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Zwei glorreiche Halunken

Zwei glorreiche HalunkenZwei glorreiche Halunkennicht beschaffbar
Handlung:Kopfgeldjäger Joe und Outlaw Tuco pflegen ein Joint Venture: Joe liefert Tuco aus, kassiert das Kopfgeld und schießt Tuco anschließend vom Strick. Eines Tages geht die Aktion beinahe schief und man trennt sich im Streit. Ein verborgener Schatz zwingt die Intimfeinde jedoch wieder zusammen, und gemeinsam muß man sich den Nachstellungen des Colonels Sentenza erwehren, der ebenfalls sein Auge auf den Mammon geworfen hat. Nach zahlreichen Abenteuern kommt es auf einem Dorffriedhof zum Showdown zu dritt.
Bewertung:noch keine
zzgl. Versandgebühr 2,50 EUR und Versandkosten. 14 Tage Widerrufsrecht!
Art: DVD Video
EAN: 4010232003928
FSK: 16
Hülle: Amaray Case
Jahr: 1966
Erscheinungsdatum: 21.06.2000
Anzahl Medien: 1
Regie:Sergio Leone
Darsteller:Clint Eastwood
Eli Wallach
Luigi Pistilli
Mario Brega
Lee van Cleef
Aldo Giuffré
Rada Rassimow
Land:Italien
Regionalcode:2
Genre:Western
Hersteller:MGM Home Entertainment
Laufzeit:ca. 156 min
Typ:DVD-9
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Tonformat:Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
Untertitel:deutsch
Quelle:www.dvd-palace.de
Ausstattung:Animiertes DVD-Menü
Hintergrundinformationen
Kapitel- / Szenenanwahl
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Filmrezensionen
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Zwei glorreiche HalunkenAuthor: Björn Becher
“The Good, the Bad and the Ugly” is the greatest movie ever made" (Quentin Tarantino)„Zwei glorreiche Halunken“, der dritte Teil von Sergio Leones „Dollar-Trilogie“ (nach "Für eine Handvoll Dollar", 1964, und "Für ein paar Dollar mehr", 1965) gilt als einer der besten Western überhaupt. In der weltweit größten Internetfilmdatenbank (www.imdb.com) rangiert er sogar auf Platz 1 in diesem Genre noch vor „Spiel mir das Lied vom Tod“, ebenfalls von Leone. Allein die Eröffnungssequenz in der Leone seine drei Protagonisten „The Good“, „The Bad“ und „The Ugly“ in umgekehrter Reihenfolge vorstellt, ist phänomenal.„The Ugly“ ist der mexikanische Dieb, Falschspieler und Revolverheld Tuco (Eli Wallach), der ein loses, vorlautes Mundwerk hat, sich aber vor nichts fürchtet. „The Bad“ ist der sadistische Kriminelle Sentenza (in der englischen Fassung „Angel Eyes“, gespielt von Lee Van Cleef), dem jedes Mittel recht ist, um an sein Ziel zu kommen und der weder Frauen noch Kinder verschont. „The Good“ ist ein mysteriöser, großgewachsener, blonder Fremder (Clint Eastwood), der Tuco nur zu gut kennt. Gemeinsam reiten sie durch die Gegend, der Blonde liefert Tuco immer wieder bei einem Sheriff einer Kleinstadt ab, um die Belohnung zu kassieren, rettet dann aber Tuco vor dem Galgen, um mit ihm in die nächste Stadt zu reisen, wo das Spiel von vorne beginnt. Das Geld wird immer geteilt, bis Tuco, der das größere Risiko trägt zu gierig wird und daraufhin von dem Blonden einfach, ohne Pferd und Wasser zurückgelassen wird. Seitdem brennt Tuco auf Rache.Als sich ihm die Chance zu dieser Rache bietet, nutzt er sie. Er schleift den Blonden in die Wüste, wo er ihn ohne Wasser verrecken lassen will. Doch wie es der Zufall so will, muss er ihm schließlich das Leben wieder retten, denn