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Reindeer Games - Original Kinofassung

Reindeer Games - Original KinofassungReindeer Games - Original Kinofassungnicht verfügbar
Handlung:Kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis kommt Nick Cassidy bei einem blutigen Häftlingskrawall ums Leben. Sein Zellenkumpan Rudy (Ben Affleck) nutzt die Gelegenheit und mogelt sich als "Nick" in die Freiheit. Wenn Rudy jedoch geahnt hätte, in welche Schwierigkeiten er danach geraten würde, hätte er dies sein lassen und sich auch nie auf eine Affaire mit Nicks Briefbekanntschaft Ashley (Charlize Theron) eingelassen. Denn Ashleys Bruder Gabriel (Gary Sinise) taucht überraschend auf und zwingt "Nick" , bei einem Raubüberfall auf ein Spielcasino mitzumachen. Rudy sitzt mit einem Mal gehörig in der Klemme und muss wohl oder übel das Spiel weiterspielen, um nicht kaltblütig erschossen zu werden. Die einzige, auf deren Hilfe Rudy noch zählen kann, ist Ashley. Als sie den Tresor leer räumen, entpuppt sich die unschuldige Ashley jedoch als knallharte Furie...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4006680024363
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2000
Erscheinungsdatum: 15.01.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:John Frankenheimer
Darsteller:Ben Affleck
Danny Trejo
Charlize Theron
Gary Sinise
Dennis Farina
Donal Logue
Land:USA
Originaltitel:Wild Christmas
Regionalcode:2
Genre:Action
Hersteller:Kinowelt Home Entertainment
Laufzeit:ca. 100 min
Typ:DVD-9
Verpackung:Amaray Case
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:deutsch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Audiokommentar
Behind the Scenes
Interviews
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer
Set Pass

