 min
Typ:DVD-9
Verpackung:Amaray Case
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Deutsch: Dolby Surround
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:deutsch
englisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:2 DVDs
Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer
Making Of
Musikvideo(s)
Starinfos
TV-Spots

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Filmrezensionen
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MagnoliaAuthor: André Kuhlemann
„Magnolie, die (benannt nach dem franz. Botaniker Magnol, gest. 1715), Gattung aus der Familie der Magnoliaceen, schöne Bäume und Sträucher mit meist großen und ganzrandigen, immergrünen oder abfallenden Blättern und großen, endständigen weißen, roten oder blauroten, wohlriechenden Blüten,...“Das sagt also das Lexikon über Magnolien, aber was diese Blüte besonderes ausmacht erfährt man auch hier nicht. Aber egal ob aus Stahl oder nicht, sie ist und bleibt hart und zerbrechlich zugleich.Der nach dieser zarten Blume benannte Film beschreibt episodenhaft einen alles verändernden Tag im Leben von 10 Menschen im San Vernando Valley. Wo erfüllte Träume und zerplatze Seifenblasen so nah aneinander liegen, wie nirgendwo anders.Earl Partridge (Jason Robards) - Er ist nicht nur reich, sondern auch durch einen Lungentumor todgeweiht: Sein sehnlichster letzter Wunsch ist seinen Sohn wieder zu sehen, mit dem er sich vor langer Zeit zerstritten hat. Gepflegt wird der alte Mann von:Phil (Philip Seymour Hoffman) - Der Krankenpfleger versucht mit allen Mitteln Earl zu helfen, seinen Sohn wieder zu finden.Linda Partridge (Julianne Moore) - Erst als ihr Mann Earl im Sterben liegt merkt sie wirklich, wie sehr sie ihn liebt und verfällt der Tablettensucht.Frank Mackey (Tom Cruise) - Er ist ein selbsternannter Sexguru und TV-Star und zieht damit sehr erfolgreich durch die Gegend. Wird er seinen Vater vor dessen Tod wiedersehen wollen?Officer Jim Kurring (John C. Reilly) - Er ist genauso einsam wie alle anderen hier, doch wie das Schicksal so will lernt er eine Frau kennen, die aber ein Geheimnis hat, diese Frau ist:Claudia Gator (Melora Walters) - Sie ist kokainsüchtig und steigt (un)gerne schon mal mit Fremden Männern ins Bett, doch warum sie ihr Leben nicht in den Griff bekommt, weiß nur ihr gehasster Vater:Jimmy Gator (Philip Baker Hall) - Er ist Quizmaster der erfolgreichen Kindersendungen „What do kids now“, lebt ein scheinheiliges Eheleben und ist ebenfalls an Krebs erkrankt.Rose Gator (Melinda Dillon) - Als sie erfährt warum die Tochter ihren Vater hasst, möchte sie sich mit ihr versöhnen, doch was wird aus ihrer Ehe?Stanley (Jeremy Blackman) - Er ist momentaner Champion der oben genannten Quizshow und auf dem besten Wege den Rekord zu brechen, doch er leidet nicht nur darunter, dass sein allein erziehender Vater ihn nur wegen seines Quizerfolgs zu lieben scheint, sondern zudem hat er auch eine schwache Blase.Donnie Smith (William H. Macy) - Er ist der mittlerweile erwachsene Rekordhalter der Quizshow und wird noch heute, Jahrzehnte später darauf angesprochen, doch dieser Gewinn war wohl sein einziger Erfolg im Leben. Er verliert nicht nur seinen schlechten Job, sondern kann auch nicht seine wahren Gefühle für den muskulösen Barkeeper seiner Stammkneipe zeigen.Man sagt immer Robert Altman sei der Meister des Episodenfilms und sein „Short Cuts“ wäre darin die Offenbarung. Die Frage dazu: Altman wer? Short Cuts was? Nie gehört!Natürlich kennt man sowohl Altman als auch seine Filme, aber P.T. Anderson hat mit Magnolia wohl die neue Referenz in diesem Genre geschaffen.Der Film fängt überraschend, ungewöhnlich an. Die ersten fünf Minuten sind die wahrsten Minuten des folgenden Films und wirken doch so unwahrscheinlich. Anderson rechtfertigt mit diesen wenigen Szenen die komplette Story seines Films. Er zeigt dort drei wahre Geschichten, die sich wirklich so zugetragen haben sollen, die aber auch so unglaublich erscheinen, dass man sie nicht für möglich hält.Anderson hatte wohl Angst, dass man seinem Film Unglaubwirklichkeit unterstellen könnte, und so sagt er ganz klar, wenn diese drei wahren Geschichten so passiert sind, wieso sollten dann die Zufälle und Schicksale in diesem Film nicht auch so passieren können. Auch wenn sich die einzelnen