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Zivilprozess

ZivilprozessZivilprozessim Lager
Handlung:In einer Arbeitergemeinde sind wegen Grundwasserverschmutzungen die Kinder von acht Familien an Leukämie erkrankt. Schuld haben zwei Firmen, die chemische Giftstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt haben. Zunächst weigert sich der schmierige Anwalt Schlichtmann, diese anzuklagen. Doch als er feststellt, daß die Firmen großen nationalen Konzernen gehören, wittert er das große Geld. Der Fall entpuppt sich schließlich als Faß ohne Boden, der Schlichtmanns Kanzlei weit über den Rand des Bankrotts hinauszutreiben droht.
Leihgebühr:* 1,50 EUR
Bewertung:
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Art: DVD Video
EAN: 4010889021832
FSK: 12
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1998
Erscheinungsdatum: 09.11.2000
Anzahl Medien: 1
Regie:Steven Zaillian
Darsteller:Robert Duvall
William H. Macy
John Travolta
Tony Shalhoub
Zeljko Ivanek
Bruce Norris
Land:USA
Regionalcode:2
Genre:Thriller
Hersteller:Paramount Home Entertainment
Laufzeit:ca. 110 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Tonformat:Englisch: Dolby Digital 5.1
Tschechisch: Dolby Digital 3.0 Surround
Ungarisch: Dolby Digital 3.0 Surround
Untertitel:arabisch
bulgarisch
deutsch
dänisch
englisch
finnisch
holländisch
norwegisch
polnisch
schwedisch
türkisch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Filmdokumentation
Kapitel- / Szenenanwahl
Kinotrailer
Making Of
Untertitel für Hörgeschädigte

