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Still Crazy

Still CrazyStill Crazynicht verfügbar
Handlung:Ein Blitzschlag bei einem gigantischen Open Air Konzert beendete 1977 die Karriere der legendären Rock-Kultband "Strange Fruit" . 20 Jahre später sind die Helden von einst gescheiterte Götter, die sich mit Pechvogeljobs über Wasser halten. Pleite, bürgerlich und vom Leben beinahe besiegt. Aber sie haben immer noch den Rock 'N' Roll. Und ihren Ex-Keyboarder Tony (Stephen Rea), der die Jungs zum Comeback überredet. Rostig aber unverdrossen, geplagt von Ängsten und keifenden Ehefrauen, geht "Strange Fruit" auf Tingeltour. Die Legende lebt, sie ist laut - und nicht totzukriegen. Die Flamme brennt - und sie kann mehr als Bierbüchsen knacken ...
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
für 7 Tage zzgl. Versandkosten. Je weitere 7 Tage nur 1,00 EUR
Art: DVD Video
EAN: 4030521280618
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1998
Erscheinungsdatum: 26.09.2002
Anzahl Medien: 1
Regie:Brian Gibson
Darsteller:Stephen Rea
Timothy Spall
Bill Nighy
Billy Connolly
Bruce Robinson
Jimmy Nail
Land:England
Regionalcode:2
Genre:Komödie
Hersteller:Columbia Tristar Home Entertainment
Laufzeit:ca. 92 min
Typ:DVD-5
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 2.0
Englisch: Dolby Digital 2.0
Untertitel:deutsch
dänisch
englisch
finnisch
griechisch
holländisch
norwegisch
polnisch
schwedisch
tschechisch
türkisch
ungarisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Biographien Crew
Interviews
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer

