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Roter Drache - 2 Disc Edition

Roter Drache - 2 Disc EditionRoter Drache - 2 Disc Editionim Lager
Handlung:Ex-FBI-Agent Will Graham, der während der Jagd nach Hannibal Lecter fast seine Frau verloren hätte, lässt sich Jahre später zur Aufklärung einer neuen Mordserie überreden. Um sich in die Gedankenstrukturen des Killers hineinversetzen zu können, will Graham sich des kranken Hirns eines ähnlich brillanten Killers bedienen - dem seines eingekerkerten Erzfeindes Hannibal Lecter.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 5050582000061
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 2002
Erscheinungsdatum: 05.06.2003
Anzahl Medien: 2
Regie:Brett Ratner
Darsteller:Harvey Keitel
Frankie Faison
Philip Seymour Hoffman
Edward Norton
Ralph Fiennes
William Lucking
Mary-Louise Parker
Sir Anthony Hopkins
Ken Leung
Emily Watson
Anthony Heald
Darsteller:Christopher Curry
Tom Verica
Marguerite MacIntyre
Tyler Jones
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Thriller
Hersteller:Universal Pictures Germany
Laufzeit:ca. 119 min
Verpackung:Amaray Case
Bildformat:2.35:1 widescreen
Tonformat:Deutsch:5.1
Englisch:5.1
Untertitel:deutsch
englisch
englisch für Hörgeschädigte
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Kapitel- / Szenenanwahl

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Filmrezensionen
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Roter DracheAuthor: Michael Matzer
Zwei Monster, ein Drachentöter, ein gelungener Thriller:Wenn man Dr. Lecter (Hopkins) zum ersten Mal erblickt, rieselt einem ein Schauer über den Rücken. Der kultivierte Serienkiller sitzt in der Philharmonie, in sich versunken, dann aber aufmerksam, als ob ihn etwas schmerze. Schließlich fixiert er seine kalten Augen auf einen Querflöterich im Orchester, der so falsch spielt, dass es Dr. Lecter wehtut. Was dem armen Tropf widerfahren wird, der es gewagt hat, Hannibals Konzertabend zu verderben, dürfte klar sein. Das "amuse bouche" beim Abendessen ist mal wieder entzückend gelungen. Als die Gäste gegangen sind, klingelt es bei Dr. Lecter noch spät abends an der Tür. Es ist FBI-Ermittler Will Graham (Norton), der Lecter professionellen Rat bei seiner Verbrecherjagd eingeholt hat. Nur, dass die letzte Jagd offenbar keinem anderen als Lecter selbst gegolten haben muss. Diese Tatsache wird Graham jedoch eine Millisekunde zu spät klar, da hat er auch schon ein Stilett im Bauch...Nachdem er Lecter hinter Gitter gebracht und selbst von seinen Wunden genesen ist, zieht sich Graham auf die Florida Keys zurück, genießt das Familienleben und repariert Bootsmotoren. Bis sein Ex-Boss Jack Crawford auftaucht. Er zeigt ihm die Fotos zweier Familien, die bestialisch ermordet wurden, beide bei Vollmond. Crawford bittet Graham, einen nächsten Familienmord zu verhindern, was Graham auch zusagt, aber nur unter der Bedingung, dass weder sein Name noch sein Gesicht publik werden.Leider haben die beiden nicht mit dem Klatschreporter Freddy Lounds (Hoffman) gerechnet, der Graham fotografieren lässt, als er Dr. Lecter in dessen Verlies im Gefängnis für Geisteskranke besucht, wo bekanntlich Dr. Chilton schaltet und waltet. Lecter soll Graham dabei helfen, das, was der Familienkiller getan hat, zu interpretieren. Warum hat der Mörder zugebissen, warum hat er seinen Opfern Spiegelsplitter in die Augen gelegt und die Frauen vergewaltigt?Lecter besteht natürlich auf einer Gegenleistung für seine Dienste. Er bekommt, wie später zu sehen ist, einen gewissen Auslauf, wird aber an der Leine gehalten. Er bekommt sogar Fan-Post vom Killer, der die Zeitungsausschnitte aus dem Klatschblatt von Freddy Lounds sammelt. Wie Graham zu seinem Entsetzen erfährt, ist es Lecter gelungen, dem Killer Grahams Privatadresse mitzuteilen....Unterdessen gelingt es der blinden