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Stalag 17

Stalag 17Stalag 17im Lager
Handlung:Zweiter Weltkrieg: Im berüchtigten deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag 17 tut sich eine Handvoll amerikanischer GI ' s zusammen. Ihr gemeinsames Ziel: Flucht! Immer wieder schmieden sie neue Pläne, wie sie einander helfen können zu entkommen. Doch dann sterben zwei von ihnen bei einem Fluchtversuch. Und den anderen wird klar: In ihrer Mitte gibt es einen Verräter...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4010884524574
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1952
Erscheinungsdatum: 06.06.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Billy Wilder
Darsteller:William Holden
Robert Strauss
Don Taylor
Harvey Lembeck
Otto Preminger
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Kriegsfilm
Hersteller:Paramount Home Entertainment
Laufzeit:ca. 115 min
Typ:DVD-9
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1) s`w
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Englisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Tonformat:Französisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Italienisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Untertitel:arabisch
bulgarisch
deutsch
dänisch
englisch
englisch für Hörgeschädigte
finnisch
französisch
griechisch
hebräisch
holländisch
isländisch
italienisch
kroatisch
norwegisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Kapitel- / Szenenanwahl
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Filmrezensionen
Stalag 17Author: Michael Matzer
Spannendes Kriegsdrama mit Humor-Einlagen!In einem Kriegsgefangenenlager der Nazis in Österreich versuchen 600 amerikanische Sergeants zu überleben, bis der 2. Weltkrieg aus ist. Allerdings befindet sich in ihrer Mitte offenbar ein Verräter, der Fluchtversuche zu vereiteln weiß und mit den deutschen Wachen zusammenarbeitet. Sgt. Sefton beschließt, den Verräter unschädlich zu machen. Dummerweise halten ihn bereits seine Kameraden für diesen...Irgendwo in Österreich sind 630 amerikanische Kriegsgefangene in einem Lager der Nazis eingesperrt. Das Gefangenenlager trägt den Namen "Stalag 17" und beherbergt ausschließlich amerikanische Sergeants. Daher kommt es einem ebsonderen Ereignis gleich, wenn sich mal ein höherer Dienstgrad hierher verirrt. Man schreibt das Jahr 1943, und es sind nur noch sechs Monate bis zur alliierten Invasion in der Normandie (6. Juni).Die Stimmung, die uns der Erzähler Sgt. Clarence Harvey Jacobs, genannt "Cookie", beschreibt, ist keineswegs gut, auch wenn immer mal wieder ein paar Spaßmacher für gute laune zu sorgen versuchen. Der Grund für die Melancholie besteht darin, dass kürzlich bei einem Fluchtversuch mehrere Kameraden von den Wachen erschossen wurden. Die Wachen hatten wohl Bescheid gewusst und die Ausbrecher, die zum Bodensee und in die Schweiz wollten, bereits erwartet. Das kann nur eines bedeuten: Es gibt einen Verräter in den eigenen Reihen.Ein einziger Mann hatte vor dem Ausbruchsversuch gewarnt: J. J. Sefton (Wm. Holden). Er hatte sogar dagegen gewettet. Als Einsatz bot er sein Arsenal aus Luxuswaren an: Wein, Zigarren usw. Er hat den Bogen raus, wie man an solche Dinge rankommt - und das, obwohl die deutschen Wachen, allen voran Johann Sebastian Schulz, ständig die Baracken filzen. Kein Wunder, dass früher oder später Sefton als Außenseiter und schließlich sogar als der potentielle Verräter betrachtet wird.Sefton ist wirklich ein Geschäftemacher: Er richtet eine Destille ein, um Alkohol herzustellen. Dann veranstaltet er ein "Pferderennen", das mit den Mäusen ausgeführt wird, die es sich in der Baracke gemütlich gemacht haben. Sein größter Hit ist jedoch sein Observatorium, mit dessen Hilfe die Insassen bis in das Lager der Russinnen linsen können, genauer gesagt: auf deren Waschraum!Da die Hormone mit ihnen durchgehen, können die beiden Oberkomiker der Baracke, Harry "Zuckerlippe" Shapiro und Nikolaus "Das Nilpferd" Kuzawa, nicht mehr an sich halten und starten eine ausgetüftelte Attacke Richtung Russinnenlager. Als Sefton das Gleiche versucht und mit den Damen vor Ort eine Party feiert, wird er nach Strich und Faden verprügelt.Danach hat Sefton die Schnauze voll und macht sich daran, den Verräter, der für die Opfer und diverse Schikanen verantwortlich ist, dingfest zu machen. Er braucht nicht lange zu suchen.Der Film entstand nach einem Bühnenstück und dem Drehbuch von Billy Wilder. Dieser vormals deutsche Regisseur wusste das Stück auch mit seinem hintergründigen Humor anzureichern und zu einer spannenden und doch unterhaltsamen Mischung zu formen. Dass die Grundsituation durchaus