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Filmrezensionen
Still CrazyAuthor: Jens Hamp
Es gibt Filme, die bekommen nicht die notwendige Aufmerksamkeit, die sie mehr als verdient hätten. Hier und da stößt eine Gruppe von Filmfreunden auf diese Werke und erklären sie nach dem begeisterten Gucken zu ihrem persönlichen Kultfilm. "Still Crazy" ist einer dieser Fälle. Doch was macht "Still Crazy" so besonders? Und um was geht es hierbei überhaupt? Und viel wichtiger, wieso hat die britische Komödie nie den wohlverdienten Erfolg erhalten?Tony Costello wird unerwarteterweise auf der Straße wiedererkannt, wird auf seine Vergangenheit als Rockmusiker angesprochen und bekommt im gleichen Atemzug ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet. Er soll mit seinen ehemaligen Band-Kollegen von "Strange Fruit" auf einem Revival- Konzert auftreten. An einem Abend sollen sie sich nach ihrem blitzartigen Ende im Jahre 1977 erneut vor der Musikwelt beweisen.Doch leichter gesagt als getan, denn die anderen Fruits haben sich mittlerweile mit ihrem bürgerlichen Leben wohl oder übel abgefunden und können sich teilweise nicht sonderlich gut riechen. Doch wer einmal auf der Bühne gestanden hat, will auch ein weiteres Mal die Chance ergreifen und die Fans vor sich jubelnd sehen. So beginnt zunächst eine Tour durch kleinere Clubs; inklusive buhender Zuschauer, etlicher Pannen und Streitereien, die die ohnehin schon brüchige Chemie unter den Bandmitgliedern zum Scheitern verurteilt. Ob sich die fünf nochmals zusammenreißen können und den langersehnten Gig auf dem Revival- Festival spielen können?? Man wird es sehen...Regisseur Brian Gibson war niemals ein Macher guter Filme. Sein "Nicht schuldig" mit Demi Moore und Alec Baldwin war ein müder Reißbrett- Thriller und die Horror-Fortsetzung "Poltergeist 2" ein gelangweilter Abklatsch des genialen Vorgängers. Einzig und alleine die Tina Turner-Biographie "What\'s love got to do with it" konnte aus der Masse hervorstechen. Doch irgendwann findet auch ein blindes Huhn mal ein (wohlschmeckendes) Korn. "Still Crazy" ist eindeutig das Korn, das Gibson unsterblich macht. Das Drehbuch - das von Dick Clement und Ian La Frenais (die schon zuvor "The Commitments" geschrieben haben) verfasst worden ist - erscheint im ersten Augenblick nicht sonderlich prickelnd. Wer interessiert sich schon für das Comeback einer alternden Rockband, wenn man alljährlich mit "Revival"-Konzerten von Deep Purple, Lynyrd Skynyrd oder Status Quo beglückt wird? Bands, die allesamt Geschichte geschrieben haben, mittlerweile aber ihren Höhepunkt (leider) überschritten haben.Doch die Jungs von Strange Fruit sind einfach genial charakterisiert. Allesamt kann man sie zwar als klassisches Symbol für die drogen- und groupie-verseuchten Rockstars der Siebziger nehmen. So haben alle - der eine mehr der andere weniger - ihre Erfahrung mit Drogen gemacht, wurden von der Zeit mit zahlreichen Falten gesegnet, trauern den glorreichen Zeiten hinterher und sehen sich immer noch als große Rockgötter. Aber um diese leicht-klischeehafte Mischung jedoch aufzuwürzen, wird "Still crazy" mit herzhaftem Humor gekrönt, der perfekt zu dem britischen Charme der Geschichte passt. Immerzu trockene Kommentare der Fruits und leicht absurde Situationen treiben dem Zuschauer sicherlich zufriedene Lachtränen in die Augen und lassen ihn gänzlich die leicht-klischeehaften Charakterzüge vergessen.Das beste am gesamten Film sind unzweifelhaft die von Strange Fruit gespielten Songs. "The flame still burns" ist eine der besten Rock-Balladen, die ich in meinem gesamten Leben gehört habe und wird mördermäßig genial von Jimmy Nail gesungen. "All over the world" ist ein klassischer Seventies- Rocker, der gehörig in die Beine geht und "What might have been" ist schlicht und einfach der beste Song, der jemals in einem Film gesungen worden ist. Jimmy Nail bewaffnet mit einer Akkustik-Gitarre klagt sein Leid. GÖTTLICH! Unbeschreiblich und einfach umwerfend! Wieso aber "The flame still burns" (und nicht "what might have been") für den Golden Globe nominiert (und wo bitte schön bleibt der Gewinn?) worden ist, bleibt ein (nicht gänzlich geklärtes) Rätsel.Kein Wunder, dass die Songs von Strange Fruit so gut funktionieren. Immerhin wurden sie von Mick Jones (Foreigner) , Jeff Lynne (ELO) und Chris Difford (Squeeze) geschrieben, die in der Vergangenheit schon bewiesen haben, dass sie drei Meister des Seventies-Rocks sind. Dass sie aber nochmals so großartig in Erscheinung treten würden, hätte wohl kein Musikliebhaber mehr erwartet.Aber auch für Spielfreunde hat "Still crazy" ein kleines Schmankerl zu bieten. Auf den langen Fahrten mit dem Tour-Bus spielen die Fruits immerzu das "Bands-with-body-parts-in-their-name-Game". Und wie sollte es anders sein, bei dem geringsten Anflug von Langeweile ist dieses kurzweilige Spiele immerzu ein gerngesehener Gast - aber bitte nehmt bei der verzweifelten Suche nach einem Bandnamen nicht wie Beano "Dr. Hook and the Medicine Show", denn so viele Menschen haben dann doch nicht einen Haken als Körperteil...Jimmy Nails hat mich schon in "Evita" mehr als begeistert. Doch in seinem Auftreten als Les Wickes - der Gitarrist der Band - ist er einfach umwerfend. Zum einen hat Nail eine Stimme, die wie für Balladen geschaffen ist, zum anderen passt er mit seinem deprimierten Blick perfekt in das Abbild eines gescheiterten Rockstars.Aber auch seine Mitspieler sind in Sachen dicke Sympathiepunkte nicht zu überbieten. Sei es Stephen Rea (u.a. "The Crying Game" oder "Fever Pitch") als Keyboarder Tony Costello, der alles Erdenkliche dafür gibt um die Band wieder zusammenzuführen oder Bill Nighy (u.a. in der Dumpfbacken-Komödie "Guest House Paradiso" zu begutachten) als vom exzessiven Drogengebrauch gebeutelter Sänger Ray Simms, der unter den Fuchteln seiner Geliebten zu stehen scheint. Der leicht einfältige Beano wird wundervoll warmherzig von Timothy Spall (zuletzt: "All or nothing"; demnächst: "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban") dargeboten. Ohne Problem kann er so dafür sorgen, dass Beano in seinen Filmmomenten zum (wahren) Mittelpunkt der Mattscheibe wird.Die restliche Besetzung (u.a. Bruce Robinson der Regisseur von Jennifer 8") ist verständlicherweise ebenso genial gecastet worden. Allesamt schaffen sie es - und sei der Auftritt auch noch so klein - sich im Gedächtnis des Zuschauers fest zu brennen. Gehen charmant an die Sache heran und machen "Still crazy" zu einem wundervollen Mix aus wehmütigen Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit und das Fußfassen in der "Neuzeit".Wer aber letztendlich von den Darstellern wirklich an den Instrumenten herumfuchtelt ist leider unbekannt. Sicher, Jimmy Nail singt seine Songs. Das wird auch ausdrücklich im Abspann erwähnt. Ob aber der mittlerweile von einer Leukämie-Erkrankung geheilte Timothy Spall wirklich derartig gut hinter den Drums ist, möchte ich mal bezweifeln. Aber dies soll bei weitem nicht stören, die Filmwelt ist schließlich eine Scheinwelt und wenn der glaubhafte Charme der Darsteller nur noch durch das Playbackspielen auf den Höhepunkt getrieben werden kann, nehme ich das liebend gerne in Kauf.Fazit - 100 watts too loud, 50 pills too many, 20 years too late?Ja, eine uneingeschränkte Guckempfehlung! "Still Crazy" ist einfach großartig und genial. Allein die beiden Songs "The flame still burns" und "What might have been" sind das Angucken des Filmes schon wert. Aber auch ansonsten ist die britische Komödie ein Highlight, das nicht nur Rock\'n\'Roll-Liebhabern gefallen wird. Die Darsteller sind durch die Reihe weg sympathisch-brillant und treiben die wundervolle Geschichte ohne Probleme von einem kleinen Höhepunkt zum nächsten. Großes britisches Kino, das nahezu ohne die üblichen Gesellschaftskritischen Töne auskommt und hoffentlich bald den verdienten Kultstatus genießen kann...
Quelle: www.filmbesprechungen.de

Weitere Informationen zu Still Crazy finden Sie hier.

 

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