Reba McClane (Watson), einer Arbeitskollegin von Francis Dolarhyde, dem Killer, zu menschlichen Kern dieses Killers durchzudringen. Das hat zur Folge, dass Dolarhyde sich gegen den Zwang wehrt, den das Bild des Großen Roten Drachen, das William Blake vor rund 200 Jahren malte, auf ihn ausübt. Er ist auf dem ganzen Rücken mit einem Abbild des Roten Drachen tätowiert. Der durch eine Hasenscharte entstellte Killer, den man "die Zahnfee" nennt, weiß nicht, ob er Reba trauen kann. Als Graham herausbekommt, wo sein Killer arbeitet, kommt es zu einer dramatischen Entwicklung, die zu zwei Höhepunkten führt.Diese Verfilmung des Bestsellers von Thomas Harris, dem Verfasser der Lecter-Romane 2 und 3, "Das Schweigen der Lämmer" und "Hannibal", war eigentlich mehrfach belastet, ist aber dennoch erstaunlich gut gelungen. Im Grunde handelt es sich bei "Roter Drache" um ein Prequel des mehrfach OSCAR-prämierten "Schweigen der Lämmer", was dazu zwingt, bestimmte Vorausverweise so einzubauen, dass sie beim Anschauen der anschließenden Filme schlüssig erscheinen.Und zweitens gab es ja bereits die Verfilmung, die Michael Mann 1987 unter dem Titel "Blutmond" veröffentlicht hatte. Doch anders als Manns Film, der sich auf den inneren Konflikt Grahams mit Lector (damals so geschrieben) konzentrierte und aufgrund fehlender Stars einen Flop produzierte, setzt Ratner ganz auf Star Power: Sechs seiner Darsteller sind bereits weltbekannte Schauspieler: Sir Anthony natürlich, dann aber auch Ed Norton ("American Histoy X", "Fight Club"), Harvey Keitel (seit Scorseses "Hexenkessel"), Emily Watson ("Breaking the waves"), Ralph Fiennes ("Der englische Patient") und Hoffmann ("Almost Famous"?).Ratner lässt dem Spiel seiner Akteure viele Freiheiten, doch besonders Norton und Hopkins, von denen alles abhängt, dürfen es nicht übertreiben. Die Figur Lecter darf nicht zu blutrünstig und zynisch erscheinen (ist es aber natürlich, bis zum letzten Bild), doch Graham darf sich weder einschüchtern lassen, wenn er seinen Teufelspakt schließt, noch angewidert das Gesicht verziehen. Die Handlungsstränge der drei Hauptfiguren kreuzen sich nicht nur, sondern diese Annäherung führt dazu, dass sich alle drei verändern. Graham gerät in eine psychische Krise und sieht seine Familie akut bedroht; der Killer findet menschliche Wärme bei einer blinden Kollegin und lehnt sich gegen seine Allmachtsfantasie vom Roten Drachen auf (die er zuvor an Freddy Lounds blutig und eindrucksvoll demonstriert hatte); und Lecter erwirbt sich zunehmend persönliche Annehmlichkeiten, bleibt aber innerlich derselbe. Zwei Monster, ein Drachentöter. Der Showdown geht denn auch nur deshalb gut aus, weil sich Graham extrem gut in die Psyche des Killers hineinversetzen und ihn manipulieren kann. Im Vergleich zum Roman ist die Handlung dieser Verfilmung stark zusammengerafft. Während im Roman seitenlang über Ermittlungswege schwadroniert wird, findet das gleiche Geschehen in nur ein bis zwei Einstellungen Platz. Ein aufmerksamer Zuschauer könnte sich beispielsweise wundern, woher die Lösung für den Bibelcode kommt, den Lecter angeblich verwendet, um seinem Branchenkollegen die Privatadresse Grahams mitzuteilen. Nur dass dieser Code nicht aus der echten Bibel stammt. Man muss schon sehr genau aufpassen, wie diese wichtige Information eruiert wird: Auch im Prolog wird die Lösung anhand eines Bucheintrags (in einem frz. Kochbuch) gefunden. Auch manche Szenen, die Mann für seinen Film würdig befunden hatte - und wenn sie nur aus den Videos stammen -, wurden in der Ratner-Fassung weggelassen, vermutlich aus Gründen der Länge und um sich auf das menschliche Drama zu konzentrieren.Der Killer wird hier wesentlich verständlicher geschildert, er ist vielschichtiger, hat eine Vergangenheit, die bis in die frühe Kindheit zurückreicht, als ihn seine Großmutter mit