lebensgefährlich ist, setzt Wilder bereits voraus. Jeder der Insassen kann jederzeit aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse, der schlechten Nahrungsversorgung oder wegen Vergehen gegen die Lagerdiszplin sterben. Zwar schützen die Richtlinien der Genfer Konvention die Insassen vor der Willkür der Wachen - dies ist kein KZ. Aber was die Inspektion durch das Rote Kreuz bringt, zeigt der Film anschaulich: Das RK liefert zu Weihnachten 2000 Ping-Pong-Bälle! Dass sich auch damit etwas anfängen lässt, ist nur dem Einfallsreichtum der Insassen zu verdanken.Die Gefahr durch ihre "Käfigwärter" ist stets präsent: Zur Strafe für den Ausbruchsversuch müssen alle in die Entlausung (= Desinfektionsbäder), außerdem wird ihnen der wärmende Ofen weggenommen. Als ein echter Leutnant ins Lager eingeliefert wird, sieht der Lagerkommandant die Chance, sich bei den Nazibonzen einzuschleimen und ruft die SS an. Und diese Truppe pflegt mit Ausländern kurzen Prozess zu machen, Genfer Konvention hin oder her. Man verdächtigt Leutnant Dunbar, den auch Sefton kennt, an der Bombardierung des Frankfurter Bahnhofs beteiligt gewesen zu sein - die meisten Insassen waren Flieger.Diese Situation wird derart kritisch, dass der einzige Weg, um Dunbars Leben zu retten, in einer konzertierten Aktion aller Barackenmitglieder besteht. Nur: Was ist mit dem Verräter? Sefton sieht seine Chance gekommen, ihn zu entlarven. Und er muss ihn nicht einmal selbst bestrafen - das erledigen die Wachen für ihn. Seftons Aktion belegt, dass nur derjenige überleben kann, der einig zusammensteht.Unter all dieser Thrillerspannung und den humorvoll-sentimentalen Einlagen könnte man übersehen, dass den gesamten Film eine bittere Ironie durchzieht. Die Männer sind gefangen und sehnen sich nach der Rückkehr in die Heimat. Leider sind ihre Mittel beschränkt und ihre Hormone gewinnen manchmal die Oberhand über ihren Verstand. Laufend ist ihr Leben in Gefahr. Doch der aufmerksame Zuschauer merkt bald, dass an dieser grotesken Situation im Grunde nur der Krieg Schuld ist. Dies erinnert an die Haltung von Roberto Benignis KZ-Film "Das Leben ist schön", in dem das Leben grausam ist, die Kunst aber dazu benutzt wird, es schön aussehen zu lassen - dies bewahrt einen kleinen Jungen davor, durch die KZ-Realität traumatisiert zu werden.Ebenso wie das Theaterstück lebt der Film von den Dialogen und ihrer Darbietung. Keiner deklamiert hier, das wäre absurd. Vielmehr erscheinen selbst absurde Dialoge wie etwa die Liebeserklärung an das Pinup-Girl Betty Grable (durch "Nilpferd" Kuzawa) aufgrund der außer-gewöhnlichen Situation als hohe Kunst. Und als solche vermögen sie es, das Herz des Zuschauers zu erreichen. Nun hat sich aber das Publikum im Laufe von 50 Jahren gehörig gewandelt: Das Schlusslied "When Johnny comes home from war..." hat heute sicher eine andere Bedeutung als in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Immerhin: Der OSCAR für William Holden in der Rolle des Sgt. Sefton war absolut verdient.Die Qualität des Schwarzweiß-Bildes ist wirklich gut, wohingegen die des Tons ausbaufähig erscheint. Um den Text - und v.a. die vielen Namen - verstehen zu können, erweisen sich die Untertitel als Gold wert, die in zahlreichen Sprachen der Region 2 angeboten werden. Vergleicht man englische Untertitel und deutsche Synchronisation miteinander, so ergeben sich wieder einmal starke Diskrepanzen. Sie sind zwar nicht so stark wie bei "MASH", aber doch recht aufschlussreich. Sie könnten durchaus politisch motiviert sein.Dass dieser ebenso spannende wie unterhaltsame und bewegende Film keinerlei Extras, ja, nicht einmal einen einzigen Trailer vorzuweisen hat, ist schon einigermaßen traurig und führt zu einem bedauerlichen Punktabzug. Und bevor jemand fragt: Diese Extras könnten aus Bio- und Filmografien der Hauptdarsteller und des Regisseurs bestehen sowie einer Text-Doku über die Entstehung des Streifens.Fazit:"Stalag 17" ist einerseits ein packendes Drama mit einem Thrillerplot. Andererseits ist es auch eine unterhaltsam, witzige Beschreibung von amüsantem Lagerleben, das geradezu parodistische Auswüchse enthält. Bissig wird die Geschichte dann, wenn sich alle Gefangenen Hitlerbärte anstecken und "Heil Hitler!" blöken, wenn der sich anbiedernde, aber hinterlistige Barackenwachleiter Johann Sebastian Schulz (allein schon der Name ist ein stilistischer Widerspruch) zur Inspektion kommt. Der Film ist jedenfalls an keiner Stelle langweilig. Die DVD erhält Punktabzug wegen mangelhafter Ausstattung.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Stalag 17 finden Sie hier.

 

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