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Filmrezensionen
ZivilprozessAuthor: Ulrich Behrens
Gerechtigkeit ungleich Recht...Den auf Tatsachen basierenden Roman Jonathan Harrs nahm Drehbuchautor (?Schindlers Liste?) und Regisseur (?Searching for Bobby Fischer?) Steven Zaillian zur Grundlage eines Justizfilms, in dem einige Dinge ?ber das amerikanische Rechtssystem unmissverst?ndlich klargestellt werden. Ausgangspunkt des Films ist der Tod von zw?lf Kindern, alle erkrankt an Leuk?mie, in Woburn, Massachusetts. Die Eltern verd?chtigen zwei Firmen, W. R Grace & Co. und Beatrice Foods, durch das illegale und r?cksichtslose Ablagern von Giftm?ll das Grundwasser verseucht und dadurch Krankheit und Tod ihrer Kinder verursacht zu haben.Rechtsanwalt Jan Schlichtmann (John Travolta) wird von der Mutter eines verstorbenen Kindes, Anne Anderson (Kathleen Quinlan) gebeten, sie gegen die beiden verd?chtigen Firmen zu vertreten. Schlichtmann geh?rt einer Anwaltskanzlei an, zu der auch die Anw?lte Conway (Tony Shalhoub), Gordon (William H. Macy) und Crowley (Zeljko Ivanek) z?hlen, und ist einer jener Anw?lte, denen kein Mittel zu schade ist, um einen Prozess zu gewinnen und damit viel Geld zu machen. Schlichtmann lehnt die Vertretung der Eltern zun?chst ab, denn ein Prozess gegen zwei derartig gro?e Firmen kostet einen Haufen Geld, das die Eltern nicht aufbringen k?nnen ? ganz zu schweigen vom Honorar der Anw?lte. Dann allerdings entscheidet er sich anders und spekuliert auf einen Sieg im Prozess, zumindest auf einen Vergleich, der einem Schuldeingest?ndnis der Firmen gleich k?me.Seine Gegner im Prozess sind Jerome Facher (Robert Duvall) f?r Beatrice und William Cheeseman (Bruce Norris) f?r Grace. Cheeseman will anfangs verhindern, dass es ?berhaupt zu einer Untersuchung kommt. Schlichtmann habe die Klage gegen sie mutwillig angestrengt. Doch Richter Skinner (John Lightgow) l?sst die Zivilklage zu. Zeugen werden gesucht, Experten von Universit?t und Forschungseinrichtungen sollen die entsprechenden Landstriche untersuchen. Die Gelder f?r diese aufwendige Beweisf?hrung k?nnen weder die Eltern, noch die Anw?lte aufbringen. Gordon beantragt bei der Bank der Kanzlei einen Kredit. Aber nach und nach verschlingt die Untersuchung mehr und mehr Geld. Die vier Anw?lte verpf?nden alles, was sie haben, einschlie?lich ihrer H?user. 1,4 Mio. Dollar stehen am Schluss als Schuldenberg vor den Anw?lten.Nur ein Arbeiter einer der beiden Firmen, der selbst Angst um seine Kinder hat und dem die Eltern, die ihre Kinder verloren haben, leid tun, Al Love (James Gandolfini), ist bereit, auszusagen, was er wei?. Ins Zentrum der Ermittlungen r?ckt au?erdem der Besitzer einer Gerberei, John Riley (Dan Hedaya), auf dessen Grund Tonnen von Giftm?ll abgelagert worden sein sollen.Schlichtmann versucht alles, um einen miesen Vergleich zu verhindern. Dann allerdings spielt Richter Skinner nicht mehr mit. Er legt den Geschworenen drei Fragen vor, deren Beantwortung selbst f?r Experten unm?glich w?re und die den Zusammenhang zwischen Giftm?llablagerung und Verseuchung des Grundwassers zum Inhalt haben. Die Geschworenen entscheiden, dass die Fa. Beatrice nicht verklagt werden soll; allerdings sind sie der Meinung, dass Grace Dreck am Stecken haben k?nne. Daraufhin bietet der Firmenchef Eustis (Sydney Pollack) Schlichtmann einen Vergleich an: 8 Mio. Dollar. Schlichtmann will mehr, doch Eustis will verhindern, dass eine hohe Vergleichssumme seine Firma in die N?he eines Schuldeingest?ndnisses treibt ...?A Civil Action? zeigt zweierlei: einen Anwalt, der sich vom Saulus zum Paulus wandelt, und ein Rechtssystem, in dem nicht Gerechtigkeit, Wahrheit und Verantwortung oberstes Prinzip sind, sondern die Frage, wer so geschickt ist, einen Prozess zu gewinnen. Beides kombiniert Zaillian geschickt zu einem Verfahren, in dem letztlich die gewinnen, die den l?ngeren Arm haben: die Firmen. Er verdeutlicht, dass der Sinn eines solchen Prozesses nicht die Verurteilung zweier finanzkr?ftiger Firmen mit entsprechend gut dotierten Anw?lten ist, sondern ein Vergleich, ein fauler Kompromiss, der den Firmen nicht wehtut und den Opfern des Giftm?llskandals eine Abfindung beschert, die in keiner Weise auch nur einer irgendwie gearteten Entsch?digung gleichkommen kann.Anne Anderson, eine der M?tter eines an Leuk?mie erkrankten Kindes, das sterben musste, verlangt von Schlichtmann, dass er eine offizielle Entschuldigung f?r das herausholen sollte, was man ihrem Kind und den anderen angetan hatte. Ihr geht es nicht um Geld. Schlichtmann hingegen versucht, selbst unter schwierigsten Bedingungen und unter gro?en eigenen finanziellen Einbu?en mehr herauszuholen, als der Prozess jemals erbringen k?nnte. Facher wei? dies. Facher vertritt eine der beiden Firmen, und er operiert ganz im Sinne der Verteidigung gegen die Klage, ohne allerdings als skrupelloser Mann, der kein Verst?ndnis f?r die Eltern der Opfer hat, dargestellt zu werden. Cheeseman dagegen, der andere Firmenanwalt, erscheint ein absoluter Diener seiner Herren.Das Problem f?r Schlichtmann besteht darin, die Kausalit?t zwischen Verunreinigung des Bodens und der Gew?sser und der Trinkwasserverseuchung und der Leuk?mie plausibel nachzuweisen. In diese Kerbe schlagen seine Gegner voll hinein. Schlichtmann kann sein Ziel nicht erreichen. Seine emotionale N?he zu den Opfern, seine wachsende Solidarit?t mit den Eltern f?hrt ihn hinaus aus dem System des (faulen) Vergleichs.John Travolta leistet exzellente Arbeit in der Rolle des Anwalts. F?r Robert Duvall gilt dasselbe. Eine Gespr?ch zwischen den beiden in den G?ngen des Gerichts bringt den Konflikt auf den Punkt. Facher erkennt die emotionale Verstrickung seines Gegen?ber. Trotzdem bietet er Schlichtmann 20 Mio. Dollar als Vergleich an. Schlichtmann lehnt ab. Er will alles oder nichts ? und vermasselt alles. Kurz darauf entscheidet die Jury, dass Fachers Firma Beatrice aus der Sache raus ist.?A Civil Action? ist nicht einer jener Filme, in denen ein heroischer Anwalt aus einer aussichtslosen Anfangssituation am Schluss einen Sieg auf ganzer Linie davontr?gt. Der Film endet wahrlich nicht heroisch, sondern ern?chternd ? f?r Schlichtmann, seine Mandanten und das amerikanische Rechtssystem, in dem Wahrheit und die Maxime ?Siegen sollen die, auf deren Seite die Gerechtigkeit steht? keinen Pfifferling wert zu sein scheinen ? jedenfalls dann nicht, wenn ?kleine? Leute gegen das gro?e Geld antreten.
Quelle: www.filmbesprechungen.de

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