beide erfahren von einem 200.000 Dollar Schatz. Doch Tuco weiß nur den Friedhof, auf dem das Geld versteckt ist, der Blonde kennt dagegen nicht den Friedhof, weiß aber welcher Name auf dem Grabstein des Grabes steht, in dem sich das Geld befindet. So müssen die beiden wieder ein Zweckbündnis eingehen, um an das Geld zu kommen. Doch hinter diesem Geld ist Sentenza ebenfalls seit einer Ewigkeit her und so dauert es auch nicht lange, bis sich sein Weg mit dem der beiden Revolverhelden kreuzt. Die Situation zwingt die drei Desperados wechselseitig zusammen, aber doch gegeneinander zu arbeiten. Denn jeder braucht einen der beiden anderen, um an den Schatz zu kommen, doch jeder ist sich sicher, dass keiner der anderen teilen wird.Was Leone aus dieser Konstellation macht, ist einfach hervorragend. Es stehen drei Outlaws im Mittelpunkt, die sich gegenseitig nicht vertrauen können. Auch wenn einer von ihnen als „The Good“ eingeführt wird, so ist er sicher nicht der „Gute“ im klassischen Hollywoodsinne. Typisch Gut und Böse gibt es hier nicht, so dass auch der Ausgang ungewiss ist. Während bei einem charakteristischen Hollywoodfilm am Ende immer die Guten gewinnen und die Bösen verlieren, fehlt diese Gewissheit hier. Es gibt nur Böse, so dass der Ausgang umso offener ist. Trotzdem sind die drei Personen durch ihre Bezeichnungen leicht voneinander abgesetzt. Sie sind nicht alle nur „bad“, sondern vollbringen auch gute Taten, der eine mehr („The Good“), der andere weniger („The Bad“), aber auch dieser handelt manchmal im guten Sinne und wenn es nur ein Verzicht auf einen Mord ist. So lässt Sentenza entgegen seiner Angewohnheit die Prostituierte Maria leben, obwohl er alle Informationen von ihr hat, die er wollte. So sagt es auch Leone über seinen Film: „What do good, bad and ugly mean? We are all a little good, a little bad, and a little ugly. And there are people, who seem bad, but when you get to know them they aren’t really.” Schade, dass der deutsche Filmtitel dieser Konstellation nicht Rechnung trägt. Der Titel spricht von „zwei glorreichen Halunken“, dabei geht es in diesem Film um drei Halunken, auch wenn der Focus über weite Strecken auf Tuco und den großen Blonden gerichtet ist. Der englische Titel „The Good, the Bad and the Ugly“, eine genaue Übersetzung des Originaltitel „Il buono, il brutto, il cattivo“ passt da deutlich besser.Was Leones fast drei Stunden langen Film so hervorragend macht, ist nicht nur die gelungene Storykonstellation, sondern auch der Hintergrund vor dem die Geschichte spielt. Es herrscht Bürgerkrieg in den Staaten, viele Städte, durch die die Halunken reisen, sind fast völlig zerstört, die Besatzung durch Nordstaaten oder Südstaaten wechselt fast täglich. Für die drei Revolverhelden ist dieser Krieg aber nur ein Mittel zum Zweck. Sie nutzen mal diese und mal jene Armeeseite, mal den blauen Rock der Nordstaaten, mal den grauen Rock der Südstaaten um dem Geld näher zu kommen. Nur dieses eine Ziel bewegt sie. Trotzdem sind sie etwas wie eine letzte Bastion in dieser Welt. Ihr Handeln hat noch einen Sinn, auch wenn es die Gier nach Geld ist. Doch in der Welt, durch die sie reisen, findet ein sinnloser Krieg statt. Keiner weiß mehr, worum genau gekämpft wird, was der Krieg noch soll. Da streiten sich die Nord- und die