Geschichten alle miteinander verweben, haben die Menschen alle ein eigenes Schicksal und so was zu erzählen braucht Zeit und die nimmt sich der Regisseur auch. Drei Stunden Drama ist eine Menge für unser Sitzfleisch, aber keine drei Sekunden Langeweile kommen hier je auf. Keine Szene ist überflüssig, jede Sekunde, die man sieht, möchte man nicht vergessen. Amerikanische Dramen bieten oft genug überdramatisierte Leidensszenen, die den Zuschauer wach halten sollen, ihn mit theatralischer Musik bewegen möchten, doch Anderson hat dies in seinem Film kaum nötig. Keine überspitzte Dramaturgie, sondern leise Töne, die dadurch viel intensiver wirken und mehr in uns bewirken als Tragiküberfluss. Dies kann nur durch ein talentiertes Schauspielensemble gewährleistet werden, so dass Musik und Optik nicht die Akteure kaschieren muss.Man hat hier noch nicht einmal Zeit darüber nachzudenken, ob dieser Film langweilig sein könnte, denn man möchte nichts verpassen. Emotionen gibt es hier im Überfluss, Hass und Wut bevorzugt. Hat man in „normalen“ Filmen 2-3 Personen mit denen man mitfühlt und leidet, hat man hier mindestens das dreifach als Identifikationspotential. Egal ob man die Taten der Personen hasst, sie bemitleidet, weil sie einsam sind, oder mit ihnen enttäuscht wird, man leidet mit allen mit, da kein Zeigefinger erhoben wird. Gut oder Böse gibt es nicht, da der Regisseur nicht verurteilen weil und nur Leiden aufzeigt.Doch wie schafft man es, in all dieser Traurigkeit und Tragik doch nicht in abgrundtiefen Kitsch zu verfallen? Mit ironischer Tragik, sarkastischer Ehrlichkeit und einer abgedrehten Storyverknüpfung.Über diesen Film könnte man stundenlang diskutieren. Vor allem würde die Welt gerne etwas über P.T. Andersons Kindheit erfahren, denn in diesem Film sind sämtliche Väter die Ursachen jeglichen Übels. Ist dieser Film eine Kindheitsbewältigung des Regisseurs? Erforschenswert. Aber auch sonst liefert der Film interessante Aspekte. Ist jeder Mensch wirklich einsam und schafft diese Einsamkeit eine Gemeinsamkeit?Dramen sind dröge und trist gefilmt! Konnte man meinen, bis im Jahr 2000 gleich zwei Filme auf die Leinwand kamen, die mit diesem Vorurteil aufräumten. American Beauty war der eine, Magnolia eben der andere. Vor allem am Ende wünscht man sich, dass der Bilderregen niemals aufhören möge, aber auch die 2 ? Stunden davor wirken sehr warm und persönlich und sind oft gerade durch ihre Einfachheit genial. Der Film hat durchaus Ähnlichkeiten zu P.T. Andersons oscargekröntem vorherigem Film „Boogie Nights“: Eine Menge verwobener Geschichten, die irgendwie zusammenfinden und von einem genialen Ensemble getragen werden. Trotzdem ist er komplett anders, denn gab es bei „Boogie Nights“ noch eine Hauptgeschichte und einige Nebenhandlungen, ist hier jede Handlung beides, keiner wurde mehr Bedeutung gegeben als der anderen. Zudem ist „Boogie Nights“ eine bunte, knallige Zeitreise in die „funky 70ies“ und das ist Magnolia natürlich auf keinen Fall.Das Ende. Wieder einmal kann nur ein Wort fallen: GENIAL. Jeder weiß, dass Regen die Luft reinigt, aber was Anderson uns hier als Regen bietet ist sicherlich kein Tropfen Wasser auf den heißen Stein, sondern eine biblische Plage, führt aber auch zusammen und verbindet, ganz nach dem Motto „Für mich soll’s grüne Frösche regnen“. Gänsehaut und Erstaunen sind hier vorprogrammiert. Die Musik. Zwar gibt’s hier ein paar altbekannte Lieder, aber neben der stimmigen Hauptscore von Jon Brion bewegt vor allem das von Aimee Mann gesungene Titellied „Save me“. Und wenn gegen Ende des Films alle Schauspieler anfangen mitzusingen und man sich wie in einem Videoclip vorkommt, weiß man, dass nur ganz wenige Regisseure so ein Wunder zustande bekommen, ohne daran zu scheitern.Fazit:Ein Fazit fällt nicht schwer. Anschauen und genießen. Boogie Nights war kein Einzelfall, sondern anscheinend nur eine Aufwärmübung. Hier haben wir genug Action, aber keine Explosionen oder Verfolgungsjagden, sondern pure emotionale Action. Jede einzelne Szene jedes einzelnen Schauspielers ist ein Meisterwerk. Und bitte nicht von der Länge abschrecken lassen. Die Zeit vergeht wie im Flug… oder eben wie im Traum.
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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