Kastration bedrohte. Sein "Hauptbuch" enthält seine Zeichnungen und weitere Dokumente, die uns etwas über die Entstehungsgeschichte des Monsters mitteilen. An solche Details zeigt sich, wie aufwändig die Produktion gewesen sein muss. Es hat sich gelohnt. Und nicht nur, weil in diesem Film Hannibal Lecter vorkommt.Der DTS-Sound der deutschen Fassung gibt natürlich die volle Klangfülle von Danny Elfmans Soundtrack wieder. Schade, dass er nicht auch in der Originalfassung zu haben ist - hier muss man sich mit DD 5.1 begnügen, aber das ist ja bekanntlich auch ziemlich gut. Die Bildqualität ist ebenfalls ausgezeichnet. Ob man von Zusatzmaterial sprechen kann, ist fraglich. Schließlich findet sich auf der Leih-DVD nur ein Mini-Trailer zu der Comicverfilmung "The Hulk", die Ang Lee noch dieses Jahr ins Kino bringen will (wahrscheinlich im Sommer)....wartet mit einer zweiten Disc auf, auf der sich etliches "Bonusmaterial" befinden soll, das diese Bezeichnung verdient.Es gibt zwei Collector\'s und eine Director\'s Edition. Die Collector\'s Edition enthält folgende Goodies:Audio commentary By director Brett Ratner and writer Ted Tally Music score commentary by composer Danny Elfman "The Criminal Profile of Hannibal Lector" - Renowned profiler John Douglas\' theories on how Hannibal Lector and real serial killers are profiled "The Life History of Hannibal Lector" - A timeline from childhood to present day Deleted scenes with optional commentary Der Unterschied zwischen den Versionen der Sammlerausgabe besteht v.a. in der Bilddarstellung: einmal 2,35:1, einmal 1,33:1.Die Director\'s Edition weist das Bildverhältnis 2,35:1 auf und enthält folgende Extras:Audio commentary By director Brett Ratner and writer Ted Tally Music score commentary by composer Danny Elfman "The Criminal Profile of Hannibal Lector" - Renowned profiler John Douglas\' theories on how Hannibal Lector and real serial killers are profiled "The Life History of Hannibal Lector" - A timeline from childhood to present day Deleted scenes with optional commentary Brett Ratner\'s video diary The Leeds\' house crime scene: experts in the field of forensic science help the filmmakers construct a realistic crime scene Visual effects featurette A behind-the-scenes look at how the burning wheelchair stunt was shot Screen and film tests Makeup application featurette Brett Ratner\'s untitled student film Storyboards to final feature comparisonsDiese zweite Verfilmung des Thomas-Harris-Romans ist durchaus gelungen und erreicht auf jeden Fall das beabsichtigte Publikum. Ein Supense-Thriller, der sauber produziert wurde und von etlichen Weltstars getragen wird. Einige Zuschauer hätten dem Regisseur von "Rush Hour" diese Leistung gar nicht zugetraut, werden aber angenehm enttäuscht. Natürlich ist die Handlung auf das Notwendigste gerafft und die Figur des Dr. Lecter erhält weitaus mehr Raum als im Buch eingeräumt, aber dafür kommen alle auf ihre Kosten, die "Schweigen der Lämmer" für einen der besten Horrorthriller halten.Die Leih-DVD enttäuscht zwar hinsichtlich der gewohnten Extras, weiß aber schon einmal mit einem erstklassigen DTS-Klang zu verwöhnen. (Das heißt, sofern man einen DTS-kompatiblen Player und Verstärker hat. Darauf wird auf der DVD hingewiesen.) Die englischen Untertitel (...) enthüllen, dass die deutsche Synchro ein paar Sätze unterschlägt, aber die sind zum Glück nicht wichtig.Die Sammleredition bringen da schon wesentlich mehr der ersehnten Goodies. Dazu gehört eine echte Seltenheit: Der Komponist, Danny Elfmann, kommentiert sein eigenes Werk.Fazit: Der Rezensent als Thrillerfan würde ja gerne die volle Punktzahl vergeben, aber das praktisch fehlende Bonusmaterial der Leih-DVD führt zu Punktabzug. Vier von fünf Sternen.
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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