Südstaaten, um eine kleine Brücke. Der Captain der Nordstaaten würde die Brücke am liebsten sprengen, damit dieses sinnlose Gemetzel um die Brücke, das schon seit Wochen stattfindet, ein Ende hat. Doch sein Befehl ist es jeden Tag zweimal die Brücke anzugreifen, und noch so viele Menschen zu opfern, Hauptsache die Brücke bleibt bestehen. Dazu gibt es ein Gefangenlager, in welches es kurzzeitig Tuco und den Blonden als Gefangene und Sentenza als Aufseher verschlägt. In diesem spielt ein Orchester aus Gefangenen immer und immer wieder Musik. Je lauter sie spielen, desto brutaler wird gerade einer ihrer Mitgefangenen gefoltert. Ihre Musik übertönt die Schreie. In diesem Momenten ist der Film auch ein Antikriegsfilm, ein Outlaw wie der große Blonde ist wirklich „The Good“ in einer Welt, in der ein sinnloser, brutaler Krieg tobt.Dazu ist der Film voller Genialitäten. Die brillante Eingangssequenz wurde schon angesprochen, der Score von Ennio Morricone, mit dem dieser sich wieder einmal selbst übertroffen hat, die Kameraarbeit von Tonino Delli Colli, die immer wieder zwischen der Totalen und Close-Ups der verschwitzten Gesichter der Protagonisten wechselt, die zahlreichen ironischen One-Liner von Eastwood, die zum großen Teil legendär wurden und so weiter und so fort. Es ist zuviel um alles aufzuzählen, denn der Film ist so angefüllt mit solchen großartigen Momenten, dass man schon bei nur kurzer Unaufmerksamkeit sicher einen verpasst. Der größte ist vielleicht die legendäre Schlussszene, wenn sich die Drei auf dem Friedhof gegenüberstehen, es zum finalen Showdown kommt, jeder gegen jeden. Eine Szene, die schon so oft zitiert wurde, allen voran von John Woo und Quentin Tarantino, die beide diesen Film als einen der wichtigsten für ihr Schaffen bezeichnen und ihm schon mehrmals in ihren eigenen Werken Referenz erwiesen haben.Leones Geniestreich lebt auch von seinen drei Darstellern. Clint Eastwood und Lee Van Cleef, der eine völlig andere Rolle als im Vorgänger spielt, bestätigen mal wieder, welche exzellenten Leistungen sie unter diesem Meisterregisseur abliefern können. Aber auch der neu hinzugekommene Eli Wallach, der wohl sogar die größte Leinwandpräsenz haben dürfte, steht dem in nichts nach. Schade, dass es danach nicht mehr zu einer Zusammenarbeit dieses Trios kam. Leone wollte die drei für die Eröffnungssequenz in „Spiel mir das Lied vom Tod“ haben, in der Charles Bronson als Harmonica drei Halunken erschießt. Es sollte eine Referenz an diesen Film sein, doch nur Van Cleef und Wallach erklärten sich bereit mitzumachen. Eastwood war damals mit Leone leicht zerstritten und erkannte wohl nicht den Witz den dieses kleine Zitat gehabt hätte und verweigerte so den Kurzauftritt. Schade.Jahrelang gab es dieses Meisterwerk in Deutschland nur in einer gekürzten Version. Sowohl die DVD von MGM, als auch die VHS-Versionen und die TV-Ausstrahlung waren gekürzt. MGM hat mittlerweile den Film restauriert und ungeschnitten weltweit neu veröffentlicht. Somit erschien auch in Deutschland am 01. Mai 2004 eine neue Fassung. Im Rahmen der Reihe „Gold Editions“ wurde der Film mit zahlreichen Extras auf insgesamt zwei DVDs neu veröffentlicht. Zu einem Kauf kann nur geraten werden.
Quelle: www.filmbesprechungen.de
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