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Filmrezensionen
Reindeer GamesAuthor: Michael Matzer
Selbstverliebter Actionthriller: 5 tote Nikoläuse.Ein Knastbruder gibt sich als sein Zellengenosse aus, erfreut sich nur kurz an dessen Brieffreundin und wird dann ganz schnell Teil einer Räuberbande, die es auf den Tresor eines Spielcasinos abgesehen hat. - Ben Affleck und Charlize Theron in einem Actionknaller von John Frankenheimer - da kann eigentlich nichts schiefgehen. Sollte man meinen.Zur Handlung:Rudy Duncan (Affleck) ist ein glückloser Autoknacker, der sich auf Staatskosten gerade eine Zelle mit Nick Cassidy teilt. Der schwärmt ihm die ganze Zeit was von seiner Brieffreundin Ashley vor (Ch. Theron). Kurz vor seiner Entlassung kommt Nick bei einem blutigen Gefängniskrawall ums Leben. Rudy nutzt die Gelegenheit: Als die süße Ashley am Tag der Entlassung vor dem Gefängnistor wartet, gibt er sich ihr gegenüber als Nick aus.Doch kurz sind die Stunden sexuellen Vergnügens und der Träume von unbegrenzter Freiheit. Ashley hat einen höchst brutalen Bruder namens Gabriel (Gary Sinise), der "Nick" unbedingt als Helfershelfer in einem Überfall auf ein Casino rekrutieren will. Flucht kommt nicht in Frage, denn Gabriel und dessen Truckerkumpane (darunter Danny Trejo) halten ihn stets in Schach. Auch Rudys Leugnen, Nick zu sein, hilft ihm nun nichts mehr: mitgefangen, mitgehangen. Da er nun mal mit dem Lügen angefangen hat, kann er auch gleich damit weitermachen, findet er und fantasiert sich den Lageplan des Spielcasinos zusammen, das die Trucker überfallen wollen.Auf Ashley kann er ebenfalls nicht bauen, denn erstens ist sie nicht, wer sie scheint, und zweitens findet sie nach vollbrachter Tat Rudys Existenz auf Erden höchst überflüssig. Aber weder sie noch Gabriel haben nicht mit Rudys Einfallsreichtum gerechnet. Und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.Gesamteindruck:Eigentlich sollte oder wollte Action-Spezialist Frankenheimer ("Ronin") mal wieder einen netten Actionknaller zur Weihnachtszeit abliefern. Der Blei-, Sex- und Gewaltgehalt ist dementsprechend hoch. Auch die Darsteller sind ganz passabel und keineswegs unbekannt. Leider geht schon ziemlich bald etwas mit der Handlung schief. Das Thema des Thrillers ist nämlich nicht: "Wie raube ich ein Casino aus?", sondern "Wie lege ich die anderen aufs Kreuz?" Daher geht es ständig darum, welche Identität der Einzelne hat. Dies betrifft natürlich am meisten die Figur des Rudy, am Schluss aber auch alle anderen. Ein Auf und ab der Täuschungen ist die Folge, und die Metapher des Labyrinths ist dafür wohl am passendsten. Die Einstellung mit dem Versteckspiel in den Hotelkorridoren ist der entsprechende filmische Ausdruck dafür.Dieses Versteckspiel und Bäumchen-wechsel-dich kann den Zuschauer mit der Zeit ganz schön nerven und trägt hauptsächlich dazu bei, das Vorangehen des Plots zu behindern. Besonders krass wird es dann, als sich die Identitätswechsel am Schluss förmlich jagen: kaum einer blickt noch durch. Das einzige Schöne an diesem Schluss ist der Epilog: Rudy kann endlich diejenige Rolle ausfüllen, deren Klamotten er schon den halben Film hindurch trägt: den Weihnachtsmann. Und dazu erklingt schön ironisch das alte Lied vom "Little Drummer Boy", der die Ankunft des "Königs" (gemeint ist das Christkind) ankündigt. Dieses Lied klingt als Rudys leitmotiv den ganzen Film hindurch an, so etwa direkt vor der schmerzhaften Begegnung mit Gabriel.Ebenfalls ironisch gemeint sind sowohl der Filmtitel als auch Rudys Name. Im Titel "Reindeer Games", wörtlich: Rentierspiele, wird auf irgendwelche Rentiere verwiesen. In der US-Mythologie gibt es diese Wesen vor allem als Gespann von Santa Claus. Man kann sich auch Gabriels Bande, in die Rudy aufgenommen wird, als Gespann vorstellen, mit Gabriel am Lenker. Das bekannteste Rentier ist natürlich dasjenige, das im Lied verewigt wurde: "Rudolph the red-nosed reindeer". Rudolph ist Rudys Name ausgeschrieben. Wie im Lied ist er der Außenseiter im Gespann.Wer sich das Vergnügen gönnt, die Originalfassung anzuhören, stößt auf einen Satz, den Gabriel zu Rudy sagt: "Don\'t play no reindeer games with me!" Die Syncro übersetzt das ungefähr mit: "Erzähl mir keine Wintermärchen!" Das trifft es leider nicht genau. Gabriel meint wohl: "Mach bloß keine Faxen!"Die DVD: Es gibt zwar kein eigentliches Making-of, aber der Rest der Extras, stellte sich die Produktionsfirma wohl vor, soll dieses Manko ausgleichen. Das kann man auch nicht ohne weiteres als gelungen bezeichnen. Das Extra "Set Pass" (Drehausweis) kommt einem Making-of noch am nächsten, insofern als es Statements der Darsteller und des Regisseurs mit Impressionen von den Dreharbeiten verbindet. Filmausschnitte sind keine enthalten, was recht ungewöhnlich ist.In den Interviews versuchen die Schauspieler und der Regisseur einfach etwas möglichst Schlaues zu ihrer Rolle und dem Film bzw. zu den Dreharbeiten zu sagen. Leider sind die meisten dieser Interviews kürzer als 1,5 Minuten und zum Teil bereits in "Set Pass" enthalten. Informativer ist hingegen der Regiekommentar von Frankenheimer selbst. Die Behind-the-scenes-Ausschnitte zeigen den inzwischen Verstorbenen bei den Arbeiten an mehreren Sets. Ein Kommentar dazu fehlt.Die DVD bietet einiges an Bonusmaterial auf, von dem jedoch der Regiekommentar des Altmeisters noch am brauchbarsten ist. Hier erklärt der Altmeister, warum sein Film so aussieht und was er sich bei den verschiedenen Einstellungen Figurenzeichnungen gedacht hat. Verblüffend sind auch seine Bemerkungen, auf welche eigenen Filme dabei zurückgriff: natürlich auf *Ronin*, aber auch auf *52 Pick-up* und *The Manchurian Candidate*. *Candidate* (ca. 1960) ist ein Film mitten aus dem kalten Krieg, in dem ein Amerikaner in Nordkorea einer Gehirnwäsche unterzeogen wird und dann in den USA als Attentäter auf einen hochrangigen Politiker angesetzt wird - ohne es zu ahnen: Der Befehl lauert im Unterbewusstsein auf den Auslöser. Hauptthema ist natürlich die falsche Identität - genau wie in *Reindeer Games*.Durch Frankenheimers Kommentar habe ich zum ersten Mal verstanden, dass 95 Prozent des Films eine Rückblende darstellen: Rudy liegt scheinbar tot im Schnee - einer der fünf Weihnachtsmänner - und erinnert sich an alles, was ihn an diesen Punkt geführt hat.Der Regisseur erklärt aber auch nicht, wie der Wurfpfeil auf Rudy *Rücken* kommt, wenn Gabriel ihn von *vorne* beworfen hat. Aber er erklärt, wie in dieser Szene CGI eingesetzt wurde. Auch das Vertauschen von Ashleys Pistolen wird nicht erklärt: Gerade noch schoss sie mit einem Trommelrevolver, in der nächste Aufnahme hält sie eine 9-mm-Pistole mit Steckmagazin in der Hand.Ebenso wie das Bild (am Fernseher) ist auch der Sound ausgezeichnet: Dolby Digital 5.1 bringt einen Surround-Sound über sechs Kanäle ins Wohnzimmer.Fazit:"Reindeer Games" ist ein actiongefüllter Thriller für die Weihnachtssaison. Die Schauspieler sind klasse, ebenso die Inszenierung und die Action. Das Problem des Film besteht vielmehr darin, dass er schlauer sein will, als gut für ihn ist. Die Haken, die die Handlung schlägt und den Zuschauer ständig aufs Neue überraschen sollen, führen zu einigen Verwirrspielen, die nach einer Weile einfach nur nerven. Außerdem führen sie dazu, dass sich in den Film unnötige Längen einschleichen: Frankenheimer oder sein Drehbuchautor Kruger fanden diese überlangen Passagen so gelungen, dass der Film letztendlich selbstverliebt erscheint: in seine eigene Cleverness.Die DVD ist passabel, wobei v.a. der Regiekommentar von großem Informationsgehalt ist. Doch ein richtiges Making-of fehlt ebenso wie geschnittene Szenen. Dafür gibt\'s umso mehr Programmhinweise in Form von Trailern.Pro: spannend, humorvoll, toll fotografiert & clever erzählt, gutes Bonusmaterial.Kontra: könnte spannender sein; man muss ständig aufpassen; kein Making-of.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Reindeer Games finden Sie hier.

 

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